Warum ist der Trend Anime/Manga in Deutschland nicht so populär?

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Also Ich habe bereits Mitte der 80er das Hobby für mich entdeckt und angefangen Anime zu schauen und (anfangs auf VHS) zu sammeln. Bis heute. Dabei habe ich die unterschiedlichsten Zeiten und Wahrnehmungen erlebt. Es gab eine Zeit, da hatte ich überhaupt keinen, um über dieses Orchideenfach zu reden, weil die Leute noch nicht mal ein Auge dafür hatten, anhand der Bildsprache beispielsweise Biene Maja von Tom & Jerry zu unterscheiden...und zu erkennen, dass Biene Maja als Anime-Serie die wertvollere und gehaltvollere Serie ist, in der sich stetig alles weiterentwickelt. Nur als Beispiel. In den 90ern hatte ich wahrscheinlich die schönste Zeit meines Hobbies erlebt, denn soviele verdammt gute Anime liefen im deutschen TV. Serien wie "Ein Supertrio", "RocknCop", "Die Königin der Tausend Jahre", die ganzen WMT-Anime, "Die Macht des Zaubersteins", "Versailles no Bara ". Und der ganze VHS Markt erst...und zunehmend hatte ich Leute kennengelernt, die es auch interessierte und die sehr offen dafür waren, jeden Anime, egal wann er produziert wurde kennenzulernen. Dann die Zeit zwischen 2000 und 2005 empfand ich nicht mehr so schön, denn da wurde man in Deutschland regelrecht zuge-junkt mit Anime. Teilweise war die AnimaniA daran schuld, dass sehr billige Lizenzen für den DVD Markt eingekauft und hochgehypt wurden. Sowas wie "Darkside Blues", "Big wars" oder "Bounty Hunter - The Hard" müssen selbst in Japan richtige Ladenhüter gewesen sein. Der Manga-Markt quoll über und überall tauchten selbsternannten Experten auf, die sich über das Hobby profilieren mussten. Damit fühlte ich mich nicht wohl. Erst recht nicht auf Conventions, die ich bis heute meide. Die schlimmsten Zeiten für mich als Anime-Liebhaber sind allerdings DERZEIT. Alle, die behaupten, sich für Anime zu interessieren, sind vor allem nur an aktuellen Produktionen interessiert und lassen alles was älter als 5 Jahre ist liegen, mit der Begründung, es sei ihnen zu alt. Ich kenne halt noch Zeiten, in denen man nicht wählerisch sein durfte bezogen auf Anime und wirklich in allem, was man in die Hände bekam Qualitäten erkennen wollte umnd konnte. Was mich aber am meisten schmerzt, ist die Tatsache, wieviele sich Anime-Liebhaber, Otaku, Fanboy, Fan und was sonst nennen, aber dank des Internets und verbrecherischen Leuten, die Anime dort zur Verfügung stellen, schauen und keinen Cent zu ihrem Anime-Entertainment beisteuern, OBWOHL die Anime, die sie schauen größtenteils hierzulande lizenziert sind. Der moralische Ethos vieler Anime-Konsumenten ist völlig abhanden gekommen, und das macht mich traurig. Dass Anime-Konsumenten eine Randgruppe sind, kann ich nicht bestätigen. Ich finde, es gibt ziemlich viele. Ich kann mich als Anime-Liebhaber nur nicht mit denen identifizieren, geschweige denn habe ich das Gefühl, dazuzugehören.

Das liegt vor allem daran, dass man hier Comics und Zeichentrickfilme als "kindisch" abstempelt. Kinder lesen Comics für Kinder, manche Erwachsene lesen Comics für Erwachsene.
Aber im Alter von 10-18 Jahren, an die die meisten japanischen Comics gerichtet sind, versucht man, möglichst erwachsen zu sein und liest deshalb keine Comics in der Öffentlichkeit oder redet darüber, weil das "uncool" ist.

Bei japanischen Comics/Zeichentricks kommt noch dazu, dass die meisten dazu "Manga"/"Anime" sagen, was im Prinzip nichts anderes bedeutet. Manche verwenden noch mehr japanische Begriffe.
Aber wer das hört, denkt erstmal "Was will der mir zeigen? Muss ich dafür jetzt japanisch lernen oder irgendwelche unbekannten Wörter oder Nerdsprache? Darauf habe ich keinen Bock.", deswegen verbreitet sich das nicht so gut.
Zudem lässt die Google-Bildersuche einen glauben, "Manga" seien pervers.

Auch die Comicleser wollen oft nichts damit zu tun haben, weil es eben als "Manga" bezeichnet werden und nicht als "Comic", dabei bedeuten beide Begriffe so ziemlich das Gleiche.
Dabei denke ich, dass vielen davon bestimmte japanische Comics gefallen würden, in Japan gibt es ja Comics zu allen möglichen Themen und einige ähneln amerikanischen oder frankobelgischen Comics mehr als anderen japanischen Comics.
Die Unterteilung nach Herkunft anstatt nach Gattung (Aktion, Fantasie, Komik, Romanze, ...) ist also auch ein Problem.

 - (Anime, Manga, Japan)

Hier sind die Leute eher an ein "normales" Leben gewöhnt.. aber trotzdem gibt es viele Anime & Manga fans. Zwar nicht so viele, dass man jeden auf der Straße darauf ansprechen kann.. aber z.B. in einer Schulklasse sind auf jeden Fall mindestens 2 Personen, die sowas mögen. Und im Internet findet man auch ganz viele, auch wenn die verteilt in Deutschland leben. Auch auf Conventions kann man eine Menge Leute kennenlernen, die auf sowas stehen. Aber ich finde es auch besser so, wenn nicht die Überzahl so ist... denn für mich wäre es seltsam, es ist doch genau das tolle daran, wenn nicht jeder darauf steht sondern man zu einer kleinen Gruppe gehört die zusammen diese Interessen teilen. Die anderen mögen eben eher Serien oder Partys oder sonst was... und Anime & Manga kommt ja aus Japan. Deswegen mögen es da auch mehr Leute. Ist doch normal..

Haja, was ist schon Normal, alles ist besser als Normal zu sein ;) aber du hast Recht :) find es dann auch besser was besonderes zu sein mit so nem Fame für Mangas (ich mein die für Erwachsene) . Naja man könnte ja in Deutschland mit fussball Mangas anfangen *lach. da gabs ja vor urzeiten auch die Serie kickers (name schon entfallen) um es schmackhafter für die 10 - 18 jährigen zu machen. Die App pokemon Go hat ja auch voll den hype, ziemlich viele spielen das und es basiert ja auf ner zeichentrickserie.

Danke für deinen Beitrag ;)

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