Warum braucht ein Staat die Gewaltenteilung?

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9 Antworten

Der Staat braucht die Gewaltenteilung natürlich nicht. Ohne würde er sogar viel besser und effizienter funktionieren, aber der Bürger hätte keine Chancen mehr sich gegen den Staat zu wehren.

Ich bin der Staat. Du gehst mir auf die Nerven. Ich erlasse als Legislative ein Gesetz das besagt, die Verwendung der Nutzernamen Meandor und S20101997 ist bei Todesstrafe verboten. Dann verhafte ich Dich als Exekutive und lasse Dich hinrichten. Die Judikative hab ich abgeschafft, denn die brauche ich ja nicht. Ohne Gerichte lassen sich Gesetze viel besser ausführen. Achja, mich selber lasse ich natürlich nicht verhaften und hinrichten, warum auch. Ich bin doch die Exekutive. Ich kann mir selbst raussuchen, welche Gesetze ich einhalte und welche nicht.

Zusammenfassung: Legislative, Exekutive und Judikative

• Die Legislative steht dem Parlament zu. Sie berät über Gesetze und legt somit die Spielregeln für die Exekutive fest, die sie außerdem kontrolliert

• Die Exekutive führt die Gesetze im Namen des Staates aus. Sie umfasst Behörden und Verwaltungseinheiten

• Die Judikative ist Richtern anvertraut, die im Namen des Staates für die Rechtsprechung zuständig sind. Ihr Handlungsspielraum wird von den anderen beiden Gewalten vorgegeben

Beschäftigt man sich näher mit den drei Gewalten und ihren Aufgaben stellt man fest, dass sie sich nicht hundertprozentig trennen lassen. Diese Überschneidungen sind gewollt und verfassungsgemäß solange sie nicht in den Kernbereich einer anderen Gewalt übergreifen.

http://suite101.de/article/legislative-exekutive-judikative-a58026

Ziel der Gewaltenteilung: Verhinderung von Machtmonopolen, s. "Bauningenieur"

Die Gefahr wäre zu groß, dass die einzelnen Parteien nicht mit der gebotenen Neutralität und Sorgfalt ans Werke gingen. Wenn beispielsweise der Polizist, der vom Straftäter bei einer Festnahme verletzt worden wäre auch gleichzeitig der Richter wäre, der über die Höhe des Strafmaßes entscheidet, könnte man sich wohl ausmalen, wie das Strafmaß ausfällt. Das ist nur ein praktisches von vielen denkbaren Beispielen.

Man kann das mit Ja und auch mit Nein beantworten.

Die Legislative   das Parlament

Judikative           Die Rechtsprechung

Exekutive           Die Gesetze anwenden durchsetzen.

Natürlich sind die Übergänge von einem zum anderen fließend, das auch politisch so gewollt.

Die Gewaltenteilung verhindert die Machtmonopole (auch nur zum Teil)

Darüber kann man ein dickes Buch schreiben.

Ohne Gewaltenteilung ging vieles besser. Es bräuchte man für den Berl. Flugh. nur 2-3 Jahre. Für den Ausbau der B7 nicht 12-15 Jahre. Wenn während der NAZIzeit alles nach heutigen Regeln gebaut worden, hätte viele Bauten Autobahnen, KZ ,die Elbpf.  Stuttgart 21 währe lsnge fertig.  gar nicht gegeben.

Mit freundl. Gruß

Bley 1914

Die Gewaltenteilung in Deutschland ist nicht ganz das was sie sein sollte...

Zum Beispiel Überschneiden sich Judikative und Legislative, also Rechtsprechung und Gesetzgebung...

Der Grundgedanke ist einfach: Dadurch soll ein Machtmissbrauch durch einen einzelnen verhindert werden... Speziell für Deutschland Stichwort 1933-1945!

Jedoch ist das nicht der einzige Zweck. Zum beispiel gewährt diese Aufteilung die Unvoreingenommenheit der Gewalten untereinander. Das heißt das jede Gewalt einen Sachverhalt für sich selbst neu untersucht.

In der heutigen modernen Welt wird sogar von einer vierten Macht gesprochen, den Medien.

Die Medien mögen zwar kaum Einfluss aus die Judikative haben bzw nur wenig, jedoch sehr wohl auf die Exekutive und in extrem zu hohem Maße auf die Legislative... Stichwort Staatsaffären ...

Zusammenbrechen, das nicht. Aber wie schon das Wort Gewaltenteilung sagt, ist es auch eine "Machtteilung". Damit wird einer zentralisierten Machtposition entgegengewirkt. Sie verhindert diktatorische Machtpositionen und unterstützt somit eine gutfunktionierende Demokratie.

Wie schon gesagt wurde - die Bürger brauchen die Gewaltenteilung, um sich vor eine Machtmonopolisierung zu schützen.

Wir haben übrigens bei uns keine wirklich hundertprozentige Gewaltenteilung. So ist die Staatsanwaltschaft jeweils der Regierung unterstellt - sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene. D.h. die Regierung ist der Staatsanwaltschaft gegenüber per Gesetz weisungsbefugt.

woher hast du denn diesen unsinn. die staatsanwaltschaft gehört zu justiz und ist weisungsunabhängig.

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@Jakob1

Selbst wenn man sich auskennen würde, zeugte es von Kinderstube, den Ball flachzuhalten.

Oberster Dienstherr der Staatsanwaltschaft ist der Justizminister. Der Justizminister ist zugleich Regierungsmitglied. Der Rest ergibt sich aus § 146 GVG. Zu dieser Problematik gibt es auch genügend Material.

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Nein, nicht zusammenbrechen aber die Gewaltenteilung und vorallem die Gewaltenverschränkung verhindern Machtmonopole in der Politik. Was sonst passieren kann haben wir vor 80 jahren erlebt

nein würde er nicht meiner meinung nach, die gewaltenteilung ist unnötig.

Und dann? Dann macht eine Person die Gesetze (Legislative), führt sie aus (Exekutive) und fällt auch noch das Urteil (Judikative). Wie wär's, wenn Du wenigstens mal begründen würdest, wieso die Gewaltenteilunmg unnötig sein soll?

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