War die beste Zeit in Deutschland von 1933-2018?

11 Antworten

Während des 2. Weltkriegs ganz sicher nicht. Ebenso wenig in den Jahren unmittelbar danach, als Deutschland erst mal so richtig in Trümmern lag und es an den Wiederaufbau ging. Aber so ab den späten 50ern bis etwa zur Jahrtausendwende betrachte ich als die beste Zeit, die wir, zumindest in Westdeutschland, je hatten.

Am Anfang das Wirtschaftswunder, das zu zunehmendem Wohlstand führte. Der Trend setzte sich fort durch die 60er und 70er Jahre. Damals genügte ein Normalverdiener zur Ernährung der Familie und dennoch konnten sich viele ein Eigenheim leisten, jedes Jahr in den Urlaub fahren und den Kindern jeden Wunsch erfüllen. Man genoss viele Freiheiten, von denen man heute nur noch träumen kann, hatte weniger Stress, mehr Familiensinn, sichere Renten, und man war der Ansicht, dass sich die Dinge weiterhin zum Positiven entwickeln, sodass es die eigenen Kinder später noch besser haben werden als man selbst. Aber das war wohl ein Irrtum.

Irgendwann begann der Abwärtstrend, weil die Gier nach immer mehr, immer weiter und immer schneller einfach zu groß wurde. Erst schleichend und fast unmerklich, aber er setzte sich fort und führte uns an den Punkt, an dem wir heute sind: Unsicherer Arbeitsmarkt mit immer mehr befristeten Jobs, Leiharbeit, ein enormer Niedriglohnsektor, Hartz 4, Nullzinspolitik. Die Mittelschicht bricht langsam weg, es gibt immer weniger bezahlbaren Wohnraum, dafür eine zunehmende Kinder- und Altersarmut, Energie- und Spritkosten jenseits von Gut und Böse, und jetzt kann man sich dank rasant steigender Inflation bald kaum noch das Essen leisten.

Gut verdienende Politiker geben uns zynisch Energiespartipps, die die meisten von uns sowieso schon seit Jahren beherzigen, oder rufen uns auf zum "Frieren für den Frieden". Wohl wissend, dass sie selbst natürlich nie in die Verlegenheit geraten werden, im Winter in einer kalten Wohnung zu sitzen, sich den Strom nicht mehr leisten oder den Kühlschrank nicht mehr füllen zu können. Tipps für die Tonne sozusagen.

Noch in den 90ern hätte ich mir nicht träumen lassen, dass wir hier mal so einen derartigen Abstieg in Sachen Lebensqualität hinlegen würden wie er in den letzten 10 bis 20 Jahren stattgefunden hat und langsam auf seinen Tiefpunkt zusteuert. Aber man lernt eben nie aus.

Für Westdeutschland würde ich mal sagen die Zeit des Wirtschaftswunders. Also die 50er und 60er.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich habe einmal im Reichstag das WC benutzt

Abgesehen vom dritten Reich/zweiten Weltkrieg (inklusive der Zerstörung, Wiederaufbau und Besatzungszonen), Gefahr eines Atomkriegs jeder Zeit, andere Stellvertreter Kriege, Sonntagsfaheverbot, Missstände in der DDR, RAF.... war die Zeit in Ordnung.

Es gab den 2. WK und nach 1945 den Kalten Krieg.

Die 1970er.

Wo die Realwirtschaft noch an der Gesellschaft, an die Produktion gekoppelt war und die Löhne recht hoch waren.

Auch Zwangsheirat zwischen Demokratie und Kapitalismus gennant.

Was möchtest Du wissen?