War der Philosoph Arthur Schopenhauer ein Frauenfeind?

8 Antworten

Dass Schopenhauer die Frauen verachtete, zeigen die oben angeführten Zitate zur Genüge. Warum urteilte dieser bedeutende Philosoph, der sonst alle Erscheinungen der Welt treffend, sachlich und vorurteilsfrei beschrieb, so ungerecht über die Frauen, warum verallgemeinerte er, obwohl er doch wissen müsste, dass Frauen zwar so sein können, wie er sie hämisch abwertend charakterisierte, andererseits aber auch viele von ihnen auf hohem geistigen und sittlichen Niveau stehen, dass die besten Dichter und Philosophen sie in höchsten Tönen lobten (Shakespeare, Goethe, Schiller; Nietzsche, Fichte). Nun, Schopenhauer war eben kein perfektes Individuum, er hatte wie jeder von uns menschliche Schwächen. Schon an seinen äußerst ungerechten Urteilen über Hegel können wir das deutlich erkennen. Der Grund für seine Verachtung für die Frauen ist m.E. aus der Zeit zu verstehen, in der Sch. lebte. Es war die Zeit der Romantik, als er sein Hauptwerk verfasste. Die romantischen Dichter sahen im Philister (heute sagen wir: Spießer) ihren Hauptfeind. Diesen Hass auf die Philister hatte sich auch Schopenhauer zu eigen gemacht, und er hatte wohl aufgrund eigener Erlebnisse beobachtet, dass die Frauen, wie er sagte, die geborenen Philister sind. Sie locken den Mann mit Hilfe ihrer weiblichen Reize (heute heißt es: Sex) in die Ehe und verführen ihn zu einem philiströsen Dasein, d.h. sie stacheln alle unedlen Antriebe in ihm an, sodass er ein richtiger Philister- und Weiberheld wird. Salopp gesprochen hat er dann nur noch Sinn für „viel Kohle machen“, „schicke Urlaube verbringen“, „auf von der Ehefrau organisierten Partys gepflegt quatschen“, „Karriere (auf rein materieller Basis) machen“ u.a.m., was so einen Philister noch an unedlen Eigenschaften auszeichnet. So ein Mann ist für höhere edle Ziele, nach denen er nach Sch.’s Ansicht streben sollte und für die er durchaus die Fähigkeit besitzt, auf immer verloren. Dafür hasste Sch. die Frauen. Er meinte wohl, alle wären solche typischen Philister. Ich persönlich würde – nach meinen Beobachtungen – sagen: Tatsächlich, es gibt viele Frauen, die richtige „Philister“ sind, ja, sie müssen solche Philister sein, schließlich müssen sie ihren Kindern ein schönes, gemütliches und geborgenes „Philister-Zuhause“ geben! Aber, wie gesagt, es gibt auch andere; z.B. „Das vollkommene Weib ist ein höherer Typus Mensch als der vollkommene Mann“ (Nietzsche) oder: „Die Frau ist von Natur aus vernünftig, während der Mann sich erst vernünftig machen muss (Fichte).“

Es gibt über dieses Thema einen recht ausführlichen Aufsatz, der meiner Meinung nach alle Aspekte und Erkenntnisse, die über A. Schopenhauer im Laufe der Zeit gewonnen werden konnten, berücksichtigt und somit das doch recht verbreitete Bild von ihm als Frauenhasser etwas zurechtrückt. Ich gehöre ja nun selber diesem niedrig gewachsenen, schmalschultrigen, breithüftigen und kurzbeinigen Geschlecht an, kann jedoch an den Ausführungen Schopenhauers nicht mehr oder weniger Frauenfeindliches erkennen, als es sowohl zur damaligen Zeit noch üblich war wie zur heutigen Zeit überall zu finden ist. Wer sich also für den Aufsatz interessiert und etwas Zeit übrig hat:

http://www.schopenhauer.philosophie.uni-mainz.de/Aufsaetze_Jahrbuch/58_1977/Ang.%20H%C3%BCbscher.pdf

Die meisten Philosophen sind nicht eben bekannt für Ihr unproblematisches Verhältnis zu Frauen. (www.gedankenpflug.de) Aber 'Feind' ist dann vielleicht doch ein bisschen zu hart.

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