Wann kommt ein Atom diatomar vor?

4 Antworten

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Wann kommt ein Atom diatomar vor?

Gar nicht. Elemente können als diatomare Moleküle vorkommen. Ausnahmslos alle Elemente der 1. (Wasserstoff-), 13. (Bor-) und 17. (Halogene) Gruppe kommen diatomar mit einer Bindungsordnung 1, die Elemente der 14. (Kohlenstoff-) und 16. (Sauerstoff-) Gruppe kommen diatomar mit einer Bindungsordnung 2 und die der 15. (Stickstoff-) Gruppe kommen diatomar mit einer Bindungsordnung 3 vor. Die Elemente der 2. (Beryllium-) und 18. (Edelgase) Gruppe können nicht als diatomare Moleküle vorkommen. Bei den Elementen der 3. -12. Gruppe (ehemals Nebengruppenelemente) kommt es auf den konkreten Stoff an, dazu gibt es keine pauschalen Regeln.

Nichtmetalle erreichen die volle Valenzschale ("Oktett"), indem sie sich zu Molekülen zusammentun. Dabei rechnen sie die Bindungselektronenpaare jeweils komplett zu ihrer Valenzschale und erreichen damit die Zahl 8 (bei Wasserstoff: 2).

Im einfachsten Fall geht das, wenn Halogene bzw. Wasserstoff eine Einfachbindung bilden, wodurch sie ihr fehlendes Elektron "auffüllen". Bei Elementen der 6. Gruppe fehlen zwei, daher brauchen sie eine Doppelbindung. Bei Elementen der 5. Gruppe braucht man eine Dreifachbindung. Da es keine Vierfachbindungen gibt, können Elemente der 4. Gruppe keine zweiatomigen Moleküle bilden.

Nicht alle Nichtmetalle tun das auch. Zweiatomig kommen die Elemente H, O, N, Cl, Br, I, F vor. man merkt sich entweder das Wort "HONClBrIF" oder "HNO und die Halogene".

Edelgase haben keine Veranlassung, Moleküle zu bilden, da sie eh ihre Valenzschale voll haben.

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Da es keine Vierfachbindungen gibt, können Elemente der 4. Gruppe keine zweiatomigen Moleküle bilden.

Du meinst die 14. Gruppe, ehemals Hauptgruppe IV. Und selbstverständlich können die diatomare Moleküle bilden, allerdings mit einer Bindungsordnung 2. Das MO-Diagramm findest Du z. B. unter http://www.meta-synthesis.com/webbook/39_diatomics/diatomics.html.

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@cg1967

Das ist zwar von akademischem Interesse, für den Schüler, der gerade mal die Grundprinzipien der Oktetvervollständigung versteht, aber nicht hilfreich. Im Chemieunterricht behandelt man Verbindungen, die unter Normalbedingungen üblich, stabil, verständlich und gebräuchlich sind. Das nennt man didaktische Reduktion, und sie ist legitim. Ich verschweige auch, dass Ionen im Wasser als Aquakomplexe vorliegen, dass es eine Entropie gibt usw.

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@botanicus

Das ist zwar von akademischem Interesse, für den Schüler, der gerade mal die Grundprinzipien der Oktetvervollständigung versteht, aber nicht hilfreich.

Hm.

Im Chemieunterricht behandelt man Verbindungen, die unter Normalbedingungen üblich, stabil, verständlich und gebräuchlich sind.

Sowas wie K₂O aus der Verbrennung von K an Luft?

Das nennt man didaktische Reduktion,

Der Stammtisch nennt dies einen faulen Lehrer.

und sie ist legitim.

Wann? Im Beispiel des Fragestellers (falls Deine Vermutung, er erlerne das Schalenmodell, zutrifft) könnte der Lehrer an diesen Beispielen auch die Grenzen eines Modells aufzeigen (und müßte nicht zweimal die Schüler anlügen (es gibt kein C₂, es gibt keine Vierfachbindung). Was machst Du, falls einer Deiner Schüler Vierfachbindung bei wikipedia eingibt und Dich mit dem Resultat konfrontriert?

Ich verschweige auch, dass Ionen im Wasser als Aquakomplexe vorliegen, dass es eine Entropie gibt usw.

Uups. An welcher Schulform unterrichtest Du?

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@cg1967

Ich unterrichte an einem Gymnasium, seit 16 Jahren. In Bayern. Mag sein, dass der Stammtisch anders urteilt, aber das sorgfältige Auswählen, welche Inhalte wann geeignet sind, in welcher Reihenfolge Verständnis zu erwecken, erfordert mehr Aufwand, als einfach sein Fachwissen hinzuknallen. Schüler, die mehr wissen wollen, die auch mehr verstehen können, gibt es immer, aber die bekommen individuelle Antworten, nach der Stunde. Schüler, die durch Besserwisser (Nachhilfelehrer, Eltern, auch andere Kollegen) von überkorrekten Fakten verwirrt nichts, aber auch gar nichts mehr verstehen, habe ich genug - die produziere sie nach Möglichkeit nicht auch noch selber.

Und ich habe Erfolg.

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@botanicus

Ich unterrichte an einem Gymnasium, seit 16 Jahren. In Bayern.

Dann sind wir in einer Altersgruppe.

Mag sein, dass der Stammtisch anders urteilt,

Nach 2 Tagen nachdenken: Der Stammtisch meint vermutlich: Wozu muß der Schüler überhaupt Chemie lernen. :-(

aber das sorgfältige Auswählen, welche Inhalte wann geeignet sind, in welcher Reihenfolge Verständnis zu erwecken, erfordert mehr Aufwand, als einfach sein Fachwissen hinzuknallen.

Unbestritten. Dafür sind die Lehrer da.

Schüler, die mehr wissen wollen, die auch mehr verstehen können, gibt es immer, aber die bekommen individuelle Antworten, nach der Stunde.

Immer? Du behandelst die Edelgasregel anhand von CO₂, ein Schüler fragt Dich, wie es bei CO aussieht. Was antwortest Du?

Schüler, die durch Besserwisser (Nachhilfelehrer, Eltern, auch andere Kollegen) von überkorrekten Fakten verwirrt nichts, aber auch gar nichts mehr verstehen, habe ich genug - die produziere sie nach Möglichkeit nicht auch noch selber.

Auch wenn ich (Besserwisser) diesen Satz erstmal deuten muß ("die produziere ich nach Möglichkeit nicht" ist meine Deutung): Was empfiehlst Du Eltern, deren Kinder wißbegierig sind? Sollen diese ihren Kindern nicht ihr Wissen vermitteln? Sollen Eltern, welche die Möglichkeit haben, keine Versuche mit Kindern machen, welche in der Schule verboten sind (z. B. Kaliumdichromat + Wasserstoffperoxid, ausschütteln mit Diethylether)? In der Grundschule sagten uns Eltern die Lehrer: Bitte keine Nachhilfe beim Schreibenlernen (zwei Kinder an der Grundschule, alle Kinder der Klassen erlenten das Schreiben in der versprochenen Zeit). Hältst Du dies auch am Gymnasium für gerechtfertigt?

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