Wann geht man zum Psychologen, wann zum Psychiater?

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12 Antworten

Psychiater sind hier in Deutschland leider nichts anderes als "Gehirnchemiker" zuständig für die Pillenverteilung. Neuroleptika bei Psychosen, antidepressiva bei Depressionen usw. Obwohl viele von Ihnen auch Psychotherapie und Tiefenpsychologie anbieten, ist den meisten die Seele des Menschen schon seit Jahrzehnten abhandengekommen. Ich habe festgestellt: Je pompöser das Praxis-Schild umso unbedarfter der Psychiater. Schuld daran ist aber auch das deutsche Gesundheitsystem, das Psychiater zum Akkordarbeiter degradiert und somit zum Pillenverteiler macht. Ein Psychiater hat ungefähr 5 Minuten Zeit für jeden Patient; zu wenig für ein vernünftiges Gespräch. Aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen. Wenn die Seele leidet ist man aber besser bei einem Therapeuten (meistens ein Psychologe der sich weitergebildet hat, kann aber auch ein Arzt mit Therap.Weiterbildung sein)oder Psychologen aufgehoben. Ein Therapeut oder Psychologe hat ganz andere Arbeitsbedingungen als ein Psychiater. Eine Therapeutische-Stunde sind 45 Minuten.

a.) Der Psychiater ist ein Fachmann für schwere Geisteskrankheiten und deren medizinisch-psychiatrische Behandlung. Die Ausbildung ist ein Medizinstudium sowie eine spezialärztliche Weiterbildung in psychiatrischen Institutionen. Ein Psychiater ist ein Arzt, der sich mit der Diagnose, Therapie und Prävention psychischer Krankheiten beschäftigt. Seine Aufgabe ist es, Diagnosen zu stellen, körperliche und apparative und sogar z.T. invasive Untersuchungen (z.B. Lumbalpunktion) durchzuführen und medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien anzuordnen. In der Forensik kann er als Gutachter wirken.

b.) Der/die PsychotherapeutIn ist eine Fachperson, welche seelisch leidende und kranke Menschen behandeln kann. Die Ausbildung besteht aus einem Hochschulstudium in einer Humanwissenschaft (meist Psychologie oder Medizin) und der eigentlichen psychotherapeutischen Spezialausbildung in mindestens einer wissenschaftlich anerkannten, bewährten Therapiemethode. Die Basis ist Psychiater oder ein Psychologe.

c.) Der Psychologe ist ein Fachmann, der gesunde Menschen beurteilen und beraten kann. Die Ausbildung besteht aus einem Hochschulstudium in Psychologie. Er ist eigentlich eher Wissenschafler. Ein Psychologe/ eine Psychologin hat Psychologie studiert, das ist etwas anderes als Medizin. Der Psychologe darf keine klinischen oder invasiven Untersuchungen anordnen,durchführen und/oder befunden und keine Medikamente verschreiben. Seine Aufgabe ist es, Testungen der Kognition oder z.B. auf Demenz durchzuführen und (ganz wichtig) die Gesprächs- und Verhaltenstherapie.

Der Psychologe ist nicht berechtigt Gesprächs- oder Verhaltenstherapien durchzuführen. Dazu ist immer eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (sowohl für Mediziner als auch Psychologen) notwendig

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@Perlentaucherin

Mal abgesehen davon, dass praktisch jeder Psychologe auch psychotherpeutische Zusatzausbildungen hat, IST das Gespräch eine der wichtigsten Diagnose-Basis.

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@JoeWied

Es ging ihm aber um die Therapie, nicht um die Diagnostik.

Und ein Psychologe darf zwar diagnostizieren, nicht aber gesprächstherapieren.

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@mcbep

Doch weil kein vernünftiger Psychologe es mit dem Hochschulstudium belässt und die 3-Jähreige Zusatzausbildung macht. Eigentlich müsste man sich dann Psychologe Psychotherapeut nennen, was die meisten aber nciht tun.

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Hi! Zum Psychologen geht man, wenn man eine Gesprächstherapie machen möchte. Der Psychologe darf keine Medikamente verschreiben. Zum Psychiater geht man, wenn man an Depressionen oder anderen Erkrankungen der Psyche leidet. Der Psychiater ist ein Facharzt und darf natürlich auch Medikamente verschreiben. Liebe Grüße Andy!

Generell können Ärzte und Psychologen als Psychotherapeuten arbeiten, sofern sie eine zusätzliche Ausbildung haben. Schwere psychische Erkrankungen, die Medikamention erfordern (z.B. Schizophrenie) werden von Psychiatern behandelt.

Häufig sind Psychiater aber auch Psychotherapeuten.

hey, sie wollte den Unterschied von Psychiatern und Psychologen wissen.

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der psychologe macht zb eine psychoanalyse oder schlägt dir eine verhaltens-oder konfrontationstherapie vor.das ergebnis ist von deiner mitarbeit abhängig.

Das ist bei jeder Behandlung und Therapie so. :-)

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Das ist so nicht ganz richtig, denn der Psychologe schlägt nicht wirklich was vor, sondern ist in einer der Therapierichtungen ausgebildet.

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Psychologen kümmern sich um Menschen mit seelischen Problemen wie zB: Depressionen. Psychiater dagegen, um Menschen die so psychisch krank sind, dass sie schon meist in Nervenheilanstalten untergebracht sind.

Das stimmt nicht so ganz. Schau dir lieber die verwandte Fragen an.

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Depressionen sind eindeutig erst mal als psychische Krankheit nach ICD-10 klassifiziert und werden von Psychiatern behandelt. Zusätzlich kann eine Psychotherapie in form von Gesprächstherapie erfolgen, aber dies sollte nicht die einzige Therapieform sein, sondern immer in Kombination gegeben werden mit medikamentöser Therapie, nach Möglichkeit auch zusammen mit weiteren Formen, z.B. Musiktherapie, Kommunikativer Bewegungstherapie, Rollenspiel, etc. - Diese verordnet ein Arzt, ein Psychiater eben. Ein Psychologe darf nicht verordnen und durfte bis anfang der 2000er Jahre nicht mal selbständig therapeutisch tätig werden, sondern es bedurfte damals noch der Überweisung durch einen Psychiater.

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Ich hatte vor 3 Wochen einen Autounfall mit Todesfolge. Und zwar hatte ich auf einer Landstraße gewendet und der Autofahrer hinter mir hat mich nicht gesehen, ist mir vorne ins Auto gefahren u. dann gegen einen Baum. Bin zwar in Behandlung aber ich fühle nichts .Mir kommt es vor als ob es mich gar nicht betrifft. Das kann doch nicht normal sein oder?

der psychologe kümmert sich und seelische problemen, kann die quasi den kummer nehmen und der psychiater behandelt dich wenn du bescheinigt seelisch krank bist (paranoid)

also entschuldige mal

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bei bewiesenen psychischen Erkrankungen,würde ich den Psychiater empfehlen ,weil er Medizin studiert hat und Medikamente verordnen kann.

Obwohl ich schon oft in Therapeutischer Behandlung war, muß ich gestehen, das ich den Unterschied nicht weiß.

Schau dir bitte die Verwandte Fragen an. Es wurde schon früher sehr gut erklärt.

Schau am besten mal hier:

http://www.bdp-verband.org/psychologie/psytherapie.shtml

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