Wandausschnitt in tragende Stahlbetonwand

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Wenn der Beton von normaler Qualität ist, d.h. gegossen mit Transportbeton und fachmännisch verdichtet, sollte das kein Problem sein. Wenn man beim Einschalen solch einer Wand direkt eine Öffnung dieser Grösse aussparren würde, würde man dort auch statisch nichts verstärken.

Die mit dem Detektor gemessenen 35-40cm Abstand der Bewehrung scheint mir allerdings sehr weit zu sein. Im Normalfall würde man mit Baustahlmatten bewehren, dort wäre der Stahlabstand nicht mehr als 20cm.

Ein Statiker kann eigentlich auch nur Vermutungen anstellen. Man sollte das beim Öffnen begutchten und dann entscheiden. Erst mit einer Öffnung von 30 x 30 cm beginnen. Rationell betrachtet, würde man so eine Öffnung schneiden lassen. Da gibt es Spezialfirmen für. Einfach mal danach googeln und eine telefonische Anfrage. Die machen solche Arbeiten jeden Tag und können vorab schon einiges entscheiden..

Das Baujahr der Wand ist wohl am wichtigsten. Eine bauzeichnung würde sehr helfen. Bei nicht so hochwertigen Beton (und wenn tatsächlich der Bewehrungsabstand so gross ist) wäre eine Alternative zwei Öffnungen von jeweils 50 x 70 oder sogar 50 x 80cm. Dann ist man auf der sicheren Seite.

der Fachmann kann vor Ort sehr sicher klären ob der Beton von guter Qualität ist, in dem er mit einem Stemmhammer 2 minuten den Beton aufmeiselt.

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Wenn man eine Wand um 1/3 Ihrer breite schwächt braucht man keine Verstärkung? Wenn man eine 1,4 m breite Öffnung in eine Wand macht (merklich größer als eine normale Wohnraumtür..) dann baut man keine Stürze ein?

Nur weil in TV-Quatsch-Heimwerkersendungen Leute einfach Riesenlöcher in ihre Wände stemmen ist das längst nicht richtig!

Immerhin sind die Baustoffe oft klüger als Ihre Nutzer -.-

Gemeingefährlich solche "Tips" und das von einem Betonbaumeister der eigentlich Fachmann sein soll.

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@Jackie251

In der Praxis werden oft nachträglich Öffnungen in Betonwände geschnitten. Wenn der Beton die Güte hat, ist das kein Problem. "Verstärkungen" nachträglich einbauen geht sowiso nicht. STÜRZE IN DIE BETONWAND ???

Ich überlege mir sehr wohl, was ich hier schreibe. Ist (fast) immer von mir persönlich so schon gemacht worden - mit Wissen/Einbeziehung von Bauingeneuren.

Wenn diese Seiten das Niveau von irgendwelchen TV Renovierungs Soaps bekommen sollte, dann hauptsächlich deshalb, weil hier viele Laien Halbwissen planlos durcheinander wirbeln. Z.B. weil sie nicht den Unterschied kennen einer Stahlbetonwand und einer gemauerten tragenden Wand. Und noch den Oberlehrer spielen wollen. ts ts ts Wobei in meiner Antwort ausdrücklich steht das es ein Fachmann begutachten muss, bevor irgendwas gemacht wird.

Und eine Antwort, in der nur auf einen Statiker hingewiesen wird, dient wohl dazu, das eigene Punktokonto zu erhöhen.

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@janfred1401

tja nun, ich zumindest sammle keine Punkte da ich hier nur ein kommentar und keine antwort gegeben habe. Kommentare geben keine Punkte.

Was die Selbstdarstellung angeht, Der häufige verweis der Fachleute auf einen Statiker ist für außenstehende selbstverständlich erschreckend. Wenn schon ein Baufacharbeiter Tips geben kann, sollte jemand mit jahrelanger Planungserfahrung doch solche Fragen leicht beantworten können.... Wenn jemand das dann nicht macht sondern auf den (zu bezahlenden) Statiker verweist, sieht das leicht aus wie Akquise.

Aber das ist es nicht. Hier als Fachmann tips zu geben hat rechtliche Konsequenzen. Ein Beipspiel: du stütz heute auf dem bau, sonntag hast du kopfweh.. Du rufst einen Kumpel an, der sagt "mensch leg dich ins bett und nimm ne Kopfschmerztablette". Montag stirbst du an nicht erkannten inneren blutungen. Dein kumpel hat nix falsch gemacht er hat nur einen gut gemeinten Rat gegeben wollte nur helfen. Wenn du aber sonntags deinen hausarzt anrufst und der dir den rat gibt, hat er ein großes Problem. Er ist Fachmann und wusste das er keine fachliche korrekte diagnose stellen kann ohne weitere Untersuchungen. Als Fachmann darf er nicht mal so ins blaue raten! Und darum wird ein Arzt dir eben keinen schnellen Rat am Telefon geben, sondern erwarten das du in die Praxis kommst oder eben einen Hausbesuch machen. Auch wenn das bedeutet das er als Fachmann eine wesentlich aufwändigere Lösung hat als der Laie.

Ansosnten bin ich wirklich unschlüssig ob wir oft einfach aneinander vorbeireden, oder tatsächlich derart unterschiedliche Standards am Bau haben. Fertigteilplattenbausanierungen laufen seit Jahrenzehnten, da werden häufig zusätzlichliche Türen eingebaut oder Räume zusammengelegt. Das System war ja aber ursprünglich bereits optimiert (=hoch ausgenutzte Baustoffe). Der Einbau von Verstärkungen also notwendigerweise Standard. Und da haben sind StahlRahmen für Öffnungen oder eingeschlizte GFK Lamellen für Biegequerschnitte lange technischer KnowHow. Keine Ahnung warum du sagt man könne nichts verstärken.

Und für mich als Statiker ist weniger interessant wie ein Bauteil aussieht, als vielmehr was es kann. "Sturz" ist ein Bauteil welches die Lasten über der Öffnung auf die Seiten trägt. Im Mauerwerksbau ist das sinnigerweise ein extra Bauteil, weil Mauwerkt alleine schwerlich die nötige Zugfestigkeit bietet. Im Stahlbetonbau, kann ich den Stutz natürlich gleich mittels Bewehrungsführung/Zulagen in die Wand bringen, nach dem Betonnieren sieht man ihn nicht mehr aber er ist da. Genauso wie gemauerte Wände stürze haben, auch wenn man die nach dem Verputzen nicht mehr sehen kann.

Von daher "STÜRZE IN DIE BETONWAND ???" ähm, ja aber natürlich oder wo machen wir die Lasten fest? Siemens-Lufthaken?

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Ein Statiker kann dir hier weiterhelfen. Es kommt bei der Öffnung weniger auf die Höhe, sondern auf die Breite der Öffnung an.

Hallo,

wenn es eine tragende Wand ist, so ist die Breite des Ausschnittes deutlich wichtiger als die höhe. Das solltest Du auf jeden Fall von einem Architekten oder Statiker vor Ort beurteilen lassen. Mehr kann man leider ohne Gesamtbild und Kenntnis der Wandstruktur nicht per Fernanalyse raten.

mfg

Parhalia

DAnke für die schnelle Antwort. Der Beton/die Wand ist 25 cm dick

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@sunny47

Ich kann mangels konkreter Fachkunde aber leider nur empfehlen, das einen Fachmann vor Ort beurteilen zu lassen. ( Architekt oder Statiker )

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@sunny47

Es ist Stahlbeton. Die Stahlträger sind nach unserer Detektor Messung ca alle 35-40 cm angeordnet. Dazwischen massiver Beton,ca. 25 cm dick.

Es wäre theoretisch auch möglich, den Beton zwischen 2 Trägern auf einer Höhe "X" zu entfernen. Es geht darum, dass ein bisschen Tageslicht in den Nebenraum fällt. ..

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@sunny47

Problem bleibt insbesondere die vertikale Lastableitung der gesamten Struktur. Und da kann und möchte ich als Laie dem Fachmnn vor Ort nicht in sein bedeutendes Urteil reinreden. Dann wird sich für Dich auf jeden Fall sicher zeigen, ob der Handwerker mit seinem Urteil richtig lag.

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