Waldkindergarten, Vor- und Nachteile?

15 Antworten

Ein Waldkindergarten bietet eigentlich nur Vorteile. Die Kinder beschäftigen sich intensiev mit der Natur. Sie sind viel an der frischen luft. Und sie werden abgehärtet eben dadurch. Sie sind weniger krank. Wichtig ist dur das bei zu schlechtem Wetter wie Gewitter Orkan Hagel oder so eine Hütte oder ähnliches bereitsteht, das ist aber eigentlich Standard. Und lass dich nicht durch Meinungen verunsichern wie das die Kinder dort keine Mögllichkeit haben "schreiben" zu lernen weil sie nicht mit Stiften umgehen. Erstens macht man das ja auch zu Hause und zweitens ist erwiesen das die Kinder die schon etwas schreiben können in der Schule keineswegs Vorteile haben bzw der Vorsprung schon nach wenigen Wochen aufgebraucht ist. Lernen kann man auch in der freien Natur. Da werden hat Tannenzapfen statt Bauklötzer gezählt. Und sogar Buchstaben kann man aus Ästen legen. Der einzige Nachteil ist das die Waldkindergärten nur bis ungefähr 12 Uhr gehen - schlecht für Alleinerziehende oder Berufstätige

Auch wenn diese Antwort evtl. 4 Jahre zu spät kommt.... für den ein oder anderen mag es noch nutzen: Gerade das Turnen und Bewegen draußen ist wesentlich für bestimmte Abläufe im Gehirn, die ebenso auch in der Rechtschreibung und im Rechnen wichtig sind. Viele LRS oder Discal-Kinder könnten/können sogar mit mehr gezielter Bewegung therapiert werden. Ein Waldkindergarten mag ja weniger basteln und schneiden - aber das "klettern" durch den Wald bildet das Gehirn in ganz anderen - heutzutage - viel wichtigeren Gebieten: dem des veknüpften Denkens und der logischen Abläufe/regelhaften Strukturen. Bei uns ist der WaKiGa nur vormittags und am Nachmittag sind sie in der Kita, sodass da immer noch genügend Platz ist für die Feinmotorik! - Lasst die Kinder mal ein wenig toben: das bringt mehr als dieses leistungsorientierte "wohin nur/was nur" Grüße

Kenne ein Kind das einen normalen kindergarten und einen "Wald-Kindergarten" besuchte. Es meinte hernach, es hätte nur im Wald-Kindergarten gespielt. Meinte damit, Spielen = im Freien. Hab nur gutes darüber gehört. Ist allerdings nichts für Etepetäte-Eltern die meinen, ihr Kind müsse schon im Schnulleralter lesen können. Das Spielen bildet den "Phantasiemuskel" aus, fördert die Kreativität die später bestens eingesetzt werden kann. Es kommt darauf an, was am Ende der Schulzeit heraus kommt und nicht in frühen Jahren!!!

Ich muss mich meinen VorrednerInnen anschließen. Ein besseres Konzept als den Waldkindergarten gibt es nicht!! Meine beiden Jungs sind / waren dort. Was allein das Naturerlebnis, die Erfahrung des Jahresablaufs, die Beschäftigung mit Tier und Umwelt in den Kindern vertiefend festigt, wird durch die begleitende Umweltpädagogik gestärkt. Zusätzlich sind die Kinder nachweislich sozialer, da sie mehr auf gegenseitige Unterstützung beim Klettern, Bauen etc. angewiesen sind. Natürlich kommt es auch auf die Persönlichkeit der Erzieherinnen an, aber das ist ja überall so. Die Fragen nach der schulischen Vorbereitung beschäftigen natürlich alle Eltern. Aber: zuerst kommt die Grobmotorik, die Feinmotorik entwickelt sich entsprechend danach. Gemalt und geschnitten und geklebt wird auch dort und das Tolle ist: es gibt keine Vorlagen, sondern es wird frei gearbeitet und ganz viel mit den Naturmaterialien, die sich im Wald so finden. Kreativer geht es nicht. Kein Gemeindekindergarten, kein Waldorf, kein Montessori kann da mithalten. Und das Konzentrieren und Stillsitzen in der Schule fällt den Kindern auch leichter, wenn sie in der Phase des größten Bewegungsdrangs, nämlich zwischen 3 und 6, dem auch am meisten nachgehen können. Der einzige echte Nachteil sind die Zecken und die Boreliose-Gefahr. Da muss man wirklich gut gucken. Aber auch das geht. Ich wünsche viel Freude an Eurem Kind und eine gute Entscheidung.

Am schönsten für die Kinder, ist es wahrscheinlich wenn sie beides haben. Bei uns gehen die Kids einmal in der woche einen ganzen Tag bei jedem Wetter in den Wald. Den Rest der Woche haben sie ganz normalen Kindergarten. Doch weiss ich halt nicht so genau, wie es in Deutschland ist, wir kommen aus der Schweiz. Ich glaube, die Frage ob man dein Kind in einen Waldkindergarten schicken soll, kannst nur Du beantworten. Es kommt ganz auf den Typ Eltern und Kind an... Gesund ist es bestimmt, doch möchte ich meinem Kind dies nicht jeden Tag zumuten. Doch auch da gibt es ganz unterschiedliche Kinder. Ich hoffe du findest für dich und dein Kind die beste Lösung, viel Glück!

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