Verrotten Spinnennetze eigentlich?

3 Antworten

Spinnennetze verrotten nur, wenn sie mit Feuchtigkeit kontaminiert werden und somit ein Lebensraum für Bakterien geschaffen wird. Ansonsten sind sie unverrottbar und deshalb verwendet man Spinnenfäden auch heute in Zielfernrohren (Fadenkreuz) da sie, gemessen an ihrer Dicke, die stabilsten Fäden der Welt sind.

Ja aber sehr sehr langsam bei günstigen Bedingungen fast gar nicht. Die Spinnenseide besteht zwar wie manche Lebensmittel aus fast reinem Protein aber hat ein chemisches "Konservierungssystem": Es besteht im Wesentlichen aus drei Stoffen. Hygroskopisches Pyrrolidin im Faden sorgt dafür, daß er nicht austrocknet. Dieser Wassergehalt ist wichtig für die Funktion der folgenden Salze: Kaliumhydrogenphosphat sorgt für ein saures Milieu (PH Wert um die 4), in dem sich Fäulnisbakterien und Schimmelpilze nicht entwickeln können. Kaliumnitrat sorgt dafür, daß die Spinnenseide im sauren Milieu nicht ausflockt.

Wem Phosphat und Nitrat bekannt vorkommen: Man benutzt sie in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsstoffe.

Digger richtiger schlauberger

#Klugscheißer

<3

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Als Beispiel Wohnzimmer: Dort sieht man Spinnenfäden erst dann, wenn diese gar nicht mehr von einer Spinne benutzt werden, denn erst dann lagert sich darauf Staub ab und man bekommt sie zu Geischt. In der Natur, Wald, Wieder, Acker, werden Spinnweben durch Regen, Sonne oder Schnee zerstört und durch Mikrorganismen abgebaut. Diese fehlen aber im Keller, Dachböden oder in der Wohnung, wenn keine ausreichende Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. Zudem setzen sich auf verlassene Spinnweben auch Schadstoffe ab, wie evtl Nikotin, Feinstaub durch Auto und LKW Abgase usw, somit fressen diese Fäden nicht mal Silberfischchen oder Milben. Zuletzt hängen solche Fäden ja in der Luft, und sind nur seitlich an der Wand verankert. Würden sie am Boden liegen, zersetzen sie sich dann auch durch Bakterien usw.

Gruß Wolf

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