Verändert sich mein Kater, wenn ich eine zweite Katze ins Haus hole?

8 Antworten

Er wird sich wahrscheinlich verändern. Aber nicht zum schlechten! Mein Großer war auch das 1 Jahr allein und zeigte Verhaltensstörungen...beissen und kratzen ohne Grund, die Wände hochgehen....es stellte sich heraus das er einfach nur Gesellschaft haben wollte! Kaum war sein Kumpel da, war Schluss mit den üblen Scherzchen!

Die erste Zeit wird er wohl etwas beleidigt sein, aber er wird schnell feststellen das ein Kollege mit dem man diese Spielchen machen kann supertoll ist!

Machs ruhig, du wirst sehen das er dann viel netter zu dir sein wird!

Ich hab jetzt übrigens 3 Kater...sind ein tolles Rudel geworden und ich krieg auch noch genug Aufmerksamkeit und Liebe von denen. ^^

Ja mit den Wänden kann ich auch bestätigen und unser Essen schmeckt ihm auch immer sehr gut.. Aber wenn es mit 3 geklappt hat wieso sollte es denn bei meinem nicht klappen :)
Vielen Dank für die Antwort :)

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Das wird er definitiv beiseite legen. Immerhin sind Sockengeschmeiße und Fußangriffe quasi die Ventilablasser seines Raufdrangs - wenn eher ungeeignete ;-) Sobald ein passendes Gegenstück da ist, ändert sich das - mehr noch: Sie würden sich wahrscheinlich gar ergänzen, so dass einer vom anderen gut hätte und ihr dann „nur“ noch die Kuschelpole seid.

Eine gute Wahl übrigens, dass ihr einen Kater aufnehmt! Begründung: Die Spielsprache, die gleichgeschlechtliche Katzen sprechen, ähnelt einander mehr. Wichtig auch zu wissen: Kätzinnen sind stärker objektorientiert (d. h. mehr interessiert am jeweiligen Spielzeug) als Kater, die ihre Kräfte lieber an Artgenossen messen (weshalb Raufereien wohl immer etwas an der Tagesordnung sein werden). Bei Katzen gilt in der Hinsicht nämlich am ehesten "Gleich und Gleich gesellt sich gern". Interessant ist in diesem Zusammenhang folgender Artikel: http://haustierwir.blogspot.de/2011/06/katzen-kater.html.

Merket bitte: Je ähnlicher die Tiere desto schneller und erfolgreicher die Vergesellschaftung!

Wichtige Eckdaten zur Vergesellschaftung:

  • Bitte keine vorschnelle Aufgabe! Sie kann ein wochen- bzw. monatelanger Prozess sein, denn jedes Tier muss seinen neuen Platz erst finden, auch euer jetziger Kater! Viel verarbeiten müsste ebenso der neue: fremde Umgebung, fremde Geräusche, fremde Gerüche, fremde Menschen und fremder Kater. Obendrein käme die zu verarbeitende Trennung von Muttertier und Wurf hinzu. Stressreaktionen wie Fauchen und kleine Kämpfe sind oft wichtige Ventile, völlig normal und sehen vielfach schlimmer aus als sie tatsächlich sind. Krasse Situationen können ggf. durch ein einmaliges, lautes Händeklatschen in direkter Nähe entschärft werden, doch grundsätzlich sind Geduld und Verständnis eurerseits das A und O!
  • Der neue sollte ebenso kastriert werden (mit 5 Monaten).
  • Die Katzenklo-Anzahl sollte stimmen. Die Faustformel lautet Anzahl der Tiere plus ein Extra-Klo, so dass ihr auf 3 Klos kommen solltet.
  • Sie sollten genug Rückzugsmöglichkeiten haben.
  • Stichwort nächtliche Situation: Mitunter machen Besitzer leider den Fehler, die Zweitkatze aus dem Schlafzimmer zu verbannen, die andere jedoch weiter dort nächtigen zu lassen („ist ja ihr Revier“). Für diesen Fall sollte man das Schlafzimmer stattdessen auch das Revier der neuen werden lassen.

Anbei: Bitte verzichtet künftig auf Leinen-Spaziergänge - erst recht bei Wohnungshaltung. Das kann auch schief gehen; denn wenn er Freigang kennen- und liebenlernt, wird er später vielleicht nichts anders mehr wollen und kann schlimmstenfalls unrein werden. Was erschwerend hinzukommt, ist die Strangulationsgefahr! Aus diesem Grund sollte eine Katze kein Halsband tragen. Selbst, wenn man das Halsband zum Anleinen benötigt: Sie kann sich aus einer situativen Angst heraus losreißen, ausbüxen, irgendwo hinterhaken und strangulieren - und der Besitzer weiß womöglich nicht mal, wo sie steckt und kann sie nicht befreien. Katzen sind immerhin Fluchttiere. Nicht alles, was im Handel für Katzen erhältlich ist, wird ihren Bedürfnissen gerecht - fängt beim Halsband an und hört beim Trockenfutter auf. Alles Geschäftemacherei, die zu Lasten der Tiere geht. - Falls Wohnungshaltung auch für den Kater in spe in Frage kommt, ist das Alter günstig, da ein Welpe Freigang für gewöhnlich noch nicht erlebt hat.

Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen.

Super vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort !! Ich werde mir auch einige Dinge auf jeden Fall zu Herzen nehmen.

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Wenn du Glück hast, bleibt alles beim Alten.

Es kann aber auch passieren dass du den Älteren Kater vergraulst. Das passiert aber meistens nur bei älteren Katzen. Da Problem bei deinem Kater ist, dass er anscheinend keinen Stress verträgt. Ich würde an deiner Stelle erst eine zweite Katze dazu nehmen, wenn der ,,Alte" nach draußen kann und sich dort zurecht findet. -Das wird wahrscheinlich nur Übungssache sein, aber das musst du mit ihm hald üben.

Und ob sich zwei Katzen verstehen werden, kann man vorher nie sagen.

Okay vielen Dank für die Antwort. Ein Risiko wird wohl immer dabei sein .. schwierige Entscheidung !

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Hey, schön, dass ihr einen zweiten Kater dazu holen wollt. Ich würde euch aber empfehlen einen gleichaltrigen Kater dazu zu holen, der einen ähnlichen Charakter hat. Das Problem ist, dass sie miteinander raufen und der 12 Wochen alte Kater ziemlich unterlegen sein wird.

Verändern wird er sich in jedem Fall. Und zwar zum Positiven ;) Er wird eure Füße nicht mehr so stark angreifen etc.

Aber gebt ihnen bei der Zusammenführung Zeit. Dein Kater muss die Katzensprache erst wieder richtig lernen. Er lebt jetzt fast ein Jahr allein und hatte keinen Kontakt zu anderen Katzen, das war leider nicht optimal, aber jetzt solls ja besser werden :) Also gönnt ihm einen etwa gleichaltrigen Raufkumpel, der gut sozialisiert ist :)

bt er leider eine Wohnungskatze, die aber täglich an der "leine" rausgeht

Finde ich sehr verantwortungsvoll und fände es super wenn mehr Katzenhalter so toll auf ihre Tiere achten würden ! Respekt!

Vielen Dank :)

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