Tut es den Fischen weh, wenn man sie angelt?

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Vermutlich tut es den Fischen weh, aber sie kennen keine Schmerzen. Ist also eher mit Stress zu vergleichen.

Vergleichbar mit Impfungen, die auch keine Schmerzen verursachen und nur bei ängstlichen Menschen weh tun. Schmerz spielt sich im Kopf ab und kann auch vom Menschen selbst abgeschaltet werden. Sicher ist auch, dass kein Fisch so blöd ist wie der Mensch, welcher sich freiwillig die Nägel durch Lippen und andere Körperteile jagt um dann behindert zu sein.

Bei Fischen hat die Natur dafür gesorgt, dass sie keinen Schmerz abschalten brauchen, weil dieses Empfinden nicht vorhanden ist. Dafür haben sie ein starkes elektrosensorisches Empfinden. Springt ein Mensch ins Wasser, so entweicht die elektrostatische Aufladung des Körpers in das Wasser. Das sind bis zu 25.000 Volt, welche eine panikartige Schockflucht bei Fischen verursacht. Das tut denen richtig weh.

Ein Angelhaken ist dagegen nichts ungewöhnliches, weil Fische auch Beutetiere fressen, die richtig wehrhaft sind. Die Beutetiere werden sogar möglichst schnell lebend geschluckt.

Es gibt verschiedene Untersuchungen an den Gehrinströmen die Belegen dass Fische schmerz empfinden können. Von daher würde ich sagen ja, es tut weh. Sie haben auch angst und sind gestresst. 

Natürlich gibt es auch viele gegen Untersuchungen.

Auch weiß man nicht ob es sich für sie gleich anfühlt wie für uns. Wirklich endgültig beantworten lässt sich diese Frage wohl nicht.

Aber da Schmerz ein wichtiges mittel zum Überleben ist, würde ich sagen dass sie schmerzen empfinden. Auch sieht man keine Fische die entspannt stehen bleiben wenn sie von anderen angeknabbert werden.Sie reagieren ähnlich wie Menschen oder Säugetiere wenn ihnen Schmerz zugefügt wird. Ruckartig und mit Flucht. Daraufhin meiden sie normalerweise den Verursacher des Schmerzes. ( Z.B Heuschrecken scheinen es oft gar nicht zu bemerken wenn sie von anderen angefressen werden und reagieren teilweise kaum oder gar nicht.)

Es gibt eine anerkannte, wissenschaftliche Studie der "International Association for the Study of Pain" (WALL 1999), auf die sich der Wissenschaftler ROSE im Jahre 2002 in seiner Abhandlung über das Schmerzempfinden der Fische stützt. Beim Menschen beispielsweise kommt es nach der Reizaufnahme (z.B. ein Einstechen eines Hakens in die Lippe) zu einer Reizweiterleitung (Nozizeption) über Hirnstamm, Rückenmark und Nervenbahnen über das sog. limbische System in die Frontallappen der Großhirnrinde; Ergebnis: Schmerz! Beim Fisch hingegen fehlen die für eine Schmerzwahrnehmung notwendigen Hirnstrukturen. Beweis: Zur Schmerzminderung würde ein Mensch dem Zug an einem in die Lippe eingestochenen Haken zu 100 % folgen. Was macht der gehakte Fisch hingegen? Er zieht mit aller ihm zur Verfügung stehenden Kraft gegen den Zug am Haken. Würde er Schmerzen empfinden, würde er sich wie der Mensch verhalten, nämlich brav dem Zug folgen (siehe Ochsenring in der Nase!). 

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