Tiere kennen keinen Tod. Warum hören sie dann auf,zu fressen und zu trinken?

8 Antworten

Warum sollten Tiere keinen Tod kennen? Sie sind sich ihrer nicht bewußt, aber jedes Tier hat einen Überlebensinstinkt und jedes Säugetier spürt, wenn es zuende geht. Warum wohl soviele alte Katzen und Hunde plötzlich ausbüxen, obwohl Sie das vorher nie machten und eigentlich nur noch auf Ihr letztes Stündlein warteten? Warum gibt es wohl in der Natur auch "Elefantenfriedhöfe"?

Wie kommst du zu der Annahme, dass Tiere keinen Tod kennen würden? Natürlich wissen sie was der Tod ist und dass sie sterben können und auch dass sie sterben werden wenn sie aufhören zu fressen und zu trinken.


Bonzo240195 
Beitragsersteller
 12.08.2022, 19:04

Wie denken Katzen über Trauer?

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Andrastor  12.08.2022, 19:10
@Bonzo240195

Von Katzen weiß man z.B., dass sie psychische Probleme wie Depressionen von ihren Besitzer/innen "kopieren" können. Zudem trauern auch Katzen wenn ihnen etwas trauriges passiert.

Eine meiner früheren Katzen hatte bei einem Wurf eine Totgeburt und sie hat danach fast 3 Tage nichts gefressen.

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Bonzo240195 
Beitragsersteller
 12.08.2022, 19:15
@Andrastor

Was dachte meine Katze über mich ,bevor sie starb?Glaubst du,sie wusste,dass ich traurig sein werde?

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Andrastor  12.08.2022, 19:17
@Bonzo240195

Schwer zu sagen. Gedanken lesen können wir ja nicht (leider und zum Glück). Manche Katzen verschwinden wenn sie merken, dass sie nicht mehr lange zu leben haben um durch ihren Tod ihre Familie nicht zu belasten. Andere bleiben, möglicherweise weil sie Angst vor dem Tod haben.

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Bonzo240195 
Beitragsersteller
 12.08.2022, 19:19
@Andrastor

Mein Vater hat sie in die Transportbox gepackt.Sie ist nicht von alleine gestorben.

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Andrastor  12.08.2022, 19:29
@Bonzo240195

Ist sie eingeschläfert worden? Dann war es vermutlich das Beste für sie.

Dann hat sie vermutlich nicht gewusst was mit ihr passiert und sich höchstens gefreut, dass sie ein schönes Leben bei euch gehabt hat.

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Andrastor  12.08.2022, 19:38
@Bonzo240195

Sei froh, der Tod ist kein Zustand den man kurz ausprobieren und wieder ablegen kann wenn er einem nicht gefällt.

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Bonzo240195 
Beitragsersteller
 12.08.2022, 19:42
@Andrastor

Kann man durchaus. Mir hat er offensichtlich nicht gefallen

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Andrastor  12.08.2022, 19:49
@Bonzo240195

Nicht wirklich. Es konnte noch nie ein Mensch nach dem diagnostizierten Tod zurückgebracht werden. Das hat man bisher nur bei Schweinen geschafft und diese zeigten im Anschluss Anzeichen stark fortgeschrittener Demenz weil in den 20 Minuten in denen sie tatsächlich tot gewesen waren, zu viele Gehirnzellen abgestorben sind.

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myzyny04  12.08.2022, 19:15

Weil es so ist. Selbst für uns Menschen ist der Tod ein abstrakter Zustand, der nur kognitiv zu erfassen ist. Diese kognitive Fähigkeit fehlt den Tieren. Genau so wenig wissen sie, was ,,Zukunft" ist.

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Andrastor  12.08.2022, 19:18
@myzyny04

Auch das stimmt nicht. Tiere können durchaus für die Zukunft vorplanen. Eichhörnchen sind ein perfektes Beispiel dafür.

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myzyny04  12.08.2022, 19:25
@Andrastor

Oh oh! Das Sammeln ist beim Eichhörnchen genetisch einprogrammiert und hat nichts mit der Zukunftsplanung zu tun. Die Tatsache, dass sie das meiste nicht wiederfinden zeigt eben genau, dass sie nichts planen.

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Andrastor  12.08.2022, 19:31
@myzyny04

Und genau da irrst du. Denn man konnte Eichhörnchen dabei beobachten wie sie andere Eichhörnchen verfolgen um ihre Vorräte zu stehlen und diese anderen Eichhörnchen haben angefangen falsche Vorratslager anzulegen um diese Verfolger zu verwirren und abzuschütteln.

Sich nicht alle Plätze zu merken, hat damit nichts zu tun.

Man konnte sogar Affen den Umgang mit Geld beibringen und diese haben u.a. angefangen ihr Geld zu sparen um sich ihre (teureren) Lieblingsspeisen zu leisten. Sie wussten also ganz klar "wenn ich jetzt spare, habe ich in der Zukunft genug um mir das zu leisten was ich haben will".

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myzyny04  12.08.2022, 19:38
@Andrastor

Das Eichhörnchen-Beispiel zeigt nur, wie stark der instinktive Sammeltrieb ist. Täuschen und tarnen. Hat aber immer noch nichts mit der Zukunft zu tun.

Über das Affen-Experiment weiss ich leider nichts. Hast du ne Quelle dazu?

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Andrastor  12.08.2022, 19:41
@myzyny04

https://www.bbc.com/worklife/article/20180406-what-monkeys-can-teach-us-about-money

https://www.zmescience.com/research/how-scientists-tught-monkeys-the-concept-of-money-not-long-after-the-first-prostitute-monkey-appeared/

z.B.

Und das ist nicht nur der Instinktive Sammeltrieb, sondern tatsächliches Planen und Rückschlüsse ziehen. Das geht weit über herkömmliche Instinkthandlungen hinaus.

Das Eichhörnchen versteht, dass es in Zukunft an dem Versteck keine Nüsse finden wird, wenn das andere Eichhörnchen sie ihm weg nimmt, also täuscht es vor Nüsse zu verstecken um das andere Eichhörnchen zu verwirren um in naher Zukunft Zeit und Gelegenheit zu haben die Nüsse an einem anderen Versteck unterzubringen.

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Ich denke der Unterschied zwischen uns und Tieren besteht in der Antizipation eines zukünftigen Ereignisses bzw. der Fähigkeit weit hinaus in die Zukunft blicken zu können und sich Inexistenz in Relation zur Existenz vorstellen zu können.

Fluchtinstinkt und Todesangst werden sie in entsprechenden Situationen auch fühlen aber sie werden darüber niemals wirklich nachgedacht haben und leiden entsprechend weniger.

Das ist auch einer der Gründe warum jeder zweite Mensch neurotische Züge hat während die meisten Tiere psychisch eigentlich gesund sind außer sie wurden extrem misshandelt oder ähnliches - weil ihnen eine komplexe Sprache fehlt und die Fähigkeit sich zukünftige Ereignisse detailliert vorzustellen.

1. Fasten heilt.

2. Sie wissen intuitiv wann sie Kraft brauchen.

Ich glaube schon das Tiere wissen was der Tod ist zumindes in gewisser Weise sie merken schließlich wenn jemand Tod ist