Tattoos bei Lehrern: ein Problem? Verbeamtung?

12 Antworten

Ich bin bereits Lehrerin und habe ein Tattoo auf dem Rücken. Ich habe auch Kollegen, die Tattoos an Stellen haben, die eher mal sichtbar sind (Oberarm, Fußgelenk). An der Schule, an der ich arbeite, gab es damit bisher keine Probleme. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es konservativere Schulen gibt, die das vielleicht nicht so locker nehmen. Das Problem ist, dass bei einigen immer noch das Vorurteil im Kopf herumspukt, dass tattoowierte Menschen alle nur drogenabhängige oder kriminelle Menschen sind. Ich hab allerdings den Eindruck, dass sich dieses Image in den letzten Jahren schon deutlich gewandelt hat und Tattoos auch in vielen anderen Schichten deutlich häufiger akzeptiert sind. Ich selbst habe mich aber dennoch nicht getraut, mir ein Tattoo auf den Unterarm stechen zu lassen (obwohl ich lange mit dem Gedanken gespielt habe) - einfach aus dem Grund, weil man's da manchmal nicht so einfach verdecken kann, wenn's doch mal nötig sein sollte. Ich würde mir immer eine Stelle suchen, die leichter zu bedecken ist.

Servus Blowball, hallo forum,verfolge in verschiedenden Foren die Thematik und find es schade, dass sich kaum tätowierte Lehrer, Fachleiter oder Schulleiter zur Thematik äußern. Damit ist jetzt Schluss: Ich bin 34 Jahre alt, Lehrer, war 4 1/2 Jahre Fachleiter im Studienseminar und werde im Sommer die Schulleitung einer Schule übernehmen. Ich bin 8-mal tatowiert und davon kleben mir die Namen meiner Söhne bei kurzen Armen sichtbar an den Oberarminnenseiten, zudem sind beide Waden bemalt. Wenns mir warm ist, trag ich die entsprechende kurze Kleidung. Außerdem lass ich mir in diesen Sommerferien statt Urlaub die Unterarme verschönern und werde meine Garderobe deshalb nicht ändern. Ich hab weder beim Amtsarzt, noch im Referendariat oder bei der Schulleitung je Probleme gehabt. Das wichtigste sind eh die Schüler, denen die Inkereien egal sind. Die Eltern derer sind so alt wie ich und auch meistens schmerzfrei. Es kommt meiner Meinung nach nur darauf an, was man selbst aus seinen Tattoos macht: dramatisiert man sie selbst unnatürlich, dann hat man auch von außen nix anderes verdien. Trägt man sie natürlich als persönlichen Schmuck, dann wird dies auch (schweigend) akzeptiert. Es zählt eh nur, ob man was kann! Der Gedanke, dass solche Äußerlichkeiten immer noch als Einstellungsgrundlage gehandelt wird, kotzt mich an. Dann würd ich mich eher aufregen, wenn jemand stinkt wie n Iltis...

Liebe Grüße

Gute Antwort - mich wundert es auch, dass die Leute, um deren Job es geht hier nicht mal was dazu sagen 

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Ein Tatoo sagt gar nichts über deine Qualitäten als Lehrerin aus. Du musst dir aber im Klaren sein, dass es immer wieder ein Thema sein wird. Sei es von Seiten der Schüler, aber auch der Eltern und Kollegen.

Ja, das ist mir klar, bzw. mir ist zumindest klar, dass mir das klar sein muss bevor ich es machen lasse, wenn du verstehst was ich meine ^^.

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Diese Frage kann dir keiner beantworten. Aber du solltest bedenken, dass der Staat sehr viel mehr Entscheidungsmöglichkeiten hat bei der Verbeamtung, als ein normaler Arbeitgeber. Zumal diese ein Leben lang gilt. Soweit ich weiß, ist aber, insbesondere mit den neuen Bachelor/Master Abschlüssen, die Verbeamtung rückläufig bis abgeschafft - zumindest in NRW. Sollte dies bei dir auch der Fall sein, ist gegen ein Tatoo, solange es nicht an einer dauerhaft (nicht durch Kleidung bedeckte) sichtbaren Stelle ist, nichts einzuwenden. Dies glaube ich zumindest.

naja....viele sind voreingenommen und haben sich schon ein Bild dieser Menschen die sowas tragen im Vorfeld gemacht.....ich selber trage auch 2 Tattoos und hatte bis jetzt eigentlich keine probleme damit. Aber denke das im Lehrerbereich die Unterarme bzw. die sichtbaren Stellen neutral bleiben sollten. Ein Bekannter von mir hatte probleme sich zu Bewerben.

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