Stromverteiler erweitern?

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6 Antworten

also zu nächst mal solltest du sicherheitshlaber auch den Lichtkreis über den FI Schalter ziehen um zu vermeiden, dass im fehlerfalle jemand hängen bleibt.

es dürfte mehr sinn machen, das ganze haus auf mehrere FI Schalter aufzuteilen, so verhindert man a.) dass im falle eines falles das ganze haus steckdosenseitig oder komplett vom Netz geht und andererseits ist man sicher, dass duch aufsummieren von kleineren fehlerströmen, die ganz normal sind, der FI Schalter "grundlos" auslöst.

für besonders gfährdete bereiche wie die Steckdsoen im Küchenarbeitsbereich, die Bäder aber vor allem den außenbereich sollte jeweils ein eigener FI Schalter installiert werden. hier empfielt sich aus platzgründen der Einsatz eines sogenannten FI-LS Schalters. das ist eine Kombination aus FI und Leitungsschutzschalter, nur zwei elemente breit.

ist in der vorhandenen verteilung der Platz zu knapp könnte man ggf. darüber nachdenken, neben oder über den vorhandenen Zähler eine kleine reihenverteilung zu setzen. das ist zwar nicht so ästhetisch, wie ein neuer zählerkasten mit eingebautem verteilerfeld aber dafür deutlich preiswerter. jedenfalls dann, wenn man es selbst macht. denn wenn man es eine firma machen lässt, frisst das mehr an arbeitsaufwand für diese "bastelei" den Kostenvorteil schon wieder auf.

lg, Anna

Kommentar von Hallulululu
11.06.2016, 03:11

Alles klar - DANKE..Lichtkreis auch über FI. Also dann würde es im OG. bei 4 Zimmer + Flur Sinn machen, das zu 2 Zimmer zu gruppieren oder?

z.B. Beide Kinderzimmer 1 FI zusammen fürs Licht und 1 FI zusammen für die Steckdosen

Flur und Schlafzimmer ebenfalls 1 FI für Licht und 1 FI für Steckdose.

Das Bad sowieso komplett seperat absichern.

Richtig?

Jetzt gehts ja weiter....Ich plane ja vorerst nur die komplette Sanierung der Elektrik im Obergeschoss.

Ich habe einen neuen Verteilerkasten und ziehe alle neuen Kabel aus dem OG runter und schließe sie am Verteilerkasten an

Die "alten" Kabel vom Erdgeschoss bleiben. Sie schließe ich nur an den neuen Kasten an.


Jetzt gehts aber los. Das ist doch ein Eingriff in den "Bestandsschutz". Somit müsste ich doch danach die gesamte Elektrik ( Auch vom Erdgeschoss ) vom Fachmann ( Elektrikermeister ) abnehmen lassen, um den Versicheurngsschutz Bestand zu geben...Richtg?


Problem:: Die Leitungen im EG sind nicht neu. Unter anderem ist der Herd noch an 5x1,5mm² angeschlossen und mit 3x 16a abgesichert.

Ist der s.g. "Bestandschutz" dann hinfällig?


Lg.

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Kommentar von Jona0
11.06.2016, 08:53

Wie ich sehe, kennst du dich mit den notwendigen Leiterquerschnitten etwas aus. Es ist richtig, dass man bei 16A einen Querschnitt von 2,5mm^2 benötigt. Ob du den Herd lassen darfst, kann ich dir leider nicht sagen. Die beste Lösung wäre es, einen bekannten Elektriker zu fragen, ob er die Installation abnimmt, wenn du fertig bist.
Nun zu der Sicherungsaufteilung. In öffentlichen Gebäuden wird das Licht von den Steckdosen getrennt, doch in privaten Gebäuden eher nicht. Wenn man nämlich dann z.B. eine Kleinkombi installiert (Steckdose+Schalter in einem) muss man schon 2 Leitungen dort hin ziehen. Ich würde eher immer ca. 2-3 Räume auf 1Sicherung hängen, das reicht normalerweise völlig aus. Überlege dir, ob du lieber einzelne FILS oder ca. 2 FI für das ganze haus möchtest. Von wo kommst du? Lg

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Neue Leitung zu verlegen im Zuge von Renovierungsarbeiten macht Sinn. Aber hole den Elektroinstallateur doch direkt dabei. Das könnte im Rahmen eines Kostenvoranschlag auch kostenlos sein. 

Was ist wenn.....

... Wenn du die falschen Leitungen verlegst ?

In Länge, Quälität und Querschnitt

 

... Du die falsche Position für die Verteilung annimmst?

Die Position der Verteilung sollte im Gespräch mit dem Elektriker bestimmt werden. 

Vorschriftsmäßig unter bedacht der Regeln für Brandschutz, Fluchtweg , Erweiterbarkeit etc. 

Dann kannst du immer noch festlegen lassen das du Eigenleistungen einbringst. 

Stell dir vor, die neue Verteilung benötigt nach stand der Technik eine neue Zuleitung. Und deine wunschposition könnte die schlechteste weit entfernste Wahl sein. 

Viel Glück. 

Kommentar von Hallulululu
11.06.2016, 00:48

Also ich denke schon, dass ich die "Vorverkabelung" selber selber vornehmen kann, ohne vorher einen Elektriker ranzuziehen oder?

Ich bin der Grundkenntnise mächtig und weiß nun, dass ich für jedes Zimmer oben eine Leitung für die Steckdosen und 1 Leitung für die Lampen - Pro Zimmer ziehen muss. Wo ich die Leitung lege, hat doch den Elektriker nicht zu interessieren ODER DOCH? :-)


Das Gute ist: Ich habe im Hauswirtschaftsraum eine Kernbohrung in der Decke...Dadurch könnte ich die Kabel auf dem Direkten Wege zum Dachboden befördern und von da aus die Verteilung in die Zimmer vornehmen. ..

Zum Leitungsquerschnitt.....Da lege ich zur Not zum Dachboden 3x2,5 und mache danach eine Unterverteilung zu den Zimmern mit 3x1,5

Da müsste ich doch auf jeden Fall auf der sicheren Seite sein....


Bitte korrigiere mich, wenn ich da falsch liege :-)


Danke schonmal im Voraus.


Lg.

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An deiner Stelle würde ich jedes Zimmer, also Steckdosen und Licht, auf einem Stromkreis absichern. Es gibt zwar Wohnungen bzw. Häuser die haben einen getrennten Lichtstromkreis und einen Steckdosenstromkreis. Dies ist zwar nicht schlecht, da bei einem Fehlerfall die Sicherung für die Steckdosen auslöst und das Licht weiterhin eingeschaltet bleibt.

Du kannst auch einen RCBO einbauen. Dies ist ein FI-LS Schalter, also FI und Sicherung in einem.

Du solltest auf alternativ überlegen, ob du ein 5x10mm² von der vorhandenen Unterverteilung hoch legst und dort eine weitere Verteilung einbaust, siehe Peppie.

Kommentar von Hallulululu
11.06.2016, 17:26

Das mit der Unterverteilung hört sich generell praktisch an. Aber ist 5x10mm² für einige Steckdosen und Licht nicht zu überdimensioniert? oO. Dort oben wird z.B. nie ein Kühlschrank, Mikrowelle o.ä. stehen.

Lg.

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Aufgrund deiner Fragen gehe ich davon aus, daß du kein Elektriker bist!:-)
Mein Tip:

1. Vor Inbetriebnahme von einem Fachmann überprüfen lassen - mit schriftl. Befund!! Sonst fliegt dir das bei irgendeinem Unfall/Brand von der Versicherung um die Ohren!

2. Da ich von Kinderzimmer und Bad lese: Wenn du dort nicht auch noch deine Tiefkühltruhe ansteckst, nimm die hochempfindlichen FI (die lösen bei der ersten Halbwelle schon aus), frag deinen Baumarkt, welche das sind:

3. Je mehr du auftrennst, umso weniger Probleme hast du.

4. Schau auch, ob der Hausanschluß kräftig genug ist für die Mehrbelastung.

Kommentar von Hallulululu
11.06.2016, 00:12

Danke erstmal für die schnelle Antwort..

1.: Das ist klar....das lasse ich sowieso auch vom Fachmann anschließen und abnehmen...Ich möchte einfach nur die Vorarbeit mit der Verlegung vornehmen

2.: Nein..Dort oben ist höchstens ein Radiowecker, Handyladekabel und ein TV-Gerät an. Max noch zeitgleich ein Fön.

3.: Jetzt habe ich halt super Gelegenheit dazu, um die Kabel zu ziehen.

4.: Woran sehe ich das?

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würde gleich ins obergeschoß eine kleine unterverteilung bauen,fahr von der unteren hoch mit 5x 6² einen 25A FI aber gleich 4polig mit 0,03 auslösung und dann alles über den Fi laufen lassen

Kommentar von Hallulululu
11.06.2016, 20:03

Hmm....also für eine Unterverteilung im OG habe ich mich nun entschieden, nachdem mir das nun schon 3x vorgeschlagen wurde :-)

Aber alles über einen FI? Erscheint mir nicht so sinnvoll...Bei Fehlerquelle haut mir das ja gleich das ganze Obergeschoss vom Strom...Deswegen wollte ich schon mehr als nur einen FI für´s OG. einbinden.

Lg.

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Kommentar von germi031982
11.06.2016, 20:43

Mindestquerschnitt für eine Unterverteilung ist 10mm².

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Das ist mein Verteilerkasten..

Der Hauptschalter ist ja auch veraltet...Sollte ich den lieber gleich durch einen 4-Fachen austauschen und den Nullleiter somit gleich mit absichern?

Kommentar von he1lan2
11.06.2016, 00:10

Sei mir nicht böse, aber das ist kein Verteilerkasten, sondern ein Basteleck. Alles raus!

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Kommentar von germi031982
11.06.2016, 02:04

Den Kasten auf jeden Fall ersetzen. Die Leitungsschutzschalter sehen so aus als wäre das noch die Charakteristik H. Mit denen hast du mit den aktuellen Netzbedingungen nur Ärger. Die sind für höherimpedante Netze ausgelegt, dementsprechend früh löst auch schon der magnetische Kurzschlussauslöser bei den Teilen aus. Nämlich schon beim zwei- bis dreifachen des Nennstromes. Moderne Leitungsschutzschalter der B-Charakteristik lösen beim drei- bis fünffachen des Nennstromes aus. Bei den alten H kann es schon mal passieren das beim wenn man PCs, Fernsehers oder ähnliche Geräte ans Stromnetz anschließt der Leitungsschutzschalter auslöst. Besonders dann wenn diese längere Zeit vom Netz getrennt waren und die Elkos im Netzteil sich entladen haben. Die werden seit 1976 schon nicht mehr hergestellt.

Und FI maximal 30 mA. Am besten mehrere, nicht das du komplett im Dunklen stehst wenn irgendwo ein Fehlerstrom auftreten sollte. Ist aber sowieso nicht mehr zulässig nur einen großen FI für alles zu montieren, man muss das schon aufteilen auf mehrere FIs. Eventuell auch RCBO nehmen, das sind Kombinationen aus FI und Leitungsschutz. Ist platzsparender in der Verteilung.

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