Alle Steckdosen / Leuchten an einer Sicherung?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

was die belastbarkeit angeht würde wohl eine einzige 16 ampere sicherung für alle wohnräume ausrichen. in der küche sollten die steckdosen jedoch extra abgesichert sein gff. auch über zwei oder drei stromkreise weil sich hier leistungsmässig das meiste abspeilt.

dicke geräte wie vollwaschautomat, geschirrspüler, wäschetrockner, backofen etc. sollten über eigene sicherungen verfügen.

viel kritischer sehe ich die sache sehe ich die sache mit der art der leitungen, der tatsache dass hier mit an wahrscheinlichkeit grenzender sicherheit auch noch alles klassisch genullt ist, und wir hier massenweise lose klemmen, ausgelutschte kontakte in den steckdosen und ggf. auch verschlissene lichtschalter haben.

ich würde also über eine komplette rundumerneuerung der installation nachdenken. das hat auch den vorteil, dass ihr a.) steckdosen an stellen bekommt, wo sonst keine waren, und dass ihr b. für gesteigerten wohncomfort auch entsprechend infrastruktur nachrüsten könnt z.B. jalosiesteuerungen samt antrieben etc. oder eben, das ist nicht ohne, netzwerkanschlüsse an allen stellen wo sinnvoll, das wäre vor allem da wo ggf. computer aufgestellt werden können und auch da, wo fernsehgeräte zu erwarten sind.

was die sicherungen angeht, würde ich die wohnräume in zweiergruppen zusammen absichern. einmal licht, einmal steckdosen. fürs licht ist nicht zwingend ein fehlerstromschutzschalter vorgesehen, es sei denn ihr habt das sogenannte TT Netz. dann würde ich hier auf einen mit einer fehlerstromtoleranz von 0,3 A (300 mA) setzen für die steckdosenstromkreise würde ich dann wie gewohnt 30 mA (0,03 A) verwenden.

stromkreise mit hohem ausfallrisiko wie

  • bad
  • küche
  • werkstatt
  • außensteckdosen
  • außenlicht

würde ich genauso wie stromkreise, bei denen ein ausfall an anderer stelle krtisch ist, wie

  • kühl- und gefriergeräte
  • heizung
  • IT

würde ich mit sogenannten FI-LS Schaltern ausführen. das ist leitungs- und fehlerstormschutzschalter in einem gerät. von siemens gibts schöne geräte, die nicht größer sind, als ein sicherungsautomat.

mit 16 ampere würde ich nur das absichern, was wirklich richtig leistung braucht. also geschirrspüler, waschmaschine, trockner, backofen, küchensteckdosen. diese stromkreise würde ich dann auch in 2,5 mm² ausführen. für die normalen wohnraumstromkreise reichen 10, ggf. 13 ampere. die lichtstromkreise würde ich mit MAXIMAL B10 Ampere oder C6 Ampere absichern. verlegt wird hier alles in 1,5 mm² einzige ausnhame: wenn ihr mit smart home arbeitet, muss für die schalter entsprechend anders verlegt werden z.B: JY-ST-Y 08, das ist wie telefonkabel nur einen hauch dicker.

lg, Anna

Hey, das klingt mir leider etwas zu technisch, ich verstehe zwar das meiste, aber nicht alles.

Außerdem sollte das ja dann eh ein Elektriker machen, dieser sollte mich doch beraten können, oder nicht? Falls er das nämlich nicht kann, wird er auch nichts bei mir zuhause machen dürfen XD

0
@hoyohoo

ich kenne meine kollegen nur zur genüge. ohne ihnen was böses unterstellen zu wollen, aber

  • das haben wir schon immer so gemacht
  • das machen alle so

das sind so die klassischen argumente die die aufbringen. ins besondere dann wenn es auf angebot geht, da wird dann schon mal gespart wos geht. so ein B16 Automat z.B. ist rund 2 € billiger als ein B13 Automat. dann wird schon mal ungeachtet des schleifenwiderstandes mit den beiden oben genannten argumenten einfach pauschal alles mit B16 abgeichert...

noch mal zu den einzlenenen FI Stromkreisen. das hat einfach zwei vorteile:

1.) wenn in der küche der wasserkocher überläuft und was in die kontakte kommt, dann geht eben nur in der küche der strom weg, nicht im ganzen haus.

2.) ein wenig strom versickert immer mal. z.B. in den kondensatoren von netzteilen etc. hast du viele einzelne kleine geräte mit ein bisschen leckstrom an einem einzigen fi schalter, dann fliegt dieser schon mal "grundlos" heraus.

lg, Anna

1

Das war früher normal. Außer ein paar Glühlampen und einem Radio gab es damals in Haushalten keine nennenswerten Elektrogeräte.

Sei froh, dass dieser eine Stromkreis nicht nur mit 6A oder gar nur 4A abgesichert ist.

Da kann man nur hoffen, dass da nicht einfach wer eine 16A-Sicherung reingedreht hat, da die Sicherungssockel damals nicht immer gegen das Einsetzen einer zu großen Sicherung geschützt waren.

Außer einer Lampe und einem Radio gab es zu der Zeit keine nennenswerten Elektrogeräte.

Wenn das wirklich noch die Originalinstallation ist (d.h. alte Bakelitdrehschalter und rottige Stoffleitungen), solltest du die Elektroinstallation unbedingt erneuern lassen.

Mit so einer alten Installation wirst du nicht glücklich. Die Materialien, aus denen sie besteht, haben evtl. schon hohen Sammlerwert. :)

Woher ich das weiß:Hobby

Also die Sicherungen sehen aus, wie die heutigen, da muss zumindest ein mal was gemacht worden sein. Die Kabel sind allesamt halt Kupferkabel mit einer dicken Ader drin.

Aber ja, ich fürchte, ich muss die Elektrik erneuern lassen. Wunderbar, das hat gerade noch gefehlt.

0
@hoyohoo

Warum kauft man ein so altes Haus ohne sich auch mal grob schlau zu machen was einen erwarten könnte?

0
@hoyohoo

Solch alte Anlagen sind oft extrem verbastelt.

Man hat auch viel mit klassischer Nullung, spannungsführenden Schutzleitern, gefährlichen Schaltungen etc. zutun. Brüchige Leitungen und verrottete Klemmstellen machen das ganze sehr gefährlich.

Mache doch mal Fotos von:

  • Allen "Sicherungskästen"
  • Die Aufputzinstallation im Keller, die am ältesten zu sein scheint (Schalter, Abzweigdose)
  • Einigen Lichtschaltern und Steckdosen in den Wohnräumen
  • Sonstigen markanten Teilen der Installation

Und poste die hier rein.

Daran kann man das Alter ganz gut schätzen.

Vielleicht irrst du dich auch, und die Installation ist keine 10 Jahre alt, sondern nur extrem sparsam ausgelegt. Dann würde eine Erweiterung um zusätzliche Stromkreise höchstwahrscheinlich reichen^^.

1
@Franky12345678

Naja, wir wohnen schon seit 24 Jahren in diesem Haus zur Miete, jedoch im Erdgeschoss. Also 10 Jahre jung, ist die Installation sicher nicht XD

Ja, ich kann bei Gelegenheit ein paar Bilder machen.

1

Ja, es wäre hier von Vorteil, wenn die Elektroinstallation dahingehend ergänzt würde.
Gerade bei "Altbauten" sind fehlende Sicherungen standart gewesen, wir haben da relativ "aufwendig" neu renovieren müssen, die Unterputz Insatllation in Rohr gelegt, so das man später noch Drähte zusätzlich einziehen kann (vor allem Netzwerk und Antenne).

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Oh je. Das habe ich befürchtet. Was für Kosten kommen da auf mich zu? Ich besitze eine nutfräse, also die Löcher für die Kabel kann ich selber machen...

0
@hoyohoo

Das ist leider total abhängig von Deinen Zimmern, Fabrikatswünschen, Leitungslängen und Wege.

Bei uns (Einfamilienhaus, Erdgeschoß + 1 Etgage) war das so etwa 3000 EURO. Nun ist jedes Zimmer mit eignener Sicherung, 2 x bad mit eigenem FI-Schutz, Herd eigene Sicherung(en), Waschmaschine & Trockner eigene Sicherung, Netzwerk in (fast) jedes Zimmer als LAN Netzwerk. Zusätzlich noch Stecksosen hinzuinstalliert und teilweise Schalter hinzugenommen.
Keine Lohnarbeiten, da alles ein Eigenleistung (ok, Verputzer war mal kurz hier....)

0
@disa1

Ok, das ist ja mal heftig. Bist Du denn Elektriker? Weil ich denke nicht, dass ich alleine einen Sicherungskasten wechseln darf, da wird mich keine Versicherung mehr nehmen XD

1
@hoyohoo

Spiele auf keine Fall mit dem Gedanken, den Sicherungskasten aufzuschrauben oder gar zu erneuern!

Er ist auch dann nicht spannungsfrei, wenn du alle darin befindlichen Sicherungen ausschaltest bzw. herausdrehst.

Für Elektroarbeiten im Inneren sind Fachkenntnisse erforderlich, damit die Sicherungen im Ernstfall auch ihren Zweck erfüllen.

0
@Franky12345678

Natürlich ist der nicht Spannungsfrei, wenn ich lediglich die Sicherungen da drin aus mache. Ich müsste schon an den schwarzen dicken Kasten, von dem aus der gesamte Strom des Hauses kommt, aber da werde ich sicher nicht drangehen!

Ich habe nicht vor, das selber zu machen, habe da zu viel Respekt vor Strom.

1

Die Frage, ob das erlaubt ist, kann man nicht pauschal sagen. Grundsätzlich haben Elektro Installationen Bestandsschutz, solange der sichere Betrieb geregelt ist. Die VDE 0105 Teil 100 regelt den Betrieb elektrischer Anlagen und die Prüfpflicht (E-Check). Im Gewerblichen Bereich ist der ja schon Pflicht. Aber auch private Eigentümer sind für die Sicherheit Verantwortlich und müssen im Schadenfall Nachweisen, dass sie ihrer Sorghaltspflicht nachgekommen sind. Ich rate dir dringend, die Anlage von einem Elektroinstallationsunternehmen prüfen zu lassen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Arbeite seit 25 Jahren bei einem Netzbetreiber.

Ok, das klingt sehr sinnvoll. Die müssen ja nicht gleich alles abreißen und erneuern, ein mal draufschauen lassen ist sicher das beste in dieser Situation. Danke.

0

Laß den Installateur kommen, damit er Dir aus dem vorhandenen Kraftstrom (der lauert hinter den drei Sicherungen für den E-Herd) zwei weitere Phasen für die 230-V-Verteilung legt.

Das könnte man machen, sofern da wirklich Kraftstrom anliegt. Wir haben lediglich einen Wechselstrom Zähler, sagte mein Vater gerade. Also denke ich, dass auch der Herd mit 230v betrieben wird -.-

0
@hoyohoo

Das mit dem Herd macht nichts.

Auch nach Sanierung wirst du keinen Drehstrom bekommen können, wenn keiner ins Haus gespeist wird. Dieses zu ändern, wäre dann mit viel Kosten, Straße aufreißen... verbunden.

Die allermeisten Herde lassen sich einphasig betreiben. ;)

1

Man muss den E-Herd-Anschluss nicht opfern, um die Stromkreise zu erweitern.

Sofern Bestandschutz etc. eine Veränderung überhaupt zulassen, wären komplett neue Stromkreise vom Unterverteiler aus viel sinnvoller.

2
@Franky12345678

Ja, das mit dem Bestandschutz weiß ich nicht, muss ich irgenwie noch rausfinden. Aber danke für die Idee mit dem Herd. Ich schaue mal, dass ich einen Elektriker ins Haus bringen lasse.

1

Was möchtest Du wissen?