Stößt die Marktwirtschaft in Krisen an ihre Grenzen? Wäre eine Planwirtschaft von Vorteil?

Das Ergebnis basiert auf 46 Abstimmungen

Eine Planwirtschaft hat eher Nachteile, auch in Krisenzeiten 76%
Eine Planwirtschaft hat eher Vorteile, auch in Krisenzeiten 24%

33 Antworten

Eine Planwirtschaft hat eher Nachteile, auch in Krisenzeiten

Die Frage ist so leicht nicht zu beantworten. Ein guter Mix ist das einzig sinnvolle. Das haben wir auch Jahrzehnte hervorragend hinbekommen. Aber manche sinnvolle Idee eines freien Marktes hat sich auch als schlecht erwiesen.

Was bedeutet "guter Mix". Ebend jene soziale Marktwirtschaft. Das heißt: Das zwingend Lebensnotwendige bedarf einer klaren Regulierung und auch eines staatlichen Eingriffs. Ein Beispiel ist die Wasserversorgung. Das kann man nicht dem Markt überlassen, denn der Markt hat Tendenzen, nicht die Schwächsten zu unterstützen.

Auch eine vollkommen freie Gesundheitsversorgung ist nicht ratsam. Und damit sind wir schon bei einem aktuellen Problem: Die Privatisierung der Kliniken hat dafür gesorgt, dass wir nicht mehr ausreichend auf eine große Pandemie vorbereitet sind. Isolierstationen wurden weg rationalisiert, weil sie oft Jahrzehnte so gut wie nicht gebraucht wurden. Das rächt sich nun.

Die Frage ist immer, wo genau man die Grenze zieht. Wo ist die Planwirtschaft die einzig brauchbare Alternative, wo nicht mehr? Bei der Stromversorgung gibt es eine Art intelligente Lösung: Diejenigen, die als Grundversorger gelten in einem Gebiet (die meisten Kunden), haben besondere Auflagen und Pflichten. Damit die Versorgung sichergestellt ist. Diejenigen, die keine Grundversorger sind, die sind freier auf dem Markt.

Sind Kliniken besser in der Hand des Staates aufgehoben? So wie die Bahn und ÖPNV? Ist der Wohnungsbau besser in der Hand des Staates aufgehoben? Wie kann da so eine Kombilösung aussehen?

Meiner Meinung nach haben wir zu lange zu viel in die private Hand gegeben und das rächt sich in so Situationen wie heutzutage. Wir müssen unsere eigenen Grenzen da neu überdenken, um uns als Gesellschaft nicht in genau diese Sackgassen rein zu manövrieren. Die Diskussion ist aber auch sehr schwer zu führen, denn kaum denkt man mal laut nach, wo staatliche Hand sinnvoll ist, wird man derzeit schnell als Kommunist gebrandmarkt.

Eine Planwirtschaft hat eher Nachteile, auch in Krisenzeiten
sodass zentral entschieden wird, was in welchen Mengen produziert wird?

Das ist doch keine Frage des Wollens. Wenn die lieferketten abbrechen oder die kapazitäten ausgeschöpft sind ist die natürliche Grenze erreicht. Keine Wirtschaftsform kann Produktion aus Nichts erschaffen. Die bundesregierung braucht keinem Hersteller zu erzählen das er bei erhöhter Nachfrage doch bitte mehr zu produzieren hat.

Macht imgrunde keinen Unterschied. Nur der Auslöser ist ein anderer. In der Marktwirtschaft reagiert der Markt auf die erhöhte Nachfrage.

In der Planwirtschaft muss der Planer sagen hier macht ihr mehr.

In beiden Fällen ist es imgrunde aber eine Reaktion.

Und der Markt wird etwas brauchen um diese Reaktion umzusetzen.

In beiden Fällen hat man die gleiche chanche auf eine Vorbereitung. Wobei diese in der Marktwirtschaft halt dezentral gemacht wird.

Planwirtschaft hat halt wie immer das Risiko der verplanung. Also das man sich am Anfang schon verplant hat und dann diese Krise noch mehr die Wirtschaft überlastet.

"Die Marktwirtschaft" und "die Planwirtschaft" gibt es gar nicht. Dies sind zu verwaschene Begriffe, um damit sinnvoll diskutieren zu können. Da sie aber als politische Propagandavokabeln seit langer Zeit im Umlauf sind, nehmen viele das nicht wahr und überschätzen die Erkenntnistiefe der Merksätze, die sie gelernt haben.

In jedem Wirtschaftssystem, das es gibt und jemals gab, wird beides getan: geplant und an Märkten gehandelt. Die Unterschiede ergeben sich daraus, welche Einheiten es sind, die das tun, und was für Spielräume und welchen Einfluß sie dabei auf das Geschehen haben. Hier konkret und detailliert Probleme zu untersuchen und nach Optimierungen zu suchen fände ich sinnvoller, als über abstrakte Phrasen abzustimmen.

Eine Planwirtschaft hat eher Nachteile, auch in Krisenzeiten

Hei, PrinceSaid, da in derPlsnwirtschaft bei der Versprgung der Bevölkerung die Dauer-Krise den Ist-Zustand darstellt(e), fällt der Ausbruch einer Krise beidieser Qotschaftsform nicht nennenswert ins Gewicht. Beispiel: Wenn das Nichtvorhandensein von Klopapier in den Läden Alltagserscheinung ist, so fällt das Nichtmehrvorhandensein von Klopapier nicht ins Gewicht, woll? Grüße!

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