stimmt es das Wasser nicht gefriert, wenn man Styropor in die Wassertonne legt?

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Das Styropor hindert nicht das Wasser am Gefrieren. Es soll aber bewirken, dass das Wasser, wenn es sich beim Gefrieren ausdehnt, nicht die Tonne sprengt, sondern das Styropor zusammendrückt. Das nützt aber nur so tief, wie das Styropor Tiefgang hat, also nur wenige Millimeter oder Zentimeter. Wenn das Wasser auf die ganze Höhe der Tonne gefriert, platzt sie halt ein wenig weiter unten.

Die Weingärtner bei uns in der Gegend haben früher Holzpfähle in die Regenbecken an den Weinberghäuschen gestellt, die dann aber bis zum Boden reichten. Das Eis hat dann beim Ausdehnen die Holpflöcke zusammengedrückt und nicht die Becken gesprengt. Sagen zumindest die Alten...

Es friert wahrscheinlich an der Oberfläche nicht, da eben da das wärmedämmende Styropor draufliegt. Aber viele Minusgrade hält das sicher nicht aus.

lol. da sieht man was passiert wenn viele leute posten die allesamt keine ahnung haben. sorry.

klar verhindern thermoplasten (darunter polystyrol, styropor ist eine handelsbezeichnung von IMHO BASF) dass das wasser gefriert, und zwar abhängig von der anordnung sogar bei sehr tiefen (<-20°C) temperaturen.

der trick heißt unterkühlung, ein phänomen aus der thermodynamik. dazu muss man wissen dass der schmelzpunkt von wasser, nicht jedoch der gefrierpunkt, bei ca. 0°C liegt.

das polystyrol im wasser verhindert dass es zur eis-nukleation an der oberfläche des materials kommt. daher kann an dieser stelle wasser nicht bei 0°C, sondern erst bei weit tieferen temperaturen (je nach anordnung und reinheit des wassers bis zu -70°C) gefrieren.

somit kein mythos.

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