Stimmt dieser Kommentar zu Türkei?

9 Antworten

Der Kommentar ist nationalistische türkische Propaganda, die so von vielen großmäuligen AKP- oder MHP-Türken in Foren vertreten werden. Vergleichbar mit deutschen Rechtsextremen, die auch gerne völlig unbeleckt vom Völkerrecht schwafeln.

Im Vertrag von Lausanne kam die Türkei sehr, sehr gut weg. Er ersetzt den Vertrag von Sevres, in dem z.B.Ostanatolien Armenien zugeschlagen war.

Zum Propagandatext an sich:

--> im Vertrag von Lausanne steht nichts von einer Laufzeit.

--> dass die Türkei keine Bodenschätze auf ihrem Territorium fördert, ist falsch. Dass sie das nicht darf, ebenfalls.

--> der Vertrag von Lausanne behandelt das Thema Bodenschätze nicht.

Wer es überprüfen mag:

--> Text des Friedensvertrags von Lausanne <--

Der Rest des vom Fragesteller zitierten Kommentar ist Blabla für Verblendete mit Ketten von Falschbehautungen - in der Bandbreite von lächerlich ("davon [von Bor] befindet sich 2/3 des Weltvorkommens in Balıkesir") bis weinerlich ( "Das [Elend] hätte man am liebsten auch mit der Türkei.")

Im Vertrag von Lousanne ist keine Laufzeit festgehalten, er endet 2023 also nicht. Den Vertragstext kann man problemlos z.B. über Wikipedia einsehen.

An dem Punkt enden dann auch schon alle übrigen Spekulationen...

Natürlich, weil die Türkei keine Bodenschätze abbaut und demnächst wieder gegen Wien zieht, direkt über das Amselfeld........

Erstens ist es der Vertrag von Lausanne, zweitens hat der keine Endfälligkeit, und drittens stimmt auch sonst kein Wort.

Nein, das Interesse besteht darin, die seit Atatürk bestehenden Grenzen so zu belassen, wie es 1923 mit den Westmächten verhandelt und unterzeichnet wurde. So denkt auch die aktuelle Regierung mit Präsident Erdogan. Es geht der Türkei mehr um Frieden in der Region, als um Ansprüche, die sich gegen die EU richten.

Die Türkei hat Ziele bis 2023 (Hundert Jahre Türkei). Aber das sind Wirtschaftliche Ziele, wie zum Beispiel unter die 10 Wirtschaftsmächte der Welt zu kommen. Unter die G20 haben sie es mit Erdogan bereits geschafft. Die Türkei geht diesen Weg weiter und den Menschen in der Türkei geht es Jahr für Jahr besser.

Und dieser Vetrag von Lausanne ist unendlich gültig, sofern die Türkische Regierung nichts anderes mit den Nachbarländern friedlich aushandelt. Denn theoretisch wäre es möglich, die Grenzen neu auszuhandeln, was aber nicht im Interesse der Türkei (heutige Regierung) ist. Der Frieden und die Gerechtigkeit in der Region ist Erdogan wichtiger. Die Türkei hat also keinen Anspruch auf Städte ausserhalb der eigenen Grenzen. Details findet ihr in diesem Video (Teil 3):

https://www.youtube.com/watch?v=j_p3iSQgkb0

Die ganze Geschichte inkl. Vorgeschichte über den Vertrag von Lausanne findet man hier (Teil 1 und Teil 2):

https://www.youtube.com/watch?v=zZssUW-HU6E

https://www.youtube.com/watch?v=ytPVk64G6SA

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