Starter der leuchtröhre leuchtet rot

2 Antworten

Das ist normal bei Startern mit dünnem Plastikgehäuse.

Der Starter hat die Aufgabe die Röhren zu heizen und den Zündvorgang der Röhre auszulösen.

Der Stromkreis sieht erst mal so aus:

Phase → Lichtschalter → Drossel → Heizfaden Röhrenende → Starter → Heizfaden anderes Ende → Neutralleiter

Der Starter ist erst mal "offen", über die Drossel liegen zunächst die vollen 230V über die Röhrenenden an, es fließt kein Strom da die Röhre noch nicht leitet.

Damit liegen auch 230V am Starter an.

Im inneren befindet sich eine spezielle Neonglimmlampe. Diese ist so konstruiert, dass die bei über 150V zündet, also heftig leuchtet. Normale Glimmlampen werden mit 40V betrieben und leiten schwach so dass sie nur durch eine leichte Gasentladung durch den Strom glimmen. Man kennt sie von Steckdosenleisten wo der Schalter wenn er an ist orange vor sich hin glimmt. Die im Starter an 230V wird so überlastet, dass ein sehr heftiger Strom fließt, die Glimmlampe leuchtet sehr hell auf und wird dadurch auch schnell sehr heiß. 

In der Neonglimmlampe sitzt auch ein Bimetall parallel zur eigentlichen Lampe. Wird er heiß, schließt er die Glimmlampe kurz. Jetzt ist der oben beschriebene Stromkreis komplett geschlossen, ein starker Strom kann durch die Heizwendel in der Röhre fließen. Die Röhrenenden leuchten dadurch meistens sichtbar auf, zuerst orange durch das glühen der Heizwendel, dann wenn das länger dauert weiß da die Röhre durch die Hitze alleine schon etwas anfangen kann zu leiten und damit zumindest nahe den Enden zu leuchten.

Elektronen können einen Draht nur unter besonderen Umständen verlassen. Entweder muß ein strom leitendes Gas dran sein oder der Draht muß sehr heiß sein (Glühemission, Radioröhren und Bildröhren werden deswegen auch geheizt).

Jetzt wo die Drähte in den Röhrenenden sehr heiß glühen kann die Röhre gezündet werden. Hat der Starter sich genügend innen drin abgekühlt, öffnet das Bimetall. Die schlagartige Stromunterbrechung macht die Drossel zur Zündspule und ein Impuls von über 1000V entsteht an der Röhre die dann zünden kann. Hat sie gezündet, ist ihr Gas ionisiert, also Stromleitend.

Jetzt zieht die Röhre selber direkt Strom und der wird durch die Drossel begrenzt. Damit fällt die Spannung über der Röhre auf etwa 100 bis 120V ab. Zu wenig für den Starter der mindestens 150V braucht. Jetzt leuchtet die Röhre im Normalbetrieb, der Starter macht nichts mehr, der normale Betrieb hält das Gas in der Röhre leitend und die Drähte in den Enden warm genug.

Hat die Röhre nicht oder nicht richtig gezündet (nur geblitzt), dann liegen wieder 230V dran und damit auch am Starter, der zündet wieder und es geht von vorne los. Deswegen blitzen ältere Röhren die nicht mehr so gut zünden dann mehrmals bevor sie an gehen.

Bei konvenzionielle (nicht-elektronische) Startern ist es ganz normal dass ein Lcht aus dem Starter kommt am Moment dass gestartet wird.

Das hat zu tun mit dem Prinzip des Starters, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtstofflampe#Starter

Ist also eigentlich eine (Art) Glimmlampe! 

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