Sollten Kleinkinder in einem Fahrradanhänger einen Helm tragen?

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9 Antworten

Ich muss auch sagen, ich hatte schon den einen oder anderen Fahrradunfall bei dem ich übers Fahrrad abgegangen bin. Trotz dass meine Eltern mit mir ins Krankenhaus sind, bin ich nach Hause geschickt worden.
Ich glaube einfach, dass man nicht bei jedem Sturz sich schwer am Kopf verletzt ohne Helm. Ich persönlich hasse Helme heute noch. Und meine Kinder haben zwar einen, aber ehrlich gesagt fahren sie auf Laufrad ohne Helm. Zum reiten hat die Größe einen auf, aber vom Pferd ist der Abgang auch etwas höher als vom Fahrrad und die Gefahr, dass das Pferd nach tritt ist doch höher, als dass das Fahrrad noch auf den Kopf fällt.
Und wie kann ich meinen Kindern sagen, sie MÜSSEN einen Helm tragen wenn ich es ihnen nicht vorleben kann.
Außerdem bin ich mit 6 Jahren mal beim skaten gestürzt, damals ohne Schützer, meine Mutter sagte dem Arzt dann, dass sie weiß das Schützer besser wären ich mich aber damals schon wehrte, und der Arzt meinte dann, der Arm wäre wohl komplizierter gebrochen mit Schützer und so war "nur" der Radius angebrochen und nicht durch.
Einen Helm im Fahrradanhänger, auf die Idee wäre ich auch noch nicht gekommen. Denn die Kinder sind fest angeschnallt und haben einen Überrollbügel. Die fallen da drin ja nicht von rechts nach links.
Aber ich kenne Eltern, da müssen die Kinder beim Dreirad und bobbycar fahren einen Helm tragen.
Aber im Grunde muss das jede Familie für sich entscheiden. Wichtig ist, ihr solltet hinter der Entscheidung stehen und den Kindern dann auch ein Vorbild sein!

Der logische Menschenverstand sagt JA. Zum Einen können auch mit dem Anhänger schwerwiegende Unfälle passieren, zum Anderen gewöhnen sich die Kinder von vornherein auf das Helmtragen beim Fahrradfahren. Schließlich sollte jeder Fahrradfahrer einen Helm tragen, oder? (Obwohl ich zu meiner Schande gestehen muss, ich trage auch nie einen "ganz doll schäm"

Stimme hier Olaf68 zu.

MEINE Antwort: "Aus Sicherheitsgesichtspunkten eher nein."

  1. Die Helm-Trage-Debatte zeichnet sich sowieso meistens dadurch aus, dass viele Leute einfach das laut in die Gegend rausposaunen (nämlich: Kinder müssen immer einen Helm tragen), was ihnen sog. Experten und die Helm-Hersteller einbleuen. Fakt ist: Es gibt wenige Untersuchungen, die belegen, dass ein Helm Kleinkinder beim Fahrradfahren wirklich schützt. Das mag nicht unbedingt den eigenen Erwartungen entsprechen und es entspricht sicherlich nicht der herrschenden Meinung, aber es gibt wenig Belege dafür. Das dürfte einer der Gründe sein, warum es noch keine gesetzliche Helmpflicht in D gibt. Das bedeutet natürlich nicht, daß Helme schädlich sind. Aber es wäre schön, wenn man in der Debatte mal etwas differenziertere Beiträge lesen würde.
  2. Helmtragen im Anhänger ist in unserer Familie nicht "Vorschrift". Vielleicht in anderen. Sicher ist es nicht Gesetz und daher ist es NICHT VERPFLICHTEND IN DEUTSCHLAND.
  3. "Aber sicher doch" schrieb solf1. Wieso eigentlich? Und wieso bist Du Dir da so sicher? 4."(...)und Hindernisse möglichst umfahren". Ach, ehrlich? Ich fahre immer voll gegen die Wand und in entgegenkommende Autos. Danke für den Hinweis.
  4. Was, lieber solf1, hilft der Helm gegen das Durchgeschüttelt werden bzw. gegen die vermeintliche Gefahr für die Wirbelsäule? Wäre es unter dem Gesichtspunkt nicht vielleicht ratsamer, nicht noch zusätzliches Gewicht (=Helm) oben an die Wirbelsäule dranzupacken um die Belastung dadurch nicht noch zu erhöhen? Durch den Helm wird die Halswirbelsäule ggf. abgewinkelt. Vielleicht dadurch nochmals erhöhte Gefahr für frühzeitiges HWS?
  5. Hat man in den von Dir in Bezug genommenen "neuesten Untersuchungen" das Fahren im Fahrradanhänger mal mit Autofahren und Getragenwerden verglichen? Man mag sich gar nicht vorstellen, welche Schäden für arme Kinderwirbelsäulen durch das Tragen entstehen. Also besser immer schön liegenlassen, die Kleinen.... 6."Der logische Menschenverstand sagt ja." S*+#', da hab ich wohl was verpaßt. Ich frage mich, bei welchen Unfällen der Helm im Anhänger meiner kleinen Tochter helfen würde. Das touchieren von Hindernissen oder das Umkippen von Anhängern gehört nicht dazu, denn die heutigen Anhänger haben ein stabiles Alu-Gerüst, die Kinder sind darin fest angeschnallt und purzeln nicht durch die GEgend. Ausserdem sitzen sie sehr tief. Bleiben "Projektile" (also der Hänger fällt unglücklich in einen spanischen Reiter oder so was) oder der von vielen Idioten so gerne zitiere Vollmanscher, wenn der Tanklastwagen über Anhänger mit Kind drin rollt. Letzteres passiert de facto so gut wie nie. Ich wüßte auch nicht, was ein Helm in so einer Situation helfen sollte.
  6. Wie oben bereits gesagt: Macht was Ihr wollt - Ihr seid die Erziehungsberechtigten und das würde ich echt wörtlich nehmen- und für richtig haltet. Richtig viel schaden mag so ein Helm nicht (ganz so sicher wäre ich da nicht), vielleicht ist er unbequem, aber wenn Ihr wollt.... Aus erzieherischen Gründen mag man es auch vertreten. Da wäre es wohl wichtiger, als Erwachsener Vorbild zu sein. Wie gesagt, m.E: ist der Druck auf der Satrße sowieso eher der, einen Helm aufzuhaben. Aber wenn Ihr Euren Kindern im Fahrradanhänger aus Sicherheitsgründen einen Helm aufsetzt, dann sollte Ihr das auch im Auto tun (und vielleicht auch beim Gehen oder im EInkauswagen, man weiß ja nie. Gibt's eigentlich schon Wirbelsäulenprotektoren für Babys?)
  7. Tschuldigung, wenn ich ihr so ausfällig werde, aber ich habe noch nie eine überzeugende Begründung gelesen, aber etliche Leute, die die Frage einfach blindlings bejahen. Wie wäre es mit etwas Skepsis?

Gruß Jens

Ja ich hatte früher auch keinen Helm auf , bin auch das letzte mal mit ( staune 7 mitgefahren :D ) und keinen Helm auf , ich wurde immer gut festgemacht mit Gurten und deshalb bestand auch nie die Rede davon :)

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Im Gegensatz zum Kindersitz hat meine Tochter im Anhänger keinen Helm auf - da sie durch die Hängerkonstruktion geschützt ist. (Überrollbügel, Gurte, niedrige Sitzhöhe usw.). Sonst müßte sie den Helm auch im Auto tragen.

Und da der Helm nach hinten übersteht, müßte sie immer den Kopf nach vorne beugen - ob das bequem ist?

Die Anmerkung von Solf finde ich sehr wichtig - nach Möglichkeit nur auf Asphalt fahren und vor Hindernissen (Bahnschienen, Bordseinabsenkungen (Radwege!)) auf Schritttempo runter & laaangsam drüber.

Eine gesetzliche Vorschrift, einen Helm auf einem Fahrrad zu tragen gibt es bisher in Deutschland nicht.

Für kürzere Fahrten (bis 15min, z.B. Einkaufen) könnte man es sich überlegen den Kindern im Fahrradanhänger einen Helm überzuziehen. Muss man aber nicht. Laut Polizei ist es nicht Vorschrift. Für längere Fahrten ist es nicht zu empfehlen, da das Kind eine vorgebeugte Position einnehmen muss, nicht gerade angenehm. Muss man je nach Anhänger Modell entscheiden.

Was aber sicherlich ganz entscheidend ist, dass ALLE Personen, ob Kinder oder Erwachsene, die selbstständig ein Fahrrad lenken, einen Helm tragen! Ich selber würde nicht mehr hierstehen, wenn ich damals keinen Helm getragen hätte. In einer vermeintlich ungefährlichen Situation gestürzt, volle Kanne auf Kopf aufgeschlagen. Der Helm war in 2 Teile zerbrochen. Hätte ich keinen getragen wäre es anstelle des Helms mein Schädel gewesen.

Ich würde dies schon allein aus erzieherischen Gründen (später sollen sie ja beim Selber-Radeln auch einen Helm tragen), als auch aus sicherheitstechnischen Gründen auf jeden Fall tun. Also, Helm auf.

Aber natürlich - das ist doch meines Wissens auch Vorschrift. Ausserdem bereitet es die Kinder, wie alle hier schon schrieben, darauf vor, beim Fahrradfahren auch den Helm zu tragen.

aber sicher doch... und sachte fahren und Hindernisse möglichst umfahren. Neueste Untersuchungen zeigen wie sehr die Kinder im Anhänger gebeutelt werden. Die Wirbelsäule ist dabei unglaublichen Kräften ausgesetzt.

also bitte sachte um Verletzungen zu verhindern, welche die Kinder mitunter ein lebenlang behindern können.

Stimme da vollkommen zu!!!

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