Sollten Kinder ihre Eltern mit Vornamen anreden?

13 Antworten

Ich bin da vielleicht auch altmodisch; aber die Eltern sind die Eltern, Mama und Papa, und das ist eben etwas anderes als Klaus und Erika z.B. Das Verhältnis zueinander ist differenzierter wenn man halt Mama, Papa, Oma, Opa, Onkel und Tante soundso hat und dann eben Freunde, die mit Vornamen angeredet werden. Und ja - das hat auch mit gesundem Respekt zu tun...

Hallo eva75, ist sicher ganz cool, die Anrede mit dem Namen. Aber ich halte das für ganz falsch! man vermischt hier zwei Ebenen miteinander: Erwachsene und die zunächst noch lange Zeit von ihnen abhängigen Kinder. Erst sind die Eltern; durch die Eltern entstehen die Kinder! Wenn man die Kinder auf die selbe Ebene holt (ich will deine Freundin, dein Freund sein) auf der man selber steht, vermittelt man ihnen zwar ein Gleichwertigkeitsgefühl, aber man legt ihnen damit unbewußt auch die gleiche Verantwortung auf die Schultern, die man als erwachsener Elternteil allein tragen sollte. Mama und Papa drücken nicht nur anheimelnde Wärme sondern auch Verantwortlichkeit aus: Ich stehe auf einer oberen Ebene und kann deshalb acht auf meine Kinder geben, denn mein Überblick ist von oben viel besser. Die Begriffe Mama und Papa geben Geborgenheit. Kinder, die ihre Eltern beim Namen nennen, spüren oft diese Geborgenheit nicht so.

Viele Grüße fuisting49

Unsere Kinder sagen beide "Mama", meine Tochter nennt mich "Paps" und mein Sohn sagt "Chef" zu mir. Wie sich's gehört. ;-)

Ich glaube nicht, dass es mir gefallen würde, wenn mich meine Kinder beim Vornamen nennen würden. Hat vielleicht irgendwas mit meiner antiquierten Ansicht bez. dem Respekt zu tun...

so isses.. Ordnung und Zucht im Hause Kabarks..:-)Das mit dem Chef werde ich auf die Traktandenliste nehmen und es priorisieren....

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@solf1

Vergiss' aber nicht die nötige Besammlung, damit das ganze endlich in die Vernehmlassung kann... ;-)

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Ja, "Chef"... da sieht man, wozu das vermeiden des nennens beim Vornamen wirklich letztlich gut ist... um sein Ego aufzublähen. Um sich wichtig zu fühlen, Macht und Kontrolle ausüben zu können. Um zu wissen, wer man ist. Der Chef. Aha.

Dem Kind kann man so niemals von Angesicht-zu-Angesicht begegnen. Von Mensch-zu-Mensch und die Beziehung bleibt auf eine Arte und Weise für immer zweidimensional.

Deswegen versuchen viele Kinder, ihren Eltern das perfekte Kind vorzuspielen und Lügen wie gedruckt, denn sonst haben sie Ärger am Hals. So wird man sein Kind nie WIRKLICH kennen lernen und das absolute Vertrauen gewinnen.

Traurig. Ich bin für beide Optionen: Vornamen UND Mama/Papa.

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Meistens ist es nur eine Phase, weil die Kinder das von anderen Erwachsenen mitbekommen, dass die Eltern dort nicht mit Mama und Papa angeredet werden.

Unser Ilias (2 1/4) bekommt das oft von uns mit, weil ich meinen Mann natürlich auch mit seinem Vornamen anrede und er umgekehrt mich. Dann plappert er das manchmal nach - ich finde das süß. Denn wenn es höchste Not ist, oder er etwas von uns möchte, dann kommen "Mama" und "Papa" eh wieder ins Spiel......

Bekannte liessen sich von ihren Kindern mit Vornamen anreden, weil sie das "moderner" fanden.

Eins Tages kam die Tochter an und jammerte: "Alle anderen Kinder haben Papa und Mama, aber wir haben nur Euch!"

Man sollte das den Kindern vielleicht als Option anbieten, aber es nicht festlegen.

Super-Antwort! - Meine Mutter mußte ihre Mutter noch "per Sie" anreden und umgekehrt. Das war vielleicht urkomisch. Das ist heute gar nicht mehr vorstellbar. : ) LG

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