Soll das Mindesthaltbarkeitsdatum durch ein Verbrauchsdatum ersetzt werden?

3 Antworten

Ob meine Meinung dazu weiterhilft, weiß ich nicht. In Dänemark gibt es als Aufdruck auf den Verpackungen den "sidste Salgsdag", den "letzten Verkaufstag". Ist dieser überschritten, darf das Produkt nicht mehr verkauft werden.Wann es verbraucht wird, ist Ermessenssache des Kunden. Genau das fehlt in De.

AUF GAR KEINEN FALL. Ich arbeite in einem Lebensmittelbetrieb und das MHD und das Verbrauchsdatum haben primär nichts miteinander zu tun. Das Verbrauchsdatum gibt es ja eher selten. Z.B. bei Hackfleisch und gibt an bis wann ein Lebensmittel bedenkenlos verzehrt werden kann. Das MHD hingegen gibt an, bis wann ein Lebensmittel uneingeschränkt den Herstellerangaben entspricht, es heißt zwar nicht das es bei überschreiten dieses Datums nicht mehr verzehrfähig ist, schließt es jedoch auch nicht aus. Z.B. bei einem Kirschjoghurt stimmt bis dahin in Farbe und Geschmack mit den Herstellervorgaben überein.

Aber es gibt nun einmal Lebensmittel, bei denen man nicht mit Sicherheit sagen kann, wann sie verderben, man kann es nur mutmaßen, nimm einmal Spaghetti oder deine Konserve, diese können unter Umständen ewig haltbar sein, schmecken vielleicht nach 60 Jahren nicht mehr sooo geil. Dein Argument mit der Verschwendung greift hier ja gerade genau nicht. Druckst du hier ein Verbrauchsdatum auf, wird es bei überschreiten weggeworfen obwohl es noch genießbar wäre. Du siehst erst im Zusammenspiel von MHD und VD kannst du Verschwendung verhindern.

Vielleicht kein so tolles Argument: Aber wirtschaftlich gesehen leben wir in Europa ein einer Überflussgesellschaft. Durch den Überkonsum erzeugst du mehr Umsatz, ergo auch Arbeitsplätze und Steuern. Die Lebensmittel werden eh weggeworfen ob direkt beim EU-subventionierten Bauern oder in deiner Küche. Die Bauern sind ja angereizt zu viel zu produzieren.

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