Solche Steckdosen gefährlich?

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10 Antworten

Du darfst eine defekte Steckdose ersetzen ohne dabei den in Anführungszeichen Bestandsschutz der Anlage zu gefährden. Ob es sinnvoll ist das zu ersetzen? Klar denn die Zeit ist seitdem weitergegangen was die Sicherheitsmechanismen betrifft. Musst du aber nicht denn dann musst du die Anlage auf den aktuell gültigen Stand der Vorschriften bringen. Das heißt auch FI, und wenn da noch so ein alter Verteilerkasten hängt kannst du den auch gleich ersetzen lassen weil die oftmals nur einreihig waren und man damit in der Regel keinen Platz für einen FI hätte. Das heißt da hängt noch ein Rattenschwanz dran. Die Anlage ist nicht unsicher, zumindest nicht wenn sie die damaligen Vorgaben und Vorschriften noch erfüllt und sie nicht verbastelt wurde. Und die Sicherheit der Anlage kann man vom Fachmann prüfen lassen, der hat erforderlichen Meßtechnik um das festzustellen.

Ich kann dir auf jeden Fall sagen, ich habe mal eine Anlage aus den 1950ern geprüft, bevor ich sie dann komplett ersetzt habe. War nur rein aus Interesse was da für Werte rauskommen. Isolation war absolut ok, hätte auch den heutigen Ansprüchen von mindestens 1MOhm genügt (früher sagte man 1 kOhm pro V Meßspannung, und die beträgt da 500V). Schleifenimpedanz war auch ok, selbst für einen Leitungsschutzschalter B16 A (war damals noch H16 A).

Die Kabelfarben sind von vor 1965, da war die Umstellung auf aktuell gültigen (und 2006 etwas modifizierten) Kabelfarben. Schwarz müsste die Phase sein und grau der PEN (früher Nullleiter genannt). Auf jeden Fall vorher prüfen ob das auch so ist!! Damals gabs noch keine Ausschließlichkeitsregelung wie heute beim grün/gelben der nur als Schutzleiter benutzt werden darf und für sonst nichts anderes.

Nach dem letzten Stand der Vorschriften zur klassischen Nullung aus dem Jahr 1969 wird der PEN auf den Schutzkontakt geklemmt, von dort aus eine Drahtbrücke zum N-Anschluss der Steckdose. Davor hat man es andersrum gemacht, aber aus Sicherheitsgründen sollte man den Null direkt auf den Schutzkontakt legen, denn Sicherheit geht vor Funktion (des angeschlossenen Gerätes).

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Dann handelt es sich um einen Altbau, ein Haus, das in den 1960ern errichtet wurde oder früher. Damals war es nicht üblich, die Elektrik zu erden und es wurden Kabel und Steckdosen ohne Schutzleiter verbaut.

Du kannst normale Schutzkontaktsteckdosen verwenden, hast aber eben keinen Schutzleiter. Die Steckdosen stört das nicht und leichter in Brand geraten sie auch nicht.

Wenn etwas leichter brennt, dann nur, wenn Kabel unterdimensioniert (zu dünn) und damit überlastet oder falsch angeschlossen sind. Die Steckdosen können dafür nichts.

Wenn das beheben willst, müsstest neue dreiadrige Leitungen ziehen und am Hausanschlusspunkt oder im Installationsraum das System erden.

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Kommentar von germi031982
05.01.2016, 22:43

Schuko-Steckdosen ohne angeschlossenen Schutzkontakt nutzen zu wollen ist der größte Pfusch den es überhaupt gibt. Damals wurde klassisch genullt direkt an der Steckdose, Drahtbrücke zwischen N-Anschluss und Schutzkontakt. Der Nullleiter (mittlerweile heißt der PEN) ist eine Ader mit zwei Funktionen daher auch die Zusammenziehung aus PE (Schutzerde, Protective Earth) und N für Neutralleiter. Ist aber seit 1973 unzulässig bei Neuinstallationen so eine klassische Nullung durchzuführen.

Was du da vorschlägst, eben den Schutzkontakt nicht anzuschließen, ist lebensgefährlich denn im Fehlerfall kann bei einem Gerät der Schutzklasse 1, also Schutzerdung, eine gefährliche Berührungsspannung an metallischen Oberflächen anstehen und wenn das einer dann anfasst bekommt er eine geschossen. Bei korrektem Anschluss kommt hier durch die niederohmige Verbindung zu einem sehr hohen Kurzschlußstrom der den Leitungsschutzschalter ansprechen lässt (Schnellauslösung bzw. magnetischer Kurzschlussauslöser) der dann den Strom abschaltet.

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Das eine ist die Phase und das andere brückst du dann von Neutral auf Pe.Aber gut sehen die Kabel nicht mehr aus.Wäre besser wenn du das Kabel komplett tauschen könntest.

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Das es in Brand geraten kann, ist nicht wahrscheinlich, wie bei einer 3 Adrigen Leitung, aber natürlich ist es gefährlicher, da kein Fehlerstromschutzschalter bei einem Fehler auslösen kann.

Verboten ist es nicht, eine vorhandene Steckdose zu ersetzen.

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Das schaut nach einer klassischen Nullung aus, die bereits seit dem 1. Mai 1973 für Neuanlagen verboten ist. Altanlagen genießen jedoch Bestandsschutz. Ggf. solltest du in deinem eigenen Interesse (Gesundheit, Leben, Brandvermeidung) eine Elektrofachkraft konsultieren. Solltest du zur Miete wohnen, sollten dir auch keine Unkosten entstehen.

Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Nullung

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ist noch altanlage(nullung)da brauchst eine brücke vom N auf erde geklemmt

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es gibt noch viele alte Häuser mit zwei Adern, man kann dann aber den Nullleiter mit unter den Minus klemmen, also eine Brücke legen

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Kommentar von wollyuno
03.01.2016, 14:30

minus gibt's nur am auto und nicht bei wechselspannung

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> Was sollte ich jetzt am besten machen <

am besten die Pfoten von Sachen lassen von denen man nichts versteht und einen beauftragen der etwas davon versteht ist ja nicht ehrenrührig nicht alles zu wissen/können

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Wenn du keinen fi hast kannst Du eine brücke von N und PE machen (aber Vorsicht falls du eine brücke von L und PE machst ist das Lebensgefährlich)

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