Sind amerikaner wirklich dümmer?

12 Antworten

Die USA sind ein sehr heterogenes Land, man trifft dort alle möglichen Gruppen: sowohl gebildete Wissenschaftler (und andere gebildete Leute, Ingenieure, Schriftsteller usw.) als auch Leute, die tatsächlich enorme Bildungsdefizite haben. Das alles existiert dort parallel nebeneinander.

Natürlich gibt es auch regionale Unterschiede. Ein New Yorker, der sich zum ersten Mal in ein Südstaaten-Dorf verirrt, wundert sich sicher ähnlich wie ein Mensch vom Land, der zum ersten Mal nach New York kommt. Die Mentalitäten sind sehr unterschiedlich. Manche Filme thematisieren das auch.

Kalifornier (und Leute aus Oregon) "ticken" auch oft anders als jemand aus einem einsamen Dorf aus dem Midwest. Es kommt nicht selten vor, dass sich Amis über andere Amis wundern (und das "wundern" ist oft noch milde ausgedrückt).

Unsere Denkweise ist sehr auf "Ausgleich" (zwischen den gesellschaftlichen Gruppen) ausgerichtet. In den USA ist man dran gewöhnt, dass man zuerst an einer Brücke vorbeikommt, unter der die Obdachlosen schlafen, und kurze Zeit später an Super-Luxus-Villen.

Amis sind oft drauf gefasst, dass ihnen was zustoßen könnte (theoretisch). Wer über Land fährt, rechnet mitunter mit einer unangenehmen Überraschung. Da fühlt man sich mit einer Waffe "sicherer". Das ist zwar ein Trugschluss, aber unsere Psyche funktioniert mitunter so (unlogisch). "Das Böse lauert überall" - und davor will sich die Psyche schützen. 

Natürlich gibt es auch regionale Unterschiede. Ein New Yorker, der sich zum ersten Mal in ein Südstaaten-Dorf verirrt, wundert sich sicher ähnlich wie ein Mensch vom Land, der zum ersten Mal nach New York kommt. Die Mentalitäten sind sehr unterschiedlich. Manche Filme thematisieren das auch.

Wobei das nichts spezifisch Amerikanisches ist, ein Berliner (der nur dort lebte), den schickst mal vier Wochen in ein bayrisches Dorf ;)

Oder einen Moskauer in die Taiga, einen Londoner in die Highlands usw...

Viel krasser finde ich da die Art, wie die USA besiedelt sind. Es gibt die Millionenstädte, wo die Leute keine Ahnung 5.000 Dollar für ein Wohnklo zahlen, aber 20 km weiter ist tiefste Pampa. Da ist unsere Siedlungsstruktur ausgeglichener, auch die Verbindungen untereinander, der Dorfbauer kommt genauso bequem in einer zumutbaren Zeit in die nächste Großstadt, wie andersrum. Wir haben nicht die riesigen Millionenstädte, aber eben (bis auf wenige Ausnahmen) auch keine Landstriche, bei denen das nächste Dorf weiter als 20 km entfernt ist (und dazu muß man in Deutschland schon lange suchen).

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Da fühlt man sich mit einer Waffe "sicherer". Das ist zwar ein Trugschluss, aber unsere Psyche funktioniert mitunter so (unlogisch).

Tja...., dieser angebliche Trugschluß entsteht vermutlich aus der Tatsache, daß du zu diesem Thema anscheinend nicht ausreichend informiert bist.

Es gibt in den USA jährlich mehrere hundert Fälle von erfolgreicher Selbstverteidigung mit legalen Schußwaffen...., oft sogar mehrere pro Tag.

Frag dich mal, warum du davon hier in unseren Qualitätsmedien nicht einen einzigen Fall findest ( obwohl darunter nicht selten sogar sehr spektakuläre Fälle sind ), dafür aber jeder einzelne Fall von Misbrauch legaler Waffen ( vorzugsweise in den USA ) tagelang medial aufgeblasen wird.

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Ich habe Kollegen in Amerika die ich hin und wieder treffe. Dümmer - Nein. Tolle Menschen, die ihre eigenen Meinungen und Auffassungen haben. Ich mag alle. Am liebsten sind mir aber 2: Ein original Florida Mann, hat zu allem einen Witz auf Lager und kann selber über sich lachen. Er sieht die Welt mit amerikanisch würde ich sagen. Der andere ist Sohn eines Air Force Piloten, in Deutschland geboren und dann in Europa aufgewachsen bis sie mit 16 wieder in die Staaten sind. Er sieht die Welt aufgrund seiner Erfahrung amerikanisch, versteht aber europäische Sichtweisen und kann beides für beide Seiten gut erklären. Er hat mir mal gesagt, er weiß wie insbesondere wir Europäer Amerikaner sehen: eingebildet, mit Vorurteilen befüllt und wenig weltgebildet. Aber: er meinte, versteh uns mal. Viele können sich keinen Urlaub mit Flügen leisten, weil es zu teuer ist. Im Norden sind Kanadier, die mögen sie nicht. Im Süden sind Mexikaner, da wollen sie nicht hin. Also machen sie Urlaub in den Staaten und so bekommen sie keinen Eindruck von der Welt. War für mich einleuchtend und seitdem sehe ich es etwas differenzierter.

Und zum Fernsehen: du siehst was du sehen sollst. Es hab wohl auch andere Statements, aber die passen Grad nicht in die Meinung der Sendung die vermittelt wird.

Warum können sich US-Amerikaner und Kanadier nicht leiden?

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@RischijKot

Nicht leiden trifft es nicht ganz. Für ihn War es wie eine andere Kultur. Von Gesundheitswesen über Arbeitsplätze bis zu Autos. Konnte ich auch nicht glauben. Er hat mich beruflich eingeladen und da wollte er es mir mal zeigen. Hat Bis jetzt nur noch nicht gepasst.

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@derkuddel

Oh, das wußte ich nicht, dachte eigentlich immer, das würde sich ähnlich wie Deutschland zu Österreich verhalten.

Daß sie die Mexikaner nicht "mögen", ist ja spätestens seit Trump kein Geheimnis mehr. Die sprechen aber auch ne andere Sprache und haben eine andere Kultur.

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Hm. Danke. Aber ich verstehe das auch nicht wirklich: wieso sollte man Kanadier nicht mögen? Das muss ja einen Grund haben.

Und wieso sollte man nicht in Mexiko Urlaub machen? Auch Europäer machen Urlaub dort, und es gibt dort viele spannende Dinge zu sehen.

Das mit dem Urlaub ist eine Sache, aber es gibt doch heute (dank Internet) viele Informationsmöglichkeiten. Zudem reisen manche Amis durchaus (auf Island sind öfters Amis zu sehen).

Dass man innerhalb der USA Urlaub macht, verstehe ich durchaus. Die USA haben tolle Landschaften, und das ist auch spannend.

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@OlliBjoern

Und wieso sollte man nicht in Mexiko Urlaub machen? Auch Europäer machen Urlaub dort, und es gibt dort viele spannende Dinge zu sehen.

Da gibt es doch irgendeinen Uraltschinken "we will go to Mexico"...

Dürfte wohl vorkommen, für die meisten Amis sind es aber wohl eher die Feinde (Rivalen wäre das falsche Wort, sie machen ihnen ja nichts streitig.). Wäre wohl, wie wenn jemanden fragst, ob er mal Urlaub in der Türkei machen würde (nach all den Vorfällen).

Die Mexikaner sind ein abgrundtief korruptes Volk, das nicht nur das eigene Land im Drogensumpf hält, sondern dies auch noch in die göttliche USA exportiert - so oder so ähnlich dürfte die Durchschnittsmeinung sein.

Dass man innerhalb der USA Urlaub macht, verstehe ich durchaus. Die USA haben tolle Landschaften, und das ist auch spannend.

Haben sie, keine Frage - aber was wir als toll empfinden, dürften die schon alle gesehen haben oder wohnen dort, und halten es für nichts besonderes. Wenn als jemand aus Bayern nach Frankfurt zu Besuch kommt, die finden auch die Hochhäuser ganz geil, an denen wir jeden Tag vorbeifahren ;)

Andersrum finde ich bayrische Landschaften (und viele andere natürlich) auch genial. Der Mensch sucht ja immer das, was er nicht kennt.

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Trump will die Ruestungsausgaben in den USA auf 745 Milliarden $ hochschrauben.

Die USA wird die staerkste Macht der Welt sein usw.

Das gefaellt dem Durchschnitt der Einwohner, sie bedenken nicht, das die Bruecken zum schlafen der Obdachlosen knapp werden koennten, denn die Verschuldung von ueber 22 Billionen $ wird ja noch hoeher werden.

Da es in dieser Richtung keinen Aufschrei gibt, denn die Sicherheit in der Welt wird ja dadurch nicht besser, bestaetigt die Annahme, der US-Buerger begreift diese unheilvollen Zusammenhaenge nicht mehr, er ist absichtlich und freiwillig dumm.

Böse, ganz böse... :)

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Ich denke, das liegt nicht an der Bildung sondern einfach daran, wie die aufgewachsen sind und wie ihre Einstellung ist. Ich glaube die denken einfach ganz anders über sowas als wir. Bei dem Präsidenten wundert mich das aber irgendwie nicht ;)

Sagen wir mal so, der Durchschnittsamerikaner setzt völlig andere Prioriäten, das kommt für uns eher "dumm" rüber. Im Grunde ist es eine andere Kultur, die wir nicht in allem verstehen.

Sie bauen Holzhütten, die beim nächsten Sturm wegfliegen, haben in den meisten Vorstädten bis heute überirdische Luftkabel als Stromnetz, rotz Hurrikans usw, ja sie sind da nicht so die "Hellsten".

Dafür haben sie ihre dicken Karren. Mit denen dürfen sie zwar auch nur 120 km/h oder so auf dem Highway fahren, aber das nennen sie Freiheit - genauso, wie es für sie Freiheit ist, daß jeder eine Knarre hat.

Die schütteln dafür über uns den Kopf, daß wir gerne zügiger fahren, dafür aber uns im Grundrecht, nämlich dem Recht auf Waffen und Verteidigung, einschränken lassen.

Was ist gefährlicher, 200 km/h fahren, oder jeder hat eine Waffe?

Ein Amerikaner würde wahrscheinlich das schnelle Fahren als gefährlicher ansehen.

Richtig ist ja auch, Waffen töten nicht, es sind die Menschen. Genauso wenig tötet aber auch schnelles Fahren, es sind Vollpfosten hinterm Steuer, die Unfälle verursachen, da ist die Geschwindigkeit erstmal Nebensache.

Sozusagen Schach.

Zur Allgemeinbildung, die doofen Amis kennen ja nichtmal die Hauptstadt der Slowakei. Die USA sind aber so groß wie Europa. Sage mir mal, welcher Fluß durch Virginia fließt, was die Hauptstadt von Utah ist oder welche Gebirge es in Texas gibt? Ich weiß es auf Anhieb übrigens auch nicht, man kennt die Millionenstädte und weiß grob, daß im Osten die Appalachen und im Westen die Rocky Mountains sind, und drei vier Flüsse bekommt man auch noch hin.

Da muß der Durchschnittseuropäer für einen Amerikaner dann auch "saublöd" sein.

Es sind also in erster Linie, denke ich, kulturelle Unterschiede.

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