Schwiegereltern behandeln Freund(18) wie ein kleines Kind?

13 Antworten

Also zunächst mal: Es fällt tatsächlich vielen Eltern schwer, zu realisieren, wie alt ihr "Kind" eigentlich ist und sie behandeln es oft noch länger als Kind (oder Teenie) als nötig. Das kann man schon einsehen, wenn man bedenkt, wie viel schnell für einen selbst die Zeit vergeht als in der eigenen Kindheit - für die Eltern fühlt sich das halt noch schneller an und manchmal kommen sie dann nicht ganz mit und schätzen ihr "Kind", das sie ja lange als Kind kannten, jünger und unreifer ein, als es ist. Dann können durchaus Eltern von 18jährigen das Gefühl haben, noch alles kontrollieren zu müssen.

Das Problem in dieser Familie scheint aber zu sein, dass alle unzufrieden sind und diese Unzufriedenheit an den anderen mit den Mitteln auslassen, in sie in dem Haushalt gelernt haben (z.B. der Bruder schreit auch rum, wie die Eltern). Vermutlich haben beide Eltern unbewusst gelernt, dass sie ihren Stress abbauen oder vermeintlich abbauen können, wenn sie die Kinder anschreien und/ oder sich über Kleinigkeiten (Sachen liegen auf dem Boden) ärgern.

Konto ausspionieren: Ja, das gehört dazu, wenn man gewohnt ist, als Elternteil "alles" vom Kind wissen zu müssen. Einige Eltern haben tatsächlich das Gefühl, dass es ihnen zusteht und wichtig ist, alles wissen zu müssen, dass das Kind keine Privatsphäre haben darf. Und  dass der Elternteil alles kontrollieren muss, also auch jede Kleinigkeit offiziell erlaubt werden muss. Selbst in späteren Jahren noch (Zeitgefühl, s. o.)

Ich würde nach Workaround-Ideen suchen.

Also nicht die direkte Konfrontation suchen, denn in der Welt der Eltern ist das ein Angriff auf sie - sie haben schließlich die Kontrolle, und jetzt muckt das Kind auf und stellt ihr ganzes Modell in Frage. Das geht nicht. 

Also:

Zweites Konto eröffnen, und Geld vom ersten abheben und auf das zweite legen und von dort Überweisungen tätigen. Wenn die Eltern dann fragen, wo das Geld ist, hat er es abgehoben und für den Alltag ausgegeben.

WG suchen so schnell wie möglich. Das geht natürlich einfacher, wenn man studiert oder eine Ausbildung macht, die nicht im Heimatort stattfindet....

Bis dahin: Regeln wenn es geht zu Hause einhalten - beide - und sich eine kleine Privatsphäre erkämpfen (aber nicht offiziell), in der er die Regeln umgeht.  Also bspw. der Mutter nach außen hin eine Zeit lang ALLES erzählen und zeigen, so dass sie keinen Grund hat, die Sachen zu durchsuchen und das evtl. lässt. Allerdings kenne ich eine Frau, die ihre eigene Mutter im Haus (eigene Wohnung) wohnen lies, als die Mutter Rentnerin wurde, und regelmäßig laut Aussage der Mutter in ihrer Abwesenheit die Schränke in der Wohnung der Mutter durchsuchte sowie durch den Türspion jeden kontrollierte, der das Haus betrat... Also bei einigen kann man diese Kontrollsucht wohl nicht abbauen.

Was man aber tun kann, ist sich einen Ausgleich schaffen. Orte und Menschen ansteuern, die einen respektieren und aufbauen. 

Mein Tipp, nachdem ich länger in einer ähnlichen Situation mit meiner Mutter war:

Dein Freund soll sich eine Liste machen mit den ausgesprochenen und unausgesprochenen Regeln (= Fehler, die zum Ausrasten der Eltern führen) und versuchen, diese akribisch und respektvoll (also nicht offen zynisch) zu befolgen. Vor allem im Wohnbereich der Eltern. Freundlich und höflich sein, Komplimente machen und die Eltern ggf. für ihr Schicksal bedauern bzw. sich entschuldigen. Und zwar emotional distanziert, d.h. ER soll die Eltern wie Kinder ansehen, die diese Behandlung nötig haben. Oft lassen Kontrolle und Wutausbrüche etwas nach, wenn die Eltern das Gefühl haben, dass das Kind sich Mühe gibt und nicht mehr aufmuckt, also statt zu fordern (Erklärungen, Verhaltensänderungen) "sich fügt". Manchmal, wenn man sehr zerknirscht erscheint und längere Zeit, kommen dann von den Eltern selbst Angebote für mehr Freiheiten, weil sie gewohnt sind, immer Kontra zu geben. Und wenn sich das Kind freiwillig beschränkt, "muss" man es "dazu zwingen" sich weniger zu beschränken...

Wichtig bei diesem Ansatz wäre aber der emotionale Abstand, also man darf sich nicht so unterwürfig fühlen, wie man sich gibt, sonst würde sicherlich das Selbstbild leiden. Dann könnte jeder von einem alles fordern und man wäre gewohnt, es auszuführen.

Dir kann ich auch nur raten, nach außen hin einlenkend, entschuldigend und ggf. lobend zu erscheinen (solche Leute brauchen oft Lob, das fehlt ihnen im Alltag) und die Eltern eher als kleine Kinder zu betrachten, die wenig Impulskontrolle und so wenig Freude im Leben haben, dass dieses Verhalten nötig wird. 

Dem Freund würde ich raten, immer öfter immer schwammigere Ansagen zu machen, z.B. "ich gehe zum Arzt" und den anderen Teil einfach weglassen. Evtl. hat dann der Arztbesuch länger gedauert oder er hat dich spontan getroffen und "vergessen", sofort nach Hause zu kommen. Durch konkrete Ansagen und Bitten um Verständnis gibt man solchen Leuten Munition, die merken sich alles und verwenden es hinterher gegen einen. Bei mir war es etwa "komm uns besuchen - keine Zeit? Was hast du denn vor?  Das kannst du auch bei uns machen!/ Das kannst du doch morgen machen! Das schaffst du doch heute sowieso nicht mehr!" so dass ich quasi keine "Ausrede" mehr hatte. Deshalb ging ich einfach dazu über, zu sagen, ich sei beschäftigt oder habe keine Zeit - anfangs gab es bohrende Nachfragen und es wurde sich aufgeregt darüber, dass ich nicht alles preisgeben wollte, aber nach und nach wurde das dann akzeptiert. Je mehr ich erklärte und um Verständnis bat, desto mehr wurde mir genau erklärt, warum das unangemessen war und doch den Wünschen meiner Eltern nachkommen sollte. Je weniger ich erklärte, desto weniger konnten sie dagegen setzen. Das würde ich auch dem Freund raten: Nicht um Verständnis betteln.

Die Eltern behandeln ihn übrigens nicht wie ein kleines Kind, sondern verhalten sich eher selbst so: Kontrollsucht, alles muss nach ihrer Nase gehen, Trotzanfälle. Wenn Kinder sich so verhalten, diskutiert man nicht mit ihnen, sondern macht eine klare Ansage und sitzt den Kontrollverlust oder den Trotzanfall aus. Mit den Eltern muss man es mMn ähnlich machen, nur geschickter und weniger offensichtlich.

Übe, innerlich ruhig zu bleiben, dir zu sagen, dass sie gerade nicht für logische Argumente oder emotionales Nachvollziehen deiner Position in der Lage sind und finde Wege, entweder ihren Forderungen (Wohnung verlassen um 22 Uhr) nachzukommen oder ihnen so zu entgehen, dass deine Reaktion nicht als "Trotz" gewertet wird. Damit machst du es deinem Freund schwerer, weil er dann erklären muss, warum er "so eine" Freundin hat...

Ein solches Elternverhalten ist leider keine Seltenheit. Meine Mutter war auch kontrollsüchtig und wollte mich immer als Kind behalten.

Ich habe es ungefähr so gemacht wie du es vorschlägst: zu Hause nach den Regeln gelebt, und außerhalb Freiräume gesucht. Mein Freiraum war ein Schulfreund mit liberalen Eltern, bei dem ich offiziell zum Lernen war.

Allerdings sorgt ein solch angepasstes Verhalten für ein großes Konfliktpotenzial beim Auszug aus der elterlichen Wohnung. Man muss darauf vorbereitet sein, dass der Auszug Krieg bedeutet. Die Eltern sind nicht bereit, den Sohn oder die Tochter loszulassen, und versuchen den Auszug mit allen Mitteln zu verhindern.

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Du schreibst Schwiegereltern, noch seid ihr nicht so weit und nach seinen Eltern zu urteilen niemals. Dein Freund war gerade mal fünfzehn und Du vierzehn als ihr euch kennen gelernt habt, also kleine Kinder. Der Mensch verändert sich im Lauf der Jahre und wird noch so manche Dinge in seinem Leben erleben. Du hast auf jeden Fall nicht das Recht über seine Eltern so zu reden. Du hast schon verloren in dem Moment wo Du Dich negativ über sie äußerst.Anscheinend bist Du noch nicht die Schwiegertochter in spe, sondern ein lästiges Beiwerk Deines Freundes. Egal was Du sagst oder machst, Dein Freund wird immer zu seinen Eltern bzw. zu seiner Mutter stehen. Daher solltest Du mit seinen Eltern zusammen arbeiten und nicht dagegen, dass dicke Ende wird noch kommen. Schneller als es Dir lieb ist. 

Wenn dein Freund dann mal erwachsen wird, dann wird ihn das Verhalten der Eltern irgendwann interessieren, und dann wird es auch besser.

Solang dein Freund noch ein Kind ist, wird sich gar nichts ändern. Sonst wäre er schon längst ausgezogen.

Das mit dem fehlenden Geld ist Ausrede. Ich bin mit 16 ausgezogen und musste mich mit 2 Jobs über Wasser halten, weil es während meiner Ausbildung nicht anders ging.

Es gibt genug die mehr Jobs gleichzeitig haben, um zu überleben.
 

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Nun, sie versuchen immer mir regelrecht ihn mir weg zu nehmen, indem sie ihn unter Druck setzen. Einmal war es sogar soweit, dass sie ihn vor die Wahl stellten. Entweder seine Eltern oder ich. Das hat sich glücklicher Weise wieder eingependelt. Es ist so, dass wir uns nur einen Tag in der Woche sehen und das ist Samstag. Die Woche über spannt ihn seine Mutter schon kräftig mit ein. Sein Vater kommt nur am Wochenende heim, deshalb verzichte ich schon auf den Freitag und Sonntag. Trotzdem wollen sie Samstag auch noch etwas mit ihm unternehmen. Es ist wahrscheinlich verständlich, dass ich bei sowas auch genervt reagiere, vor allem wenn man mir einen Tag davor noch zu 100% zugesagt hat. Ich bekomme in den Situationen immer vorgeworfen, dass ich ihm den Kontakt zu seinen Eltern verbieten möchte. Das macht mich noch wütender!! Er entscheidet sich dann zwar meistens für mich, aber es ist halt meiner Meinung mehr oder weniger gezwungen.

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Danke für's durchlesen und hilfreiche Tipps. Liebe Grüße!

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Wie werde ich offener seinen Eltern gegenüber?

Hallo erstmal,

meine Frage ist vielleicht total doof, aber ich beschäftige mich zur Zeit ziemlich oft mit diesem Thema.

Mein Freund und ich sind schon bald 5 Jahre zusammen und so lange kenn ich seine Eltern auch schon. Da müsste man ja denken alles passt und ist gut. Ist es eigentlich ja auch, bis auf die Sache mit meinen Ängsten vor was auch immer..

Ich weis nicht warum es so ist, aber ich habe einfach Hemmungen davor so offen ihnen gegenüber zu sein.Vielleicht liegt es daran dass ich früher noch in der Schule, total auf meinen jetzigen Freund stand und ihm förmlich hinterher gelaufen bin. Dass weis auch seine Mutter. Letztendlich hab ich ja auch geschafft dass zu bekommen was ich wollte, doch jetzt weis ich nicht wie ich diese Nervosität ablegen kann.

Sonst bin ich eigentlich immer die, die den Mund auf hat und auch mit seinem Bruder ist alles gut, da kann ich sein wie ich bin, blos bei seinen Eltern kommt dieser Punkt, der mich irgendwie von jetzt auf gleich schüchtern und still macht.

Ok nach 5 Jahren könnte mir dass eigentlich ja egal geworden sein, aber umso mehr ich mich mit dem Thema befasse, umso mehr denke ich halt dass ich mit ihnen auch total guten und offenen Kontakt haben möchte.

Liegt vielleicht auch etwas daran dass ich nichts falsch machen bzw sagen möchte.

Ich weis nur nicht wie ich mich überwinden kann. Schon die Vorstellung alleine ohne meinen Freund mit ihnen, bekomm ich Panik, was soll ich mit ihnen reden bzw was kommt nicht blöd.

Nicht dass sie jetzt denken, hey was redet sie denn jetzt so mit uns nach 5 Jahren?

Vielleicht habt ihr ja irgendwelche Ideen und könnt mir helfen.

ich freue mich schon jedesmal wenn wir zu ihnen fahren drauf, die Beziehung besser zu machen bzw offener zu sein aber immer wenn es dann soweit ist, lass ich es doch wieder...

Liebe Grüße

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