Sagen das man asperger hat?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Du solltest es sagen. Aber du solltest auch erklären, was das Asperger-Syndrom konkret für dich bedeutet. Das ist ja bei jedem anders. Ich nenne mal ein paar Beispiele:

Wenn du keinen Blickkontakt aufnimmst, dann wird das von Nichtautisten oft als Verlogenheit, Schüchternheit oder Unkonzentriertheit missverstanden. Also musst du es erklären.

Wenn du dich beispielsweise nicht berühren lassen möchtest (Händedruck bei der Begrüßung, Körperübungen mit Partner), dann könnte ein Therapeut das leicht als Anzeichen körperlicher Misshandlung oder sexuellem Missbrauch interpretieren. Aber da muss ja garnicht zutreffen.

Es kann auch sein, dass bestimmte Therapieformen, bei denen mit Symbolen und Zeichen gearbeitet wird (Gestalttherapie), für dich nicht so geeignet sind oder dass sie an deine Wahrnehmungsweise angepasst werden müssen.

Es geht auch um ganz praktische Fragen. Wenn du z. B. nicht gerne telefonierst, musst du andere Kommunikationswege (SMS, E-Mail usw.) mit dem Therapeuten vereinbaren, wenn zwischendurch irgendwas mit den Terminen zu besprechen ist. Du musst es auch mitteilen, wenn dich Terminverschiebungen total aus dem Konzept bringen.

Solche Dinge müsst ihr einzeln durchsprechen. Es ist nicht selbstverständlich, das ein Therapeut das weiß.

Da ich selbst Autist bin, habe ich schon einige Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht.

Falls Du die Diagnose "Autismus-Spektrum-Störung" (früher unterteilt in Asperger-Syndrom und andere . . . ) von einem Facharzt bekommen hast, dann ist es sicher sinnvoll, wenn du dies dem Psychologen sagst.

Allerdings darfst du nicht voraussetzen, dass er sich wirklich mit Autismus auskennt, denn Autismus ist nämlich ein Fachgebiet, das nicht alle Psychologen kennen. Auch könnte es sein, dass er eine ganz andere Vorstellung von Autismus hat, als es deine Ausprägung ist. Manche Psychologen kennen nur die schwer betroffenen Fälle von Frühkindlichem Autismus und haben daher Schwierigkeiten, sich bei einem Menschen, der auf den ersten Blick einen ganz normalen Eindruck macht, Autismus (Asperger) vorzustellen.

Also die Diagnose bekannt geben = JA; aber auch mit Missverständnis rechnen. 

Ich würde es ihr sagen.

Sie wird vermutlich auch wissen was Autismus ist, auch wenn sie nicht unbedingt ein Spezialist auf diesem Gebiet ist.

Vielleicht hilft es der Therapie, wenn du ihr erklärst, wo genau deine Probleme bezüglich des Autismus liegen.

Klar weiß ein Psychologe was Asperger und Autismus ist. Verheimlichen bringt auch nichts da er dir so vielleicht nicht richtig helfen kann und früher oder später merkt er es sowieso.

Kommentar von annacool01
25.08.2016, 21:39

ok dann sag ich ihr es

0
Kommentar von glofaxa
25.08.2016, 21:40

super , das erleichtert bestimmt einiges

0

Sag es ihr.

Sie weiß was das ist.

Macht das Gespräch bestimmt leichter.

Was möchtest Du wissen?