Risse am Baum?

 - (Baum, Wald, risse)

8 Antworten

Den Riss, der hier abgebildet ist ist ein Blitzschlag dieser Baum ist nur noch minderwertiges Holz weil auch drinnen gerissen.

Aber es gibt auch Frostrisse, meist passiert das bei Obstbäumen wenn sie noch oder schon wieder im Saft stehen und es kommt nochmals starker Frost, dann wird die Rinde auseinander getrieben. Man kann dagegenwirken in dem man die Stämmchen weiß kalkt mit Brandkalk oder Weißkalk (wie er zum Putzen bzw. Mauern verwendet wird - KEIN MÖRTEL!!) den man streichfähig anrührt und mit einer Einstreichbürste (Maler) oder Faustpinsel in die Rinde einarbeitet , die sollte vorher mit einem Dreikantkratzer von loser Rinde und kranken Stellen befreit sein (Kratzer gibt es im Gartencenter) dies sollte man schon im Spätherbst erledigen also jetzt zB. wärer es eine gute Zeit, aber auch im Januar bei frostfreien Tagen machbar.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Besitze 10 Ha Wald den ich auch pflegen muß

An den Rissen am Baum ist meist die Sonne und der Frost schuld. Diese entstehen dann wenn es nachts noch kalt ist tagsüber aber sehr starke Sonneneinstrahlung herrscht.

Vor allem an Obstbäumen hat man daher diese früher mit einer Kalkschicht bestrichen. Diese bewirkt, dass die Frühjahrssonne den Baum nicht so stark erwärmen kann und beugt auch zu frühem Austreiben vor. Wäre somit auch heute noch eine gute Idee aber der Personaleinsatz ist dafür zu hoch.

Eine andere Ursache ist Wassermangel im Winter, den kann man aber dieses JAhr aber sicher ausschließen da es ausreichend geregnet hat.

Risse durch Blitze sehen meist anders aus.

Was hier noch in Frage käme ist die letzte Ursache: Biegerisse. Durch die Stürme sind vor allem hohe schlanke Bäume sehr starken Belastungen ausgesetzt, welche ebenfalls zur Rissbildung beitragen könnte.

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In der Regel sind keine Maßnahmen erforderlich. Der Baum wird weiter ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden und der Risse wird überlappt werden und zuwachsen.

Es besteht natürlich das Risiko, dass Pilze vordringen können und mit der Holzzersetzung beginnen. Dies kann langfristig tödlich für den Baum sein. Meist geschieht dies aber nur bei älteren Bäumen. Dieser ist in den besten Jahren und kann sich selbst dagegen wehren.

Abwarten und Tee trinken.

Also dass es sich um eine Buche handelt, hat sich inzwischen rumgesprochen :-)

Mögliche Ursachen wären:

  • Frostriss: immer senkrecht und eine tiefe, aber schmale Spalte im Holz (der Holzkörper reißt radial aufgrund der Spannung bei sehr tiefen Temperaturen - meist bildet sich dort ein Wundkallus und es entsteht eine Forstleiste
  • Blitzeinschlag: meist dem Faserverlauf folgend (daher NICHT immer spiralig), mit großen RIndenabplatzungen (starke Erhitzung, Wasser "explodiert" unter der Rinde) und großer Wunde
  • Sonnenbrand = fast immer im Süden oder Südwesten, eher flächig, kein mechanischer Schaden zu sehen, Rinde verfärbt sich flächig hellbraun und stirbt "kachelig" ab...
  • Rindenflusskrankheit: schwarze nässende Rindenschäden
  • Fällschaden: auf einer(!) Seite = ziemlich senkrecht, v. a. an erhabenen Stellen des Stammes, muss nicht durchgehend sein, in der Folge oft absterbende Rindenstellen und Holzfäule

alles zusammen würde ich das Bild eher als Fällschaden einwerten

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Hallo,

Eine Buche produziert kein Harz, das tun nur Nadelbäume.

Ein Blitzschlag windet sich eigentlich immer spiralig um den ganzen Stamm herum.

Ich denke also, dass wir an dieser Buche einen Fall- oder Fällungsschaden sehen. So etwas entsteht, wenn ein in der Nachbarschaft unstürzender Baum im Fallen an dem stehenbleibendem Stamm entlanggleitet und dabei die Rinde abschabt. Nach einigen Jahren hat der Baum die Verletzung wieder überwachsen, man erkennt aber noch solche Vernarbungen.

Da hat vielleicht mal ein Blitz rein geschlagen.

Die zweite Möglichkeit ist das es sich um Frostrisse handelt. Die entstehen wenn im Spätwinter der Baum schon Saft zieht und es sehr kalt ist. Die Sonnenbeschienene Seite des Baumstammes erwärmt sich dann zu schnell und platzt auf.

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