Reiten Sporen

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Am schärfsten sind die Sporen, an deren Ende sich keine Verdickung befindet. Kugelsporen sind da schon sanfter. Am angenehmsten sind allerdings die Westernsporen mit Kleeblatträdchen.

Du kannst es selbst einmal ausprobieren: Nimm einen Sporn und drücke ihn dir auf den Handrücken. Dann mußt Du ihn auch noch hin und her bewegen (mit Hautfalte!). Danach kannst Du die Schärfe der Sporen sofort beurteilen. Dann merkt man auch, daß manche heftig aussehenden Westernsporen deutlich sanfter sind als die "Pieker". Das liegt hauptsächlich am Abrollverhalten.

Sporen sollten immer nur der Verfeinerung der Hilfen dienen, nicht aber zum antreiben des Pferdes. Werden die Sporen zum antreiben gebraucht, ist in der Ausbildung des Pferdes schon etwas schiefgegangen.

Als Westernreiter benutzeich natürlich Rädchensporen. Allerdings kommen die bei mir sehr dosiert zum Einsatz und ich reite natürlich nicht immer mit Sporen. Man will sich die Feinheit schließlich nicht kaputtmachen. Alles was wir mit Sporen machen, können wir immer auch ohne - nur nicht ganz so unsichtbar .

LG Calimero

Sporen und Gebisse sind prinzipiell nur so scharf, wie der Reiter diese einsetzt. Beides sind Hilfsmittel, um dem Pferd knapp und präzise "Anweisungen" geben zu können, also die Kandarre ist nicht zum besseren Bremsen und die Sporen nicht zum schneller werden gedacht.

Beide verfeinern die Hilfen und jemand der ein Pferd hat, das wirklich ordentlich auf Kandarre ausgebildet wurde, benötigt diese so gut wie gar nicht.

Meines Erachtens nach tut beides, bei richtiger Anwendung, dem Pferd nicht weh und mir persönlich ist ein guter Reiter mit ruhigem Bein, der Sporen trägt, lieber als ein Anfänger, der einem Pferd ständig die Hacken in den Bauch rammt.

Mit dem Unterschied, das Gebisse auch ohne irgendwelche Einwirkung gesundheitliche Auswirkungen haben.

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Richtig angewendet sind Sporen keine Tierquälerei - leider können das so viele Leute aber nicht. Wenn man bei einer Leistungsprüfung einen dreijährigen mit blutig aufgestochenem Bauch sieht und oben drauf sitzt die Landesmeisterin Dressur, da fragt man sich schon ob die nicht allesamt eingeschmolzen werden sollten.

Ansonsten hat es Calimero ja schon zusammengefasst - je weniger "beweglich" auf der Haut die Sporen sind, desto mehr pieksen sie beim Einsatz. Rädchensporen rollen ab, solche mit Kugelende rutschen wenigstens über die Haut, die schräg angespitzten bleiben genau dort in der Haut wo sie angekommen sind und ziehen die Haut beim Druck mit, und das tut weh. Wenn man es richtig kann und auch ein ruhiges Bein hat, spricht nichts gegen Sporen - allerdings können es 95% der Reiter mit Sporen in meinem Bekanntenkreis nicht gut genug für meinen Geschmack.

Streiten sich viele drüber. Die meisten sagen es ist Tierquälerei. Genau wie eine Kandare. Aber wiederum gibt es Pferde mit denen wird man nicht anders fertig ohne solche Hilfsmittel. Gute Reiter mit guten Pferden lehnen das meist ab.

Natürlich merken Pferde die Sporen , sollen sie ja auch, sonst brauchte man keine. Aber so schlimm mit dem weh tun ist das schon nicht.

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