Probleme in der Öffentlichkeit?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Matze,

wo die Frauen die Mode-Domain der Männer bereits eingenommen haben, die Gesellschaft das den Frauen in der Zwischenzeit auch zugesteht - ist es umgekehrt eher noch ein langer Weg. Da sind gerne auch mal Diskreditierungen oder ein Auslachen unterwegs - in meinen Augen archaisch, um sich selbst als Diskriminator besser darzustellen.

Solche Momente mögen aber selten sein - und sehr viele Menschen wären allenfalls verwundert und würden den einen oder anderen vielleicht längeren Blick schenken.

Es scheint sich aber gesellschaftlich einiges zu verändern - und da mag sicherlich das eine oder andere Cross-Dressing auch eine Rolle gespielt haben. Einige Männer entdecken eine weibliche Dimension - und schenken ihr mit Kleidung aus der Domain der Frauen sowie entsprechenden Accessoires Ausdruck.

Auch ich bin mir einer eigenen schon prominenten weiblichen Dimension bewusst - und trage auch das eine oder andere Kleidungsstück aus der Domain der Frauen sowie das eine oder andere Accessoire. Bisher hat auch noch niemand irgendeine doofe Bemerkung gemacht oder mich angegriffen.

Und wenn ich einen Mann in weiblicher Kleidung sehe, bemerke ich das schon, mag auch kurz hinsehen, den Mann mit dem Ausdruck weiblicher Dimension bewundern.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo Matze,

hab vielen herzlichen Dank für den Stern. Ich freue mich sehr, wenn ich Dir habe helfen können.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

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Ging mir auch so: Noch vor etwa 10 Jahren war ich beim Anblick eines feminin gekleideten Mann fast schockiert. Ich blieb stehen oder - falls er an einer Haltestelle stand - lief dann mehrmals hinschauend vorbei. Das Hinschauen war nicht als Kritik gedacht, sondern als Bewunderung und vom geheimen Wunsch der Nachahmung geprägt. Dann habe ich mich plötzlich überwunden, als Crossdresser zu gehen und habe keinerlei Scheu mehr in die City bummeln zu gehen mit Rock, Nylonstrumpfhose, viel Schmuck und Schminke.

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Es wäre schön, und würde die bisherige langweilige Männermode vielseitiger, moderner und interessanter machen, wenn es selbstverständlicher werden würde, dass Röcke und vielleicht auch Kleider Teil und Erweiterung männlicher Outfits sein können.

Um das auf breiterer Ebene voranzubringen, ist es meines Erachtens sehr wichtig, diese Kleidungsstücke in maskuline Mode zu integrieren, als Mann zu präsentieren, und zu zeigen, dass ein Rock oder Kleid durchaus männlich getragen werden kann.

Als neue Komponente in der Männermode wird es leichter sein, nicht nur Toleranz, sofern Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu finden, nach dem Motto: „Schau mal, sieht eigentlich gar nicht mal so schlecht aus. Eigentlich sogar richtig gut und interessant. Wenn das Mode werden sollte, könnte ich mir das vielleicht auch vorstellen“.

Da die Frauen eh schon alle Möglichkeiten für sich beansprucht haben, gibt es für Männer eigentlich keine andere Möglichkeit, die langweilige Männermode mit neuen Ideen zu erweitern, als Anleihen bei der Damenmode zu wagen.

Zum Glück ist diese derart vielfältig, dass es auch durchaus äußerst viele verschiedene Modelle und Schnitte gibt, die auch Männer gut und maskulin kombinieren können, und die dadurch auch einen anderen , männlicheren Stil entwickeln, als bei Frauen.

Es ist wichtig, das alle diejenigen, die gern die wunderbaren Vorzüge und Trageeigenschaften von Röcken und Kleidern für sich nutzen möchten, es vermeiden, die Kleidungsstücke nicht feminin, sondern bewusst maskulin einzusetzen, und nicht versuchen, sich einem femininen Erscheinungsbild anzunähern oder gleich das Geschlecht zu wechseln. Das klappt meistens sowieso nicht so überzeugend.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
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Es soll jeder anziehen was er möchte, was mich beim ersten Mann allerdings stört ist nicht der Rock sondern das rosafarbene Hemd, was Ihn wesentlich unmännlicher macht als der Rock!

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@Bloximox

Ok, das „rosa Hemd“ ist kein rosa Hemd, sondern auf dem Original Foto ein Herrenhemd rot weiß kariert, in der Art der bayerischen Trachtenhemden. also nicht wirklich unmännlich. Das kommt vielleicht bei der verpixelten Auflösung nicht so durch.

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" Es gibt aber auch Männer so wie ich selber die trauen sich nicht tagtäglich in der Öffentlichkeit Röcke zu tragen, weil Sie so wie ich selber Angst vor zu strengen Eltern haben tun oder Angst davor haben tun von jemandem dabei entweder bei den Erziehungsberechtig/ten beziehungsweise den gesetzlichen Betreuer/rinnen mündlich gemein dabei verpetzt zu werden, dann tun wir Männer in solchen Fällen meist heimlich in der Öffentlichkeit einen Rock anziehen an bestimmten abgeschollenen Orten..." (zum Beispiel im Wald, auf Spielplätzen, Sportplätzen und so weiter....)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ok, aber es ist eigentlich nichts verwerfliches daran, auch als Mann modisch zu experimentieren. Wenn man als Mann einen Rock oder einfacher einen Kilt öffentlich tragen möchte, ist es unauffälliger, dies an belebten Orten zu tun bzw. Zu testen, als an einsamen Orten. An einsamen Orten wie Wald, Spielplatz oder ähnlich fällt man mehr auf, als wenn man sich in der Menge , wie Fußgängerzonen, Volksfesten oder ähnlichem bewegt. Dort wird es kaum registriert, bzw. als interessante modische Variante gesehen.

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Seit Februar 2001 trage ich Rock. Damals trat Thomas Gottschalck bei "Wetten, dass..?" in einem Minirock im Kiltmuster auf, wir hatten Freunde zu Besuch, und ich sagte "das wäre doch mal was für mich, was der kann, das kann ich auch!" Reaktion: "das traust Du Dich nicht!"

Montags hatte ich einen, Samstags zum Ausgehen angezogen, fertig. Ich fand das super angenehm. Die Jungs hatten zwar ein Problem, aber die Mädels fanden es klasse ... Du darfst raten was mir wichtiger war?

Seitdem trage ich Rock, immer dann wenn ich Bock darauf habe (auch jetzt). Probleme? Ein paar lästernde Teenies, oder die Hansa-Pils-Brüder in der Fußgängerzone, die hatten mal ein Problem damit, aber deren Probleme sind nicht meine Probleme. Das ist allerdings höchst selten vorgekommen, in den über 20 Jahren an einer Hand abzuzählen. Da habe ich mit Anzug mehr zu hören bekommen!

Als Mann in der Öffentlichkeit Kleider und Röcke zu tragen ist nicht immer so einfach, man wird schon komisch angeschaut und der ein oder andere gibt schon mal einen dummen Kommentar von sich, aber im großen und ganzen hatte ich noch keine Probleme damit, solange man selbstbewusst genug ist funktioniert es ganz gut.

Solange Mann es als stimmige Erweiterung der langweiligen Männermode trägt, gibt es heute eigentlich keine dummen Sprüche mehr. Es wird vielmehr positiv interessiert gesehen. Nun ist stimmig ja kein absoluter Wert, und die Geschmäcker sind verschieden. Daher kann es natürlich vorkommen, wenn das Outfit zu extravagant feminin ist, dass schon auch mal dumme Sprüche fallen können, bzw. dass es mehr auffällig ist. Ich glaube, dass die Akzeptanz von Röcken und Kleidern bei Männern als neuer Teil der Männermode am ehesten vorankommen kann, wenn das gewohnte Rollenbild auch mit Rock oder Kleid noch erkennbar bleibt. Sonst fällt es leider leicht in die Kategorie Crossdressing, womit eine breitere Akzeptanz schwieriger zu erreichen wäre. Wenn durch häufigere Präsenz von Männern in Röcken, die dabei auch maskulin und nicht overdressed erscheinen das Bild vom Rock am Mann selbstverständlicher als noch vor 10 Jahren werden würde, würde sehr wahrscheinlich auch Crossdressing nach und nach von Toleranz zu mehr Akzeptanz finden können, weil wenn es erstmal breiter akzeptiert ist, dass Rock oder Kleid auch an Männern ein attraktiver Modestil sein kann, wird es auch immer wieder neue Ideen geben.

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Komisch angeschaut wirst Du immer von irgendwem, Du kannst es nicht allen recht machen! Also mach' es Dir recht, und pfeife auf die Pfeifen!

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@JuergenWB

Da hast du Recht, ich mach es auch weiterhin, sollen die Leute doch denken was sie wollen ist mir egal, ich belästige doch auch niemanden nur weil er anders ist als andere.

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