Pottwal-Gehirn 9 kg?

3 Antworten

Die Größe hat relativ wenig mit der Leistungsfähigkeit zu tun. Die Oberflächengröße des Gehirns ist ein wichtiger Faktor und die hängt von der Menge der Hirnwindungen ab. Pottwale sind sehr intelligent, wie die meisten Meeressäuger, aber sie sind immer noch weit von einem menschlichen Gehirn entfernt.

Wäre nicht die Anzahl neuronaler Verknüpfungen eine belastbare Größe? Denn ein großes Gehirn müßte doch auch in der Lage sein, entsprechend mehr Vernetzungen herzustellen. Ich vermute da eine Proportionalität zur Masse. Letztendlich liegt's wahrscheinlich am kulturell-evolutionären Setting, ob eine Spezialisierung stattfindet. Literaturtipps und Medienempfehlungen wären super.

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@Maennchen7

Grundsätzlich stimmt diese Beziehung, zumindest bezogen auf eine einzige Art. Größere Gehirne können ca. 25 % der Intelligenzunterschiede in einer Art erklären. Artübergreifend sind aber Faktoren wie Neuronenverknüpfung, -dichte und größe wichtiger. Zu den mit Abstand intelligentesten Tieren gehören zum Beispiel die Vögel aus der Gruppe der Rabenkrähen. Und diese haben im Vergleich zu größeren Säugetieren ein gerade zu winziges Gehirn.

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@JoshuasFragende

Ja, das verstehe ich. Die Natur scheint mir immer um Effizienz bemüht zu sein, unnötiges Gewebe mit Energiebedarf dürfte sich eigentlich gar nicht bilden.

Es kann ja sein, dass ein eventueller Wal in 1 oder 10 Millionen Jahren ein kleineres Gehirn hat, weil unnötige Hypertrophie evolutionär weg-korrigiert wurde. Nur warum ist das Gehirn des Wals überhaupt so groß? Ist das eine Fehlregulation? Körper und Gehirn maßstäblich vergrößert und dann hat sich herausgestellt, dass ein Kleineres auch genügt hätte? ☺️ Mir ist schon klar, dass ich hier keine verbindliche Antwort erhalte, ich wollte nur um fremde Gedanken bitten. Ein Histologe wird das Walgehirn vom menschlichen unterscheiden können, weil seine anatomische Struktur weniger Effizienz vermuten lässt. Oder haben der Wal und die Rabenkrähe (sehr interessant bzw.) einfach eine "normale" neuronale Dichte und der Mensch hat sich durch seine Kultur selbst derart gepushed?

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@Maennchen7

Eine überregulation ist das eher nicht. Die Gehirngröße dürfte auch mit der Körpergröße zusammenhängen. Gleichzeitig gibt es auch eine schwache Korrelation von Intelligenz und Gehirngröße. Der pottwal ist groß und intelligent. So dürfte sich seine Gehirngröße ergeben. Die Natur fehlkalkuiert eigentlich keine Entwicklungen. Diese laufen solange, wie das ganze für das Tier noch einen nutzen hat. Pottwal sind, auch wegen ihres Lebensraums, nicht auf größere Gehirne angewiesen. Daher wird es sich vermutlich nur noch schwach verändern.

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Neuropsychologe (& Psychotherapeut) hier:

Das kannst du pauschal nicht sagen. Größe und Masse können aus verschiedenen Faktoren zsutande kommen. Aufbau und Funktionsverteilung ist eher wichtig.

Da Meerestiere z.B. nicht auf 2 Beinen laufen müssen, jedoch auf anderem Wege Gleichgewicht halten müssen ist alleine die Motorik sehr unterschiedlich zum Menschen. Kommunikation, Mimik, Gestik, Benutzung von Werkzeugen, usw. ist alles sehr unterschiedlich zum Mensch.

Wann ein Gehirn "ausgelastet" ist, ist auch nciht so einfach zu sagen. Selbst im Schalf ist unser gehirn teilweise sehr aktiv, teilweise etwas inaktiver.

Pottwale sind hoch entwickelte Tiere, welche komplexe Aufgaben ausführen können, ein Vergleich mit einem Menschen ist jedoch schwer bis unmöglich.

Ja, merci.

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Wie intelligent Wale sind, ist wahrscheinlich noch nicht erschöpfend erforscht. Wale passen halt schlecht in ein Forschungsinstitut. ;-)

Aber wer weiß, vielleicht können sich Wale an jeden einzelnen Tag ihres Lebens erinnern.

Hmm, Fisch, den fress ich... 😄

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