Pferd mit Stellungsfehler?

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5 Antworten

Ich rate ganz stark davon ab Pferde zu kaufen, die schon von vorne rein ein Problem haben. Gerade bei Stellungsfehlern wäre ich sehr vorsichtig. (Ist dein linkes Bein kürzer als dein rechtes, oder drehst du dauerhaft einen Fuß nach außen oder innen, hat das Auswirkungen auf deinen gesamten Bewegungsapperat. - Gleiches beim Pferd.)

Bei den meisten Pferd lassen sich Stellungsfehler der Beine leider nicht mehr korrigieren (Mit Glück noch bei Fohlen, aber bei bereits ausgewachsenen Pferden- keine Chance). Ich hatte mal eine Stute die stark Zeheneng stand - ich kann aus Erfahrung sagen sowas bringt nur Probleme mit sich. Man kann Fehlstellungen maximal versuchen so zu erhalten wie sie sind und versuchen eine Verschlimmerung zu vermeiden. (Spezielle Hufbearbeitung oder spezialbeschläge, regelmäßige Behandlungen durch TA und Oste, gezielte gymnastizierung usw. - solche Pferde werden schnell teuer.)

Dass das Pferd sehr günstig angeboten wird, hat seinen Grund...... Gerade wenn das Tier im Sport laufen soll und hohen Belastungen ausgesetzt wird, hast du ein hohes Risiko dass sich der Stellungsfehler schnell bemerkbar macht (Das kann von beschleunigtem Verschleiß, über Rücken und Lahmheitsprobleme wegen Überlastung usw. gehen.). Auch die Gänge werden bei so einem Pferd niemals so sein, wie bei einem Pferd mit geraden Beinen.

Bei so einem Pferd ist das Glücksspiel......entweder es geht gut, es kann aber auch von heute auf morgen vorbei sein - Probleme müssen nicht immer sofort auftreten - Langzeitschäden.

Wenn du dieses Pferd tatsächlich kaufen willst, dann solltest du über deinen TA vorab klären wie schlimm der Stellungsfehler ist und lasse dir wenn möglich eine Entwicklungstendenz geben.

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* Als Ergänzung:

Mir geht es nicht darum günstig ein Pferd zu finden. Ich hatte ihn nur gesehen und mir hat er sehr zugesprochen. Absolut schicker Typ und überdurchschnittliche GGA. Habe mich dahher nur über den Preis gewundert

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Ich rate davon ab.

Warum? Du würdest ihn gern als Sportpferd einsetzen und dann gegen körperlich einwandfreie Tiere antreten. Egal wie leicht eine Beeinträchtigung ist, sie hat IMMER Auswirkungen. Drum treten Para-Sportler auch nicht im gleichen Wettkampf mit gesunden an...

Ganz abgesehen davon, dass die Korrektur eines Stellungsfehlers leider sehr oft erst recht zu Problemen führt. Das ganze Gebäude ist auf diesen Fehler ausgerichtet, das dann gerade biegen zu wollen, gegen die gesamte Ausrichtung, ist halt sehr schwierig und bei schon ausgewachsenen Tieren fast unmöglich.

Die Stute meiner Freundin zB hatte als Fohlen eine oberflächliche Verletzung am Sprunggelenk, wirklich nix dramatisches. Durch die Verklebung des Narbengewebes, noch dazu im Wachstum, hats halt geziept und gezogen und sie hat das Bein ein wenig nach außen hingestellt, weils angenehmer war. Die KANN zb gar nicht richtig mit dem Hinterbein untertreten, weil sich ihre Gelenke so auf die Schiefe eingestellt haben. Wenn sie den Huf eine halbe Hufbreite innerhalb vom Vorderhuf hinstellt, ist sie schon gut... 

Auf solche Besonderheiten wird beim Turnier eben keine Rücksicht genommen. Das Pferd kann ein tolles Reit- und Freizeitpferd sein, aber eben kein Turnierkracher.

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Ich würde dir zu einer großen AKU raten, ebenso solltest du einen Hufmenschen deines Vertrauens hinzuziehen. Am Besten auch noch deinen Trainer - dann solltest du eine recht gute Prognose bekommen können. 

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Kommentar von Holsteinaar
02.11.2015, 22:24

Falls ich In kaufe sollte werde ich ihn auch komplett durchröntgen lassen. Natürlich werde ich mich beraten. Aber Erfahrungen von anderen Besitzern finde ich ebenso aufschlüssig :) die befasensich tagtäglich mit ihrem Pferd

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Ein Stellungsfehler hat immer Auswirkungen auf die Knochen und die Muskulatur des Pferdes. Manchmal kann man Stellungsfehler durch entsprechende Hufkorrektur behutsam und langsam korrigieren.

Was heißt sehr jung?

Ich habe ein Pferd mit einem Stellungsfehler in Beritt. Er dreht ein Vorderbein nach innen. Das führt zu einem "bügelnden" Gangbild vor allem im Trab. Dieses Pferd ist leider sehr verritten und hat große Mühe, sich nach links zu stellen und zu biegen. Das kann von seinem schiefen Fuß kommen.

Der Wallach ist schon 7 Jahre alt, da kann ich die Schiefstellung nur erhalten, aber nicht mehr gerade biegen...

Röntgentechnisch ist der Wallach völlig gesund. Aber niemand kann sagen, ob sich das schiefe Bein später mit Arthrose oder einer Sehnengeschichte bemerkbar macht. Das Pferd wird später allerdings nur im Freizeitbereich eingesetzt.

Ich mache mit ihm sehr viele Übungen vor allem im Schritt, um ihm wieder Vertrauen ins Reiten zu geben, gehe viele große Bögen auf beiden Händen, versuche, seinen Rücken zu dehnen.

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