Pferd lässt sich nicht abwenden...!

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du hast alles richtig gemacht, aber es liegt trotzdem an dir. du kannst nicht mal was dafür ;-)

alle pferde, die du bis jetzt geritten hast, sind vermutlich auf die gleichen hilfen hin ausgebildet.

du hast versucht den wallach so zu reiten, wie du es gewohnt bist: zu stellen. vermutlich kennt er stellung über die zügel gar nicht. ausserdem ist es ein fremdes pferd, das mit dir nicht vertraut ist. du musst also die hilfen präziser geben, mehr bein, mehr kreuz, das pferd biegen. bei manchen pferden brauchst du dafür ganz schön kraft.

ich hab auch mal eins der beliebten pferd eines hofes unterm hintern gehabt... nach zehn minuten bin ich abgesessen. machte einfach keinen sinn. der zausel war einer von denen, die jeden schritt erklärt haben wollen... ein super pferd, weich zu sitzen, schöne gänge, brav, fleissig, aber es "funzte" zwischen uns einfach nicht. danach bin ich auf ein anderes pferd geklettert und es hat sofort harmoniert. so kanns gehen...

probier mal da auf dem hof ein anderes pferd aus. zur not noch ein drittes. wenn alles nicht passt, ist die wahrscheinlichkeit, dass die pferde dort deine hilfen einfach nicht verstehen, relativ hoch. sollte das der fall sein, nimm dort ein paar stunden, damit aktivierst du quasi den "übersetzer".

reite ausserdem noch mal ganz woanders. je mehr unterschiedliche fremde pferde du zu reiten bekommst, umso besser wird deine hilfengebung...

ps: kann natürlich auch sein, dass sie dich spasseshalber auf ihr "testpferd" gesetzt habn... solls in manchen ställen geben... und auch die sturköpfe müssen ja mal bewegung bekommen... :-)

merci fürs sternchen... es bekommt einen besonders schönen platz in der stallplakettensammlung...

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Frag´mal spasseshalber auf dem anderen Reiterhof nach, wie oft die Schulpferde korrektur geritten werden. Für manche Pferde ist das Abteilungsreiten zum Lebensinhalt geworden und die reiterlichen Hilfen interessieren nicht wirklich...

Alle andere hat Jolinaa schon gesagt

LG Calimero

Natürlich ist es von Pferd zu Pferd oft unterschiedlich, wie das Abwenden klappt. Das hängt davon ab, wie es ausgebildet wurde, von seiner entsprechenden Rittigkeit, Durchlässigkeit, seiner Ausgeglichenheit , den Gewohnheiten, usw.

Wenn aber der Reiter halbwegs gut ausgebildet ist und weiß, was er tut, dann sollte er ein Pferd lösen und so an die Hilfen reiten können, daß sich dann, wiederum durch das korrekte Zusammenwirken der Hilfen, jedes Pferd abwenden läßt. Der häufigste Reiterfehler beim Abwenden liegt darin, daß der Reiter am inneren Zügel zieht und die äußeren Hilfen nicht stattfinden. Das ist für jedes Pferd erstmal unangenehm, und die Reaktion darauf sehr unterschiedlich.

Wichtig ist, das Pferd am Schenkel zu haben,weiche Paraden zu geben, den Oberkörper immer in die gewünschte Richtung zu drehen, im Zusammenhang mit den entsprechenden, richtungsweisenden Schenkelhilfen. Hierbei ist die Wirkung des verwahrenden äußeren Schenkels nicht zu unterschätzen. Mit den Zügeln wird das Pferd beim Abwenden lediglich geführt, nicht gezogen. Und dabei ist es wiederum wichtig,, daß auch der äußere Zügel in federnder Verbindung bleibt.

Spürt das Pferd die äußeren Hilfen nicht, nutzt es diesen "Freiraum" gerne, um genau dahin wegzulaufen. Leider zum Teil auch deshalb, weil es irgendwie vor dem unangenehm ziehenden inneren Zügel fliehen will....

Im Übrigen sollte grundsätzlich beim Reiten angestrebt werden, daß die Sitz- und Schenkelhilfen grundsätzlich dominant sind, die Zügelhilfen nur unterstützend. Erlebe es leider sehr häufig, daß viele Reiter extrem handlastig reiten. Die Leidtragenden sind immer die Pferde. Und wenn die dann "falsch" reagieren, wem wird meist die "Schuld" gegeben...???!!! Genau.

Ich freu mich jedenfalls über jeden Reiter, der sich damit auseinandersetzt, und so sein Bewußtsein hierfür stärkt.

Viele Grüße

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