Nachname ändern im Islam ( als Frau ) geht das?

8 Antworten

Im Koran steht in der Sure Al-Ahzab, Verse 5:
"Nennt sie (eure Adoptivsöhne) nach ihren Vätern. Das ist gerechter vor Allah. Wenn ihr jedoch ihre Väter nicht kennt, so sind sie eure Brüder im Glauben und eure Schützlinge."

Also: es so klar sein, aus welcher Familie jemand kommt, sprich wer der Vater ist.
Dieser Vers wurde herabgesandt, weil viele ihre adoptierten Kinder als ihre eigenen erklärten, sodass oft das Kind) und auch andere) villeicht das ganze Leben nichts davon erfuhren.
Die Leute wurden zu Identifizierung mit beispielsweise dem Namen des Vaters genannt (bzw Ali İbn Abu Talib, Ali, der Sohn von Abu Talib), auch wenn es der Adoptivsohn war.

Einige beziehen das selbe auch auf den Nachnamen, da dieser auch die Familienzugehörigkeit definiert.
Deshalb sagen einige, es ist verboten, den Nachnamen des Mannes anzunehmen. Demnach wäre es auch verboten, den Nachnamen generell abzuändern.

Einige andere wiederum sagen, dass der Nachname nicht gemeint ist, man auch den Nachnamen des Partners mit der Ehe annehmen kann oder auch generell ändern kann, solange man sich immernoch als Kind des eigenen Vaters identifiziert.

Was davon richtig(er) ist, weiß ich nicht, aber in beiden Fällen würde ich aber sagen:
Ich kenne natürlich nicht die Gründe der Trennung und die Umstände, aber du solltest nicht versuchen, alles, was dich an deinen Vater bindet wegzuschmeißen.
Es ist immerhin dein Vater und das Pflegen der Verwandtschaft ist im Islam sehr wichtig.

Es gibt reichlich Hadithe und Koranverse darüber.
In einer Hadith sagt der Prophet sallallahu alayhi wa sallam:
"Kein Zerstörer der Verwandtschaftsbande (Qati') wird ins Paradies eintreten!“ (Bukhari).

Nein, das darfst du nicht. Ich habe es gestern schon geschrieben. Aber du gehörst wahrscheinlich zu den Leuten, die solange warten, bis mehrere Lügner gesagt haben: du darfst es. Nein, darfst du nicht.

Es ist eine weitverbreitete Unsitte unter vielen Muslimen, daß die

Frauen den Nachnahmen ihres Ehemannes nach der Heirat annehmen, und sie

imitieren damit die Kuffar. Dies ist nicht erlaubt. Dazu folgende zwei

Fatwas:

Eine Frau, die nach der Heirat den Nachnamen ihres

Ehemannes annimmt

(Übersetzt von Umm Djumâna – Muslima.de.ms)
Frage:

Ich durchsuchte gerade diese Seite und stieß auf Ihre Antwort auf die Frage Nr. 2537, die

sich mit dem Ändern der Nachnamen von Frauen befasst… Da Sie sagten, dass es harâm

ist: Könnten Sie mir dazu bitte einen Hinweis aus dem Qur’ân oder einen Hadîth geben,

wenn möglich?
Antwort:

Alles Lob gebührt Allâh.

Es scheint, dass in der Frage eine Frau gemeint ist, die ihren Familiennamen in den ihres

Ehemannes umändert, nachdem sie heiratet. Dies ist harâm und ist in der Sharî’ah nicht

erlaubt, weil es niemandem erlaubt ist, zu behaupten, zu irgendjemand anderem zu

gehören als zu seinem oder ihrem Vater. Allâh sagt (ungefähre Bedeutung):

„Nennt sie (eure Adoptivsöhne) nach ihren Vätern. Das ist gerechter vor

Allah…“ [al-Ahzâb 33:5]

Der Prophet (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) sagte: „Allâh hat denjenigen

verflucht, der behauptet, zu jemand anderem zu gehören als zu seinem Vater."

(Berichtet von Imam Ahmad und anderen).

Und Allâh weiß es am besten.

Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 4362)
Es ist für eine Frau harâm, den Namen ihres Ehemannes

anzunehmen

(Übersetzt von Umm Djumâna – Muslima.de.ms)
Frage:

As-salâmu Alaikum,

Viele Schwestern in unserer Gemeinde haben die Namen ihrer Ehemänner angenommen,

ohne zu begreifen, dass sie die Namen ihrer Väter hätten behalten müssen. Sollten sie

ihren Namen in den Namen des Vaters zurück ändern, oder ist es erlaubt, den Namen

des Ehemannes zu behalten?

Außerdem, wenn eine Person außerehelich geboren ist, sollte sie den Nachnamen ihres

Vaters oder den Nachnamen ihrer Mutter tragen? Was sind die Beweise dafür?

Jazâk Allâh Khair.
Antwort:

Alles Lob gebührt Allâh.

Es ist niemandem erlaubt, zu behaupten, zu irgendjemand anderem zu gehören als zu

seinem Vater. Die Kuffâr zu imitieren, indem man der Frau den Nachnamen abnimmt und

ihr den Namen des Ehemannes gibt, ist harâm; außerdem ist es eine Form der Lüge und

eine Erniedrigung der Frau. Wer auch immer dies getan hat, muss vor Allâh bereuen und

es richtig stellen, indem er zum Namen seines Vaters zurückkehrt.

Hinsichtlich eines Kindes, das außerehelich geboren ist, so sollte ihm der Name seiner

Mutter gegeben werden und es darf ihm nicht der Name des Ehebrechers gegeben

werden. (Für nähere Auskunft siehe Frage Nr. 1942 und 284).

Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 2537)

@Umma  "bis mehrere Lügner gesagt haben: du darfst es."

Und wenn das österreichische Gemeindeamt auch sagt, sie darf es, dann sind die Beamten auch Lügner ?

Du hast ein tolles Benehmen.

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Hallo W.,

es gibt kein Verbot den Namen des Mannes anzunehmen. Wenn er Dir zusagt, dann mach das ;)

Aber natürlich kannst Du Deinen Namen auch anderweitig ändern.

LG, Hourriyah

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