Ihr habt bei der Heirat den Geburtsnamen des Mannes zum Ehenamen bestimmt. Nun kannst du auch noch nachträglich deinen eigenen Geburtsnamen (oder Namen aus einer früheren Ehe) dem jetzigen Ehenamen voranstellen oder anfügen. Das ist beim Standesamt zu erklären und kostet eine Gebühr (unter 50 €). Eine Rückkehr zu seinem Geburtsnamen als alleinigen Familiennamen ist dagegen nicht möglich.

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Familiennamen können für Verheiratete und deren minderjährigen Kinder in einem einzigen Antrag geändert werden, volljährige Kinder müssen dies separat beantragen. Dies ist nur eine theoretische Feststellung, praktisch sehe ich für dich so gut wie keine Chance, weil die Namensänderung deines Vaters vermutlich aufgrund einer Erklärung zur besseren Integration in Deutschland erfolgt ist. Von diesem Entgegenkommen abzurücken wird nur sehr schwer zu begründen sein.

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Vornamensänderungen werden bei der örtlich zuständigen Gemeinde bzw. Stadt beantragt. Meistens ist diese Aufgabe dem Standesamt zugeordnet, manchmal auch dem Ordnungsamt. Online kann das nicht beantragt werden, eine persönliche Vorsprache ist unbedingt erforderlich.

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Namensänderung mit geteiltem sorgerecht wenn Mutter nicht zustimmt?

Hey,

Ich bin fast 16, trage den Nachnamen meiner Mutter und lebe seit einem Jahr bei meinem Vater, zu dem ich vorher immer nur am Wochenende gefahren bin. Ich habe viel unschönes erlebt mit meiner Mutter und da ich bei meinem Vater lebe und meine Eltern geteiltes Sorgerecht haben muss ich leider wegen jeder Kleinigkeit auch ihre Unterschrift einholen, welche sie mir aber öfters verweigert(beispielsweise mofa Führerschein). Ich keinen Kontakt zu meiner Mutter bzw. meide diesen, wegen zahlreicher Sachen die zwischen ihr und mir passiert sind. Trotz alle dem ist sie nie kooperativ wenn es beispielsweise um Unterschriften, Unterhalt etc geht und regelt lieber alles vor Gericht.

Meine Frage wäre jetzt ob es möglich ist, dass ich meinen Nachnamen ändern kann(in den meines Vaters,meiner Stiefmutter und Halbgeschwister) weil ich mich einfach nach allem was geschehen ist(so traurig das auch ist) nicht mehr zugehörig zu meiner Mutter fühle. Da ich weiß dass sie dem definitiv nicht zustimmen wird möchte ich gern wissen ob das auch ohne ihre Zustimmung funktioniert.

Und bitte fangt nicht an mit "sie wird immer deine Mutter bleiben", ja das wird sie im biologischen Sinne. Aber es ist wirklich viel unschönes passiert und ich habe lange gebraucht um die Entscheidung zu treffen zu meinem Vater zu ziehen, was die beste und schwerste Entscheidung meines Lebens war. Wir waren bei mehreren Gesprächen mit dem Jugendamt und der Erziehungsberatung, welche immer zu noch mehr Uneiniggkeiten geführt haben. Schlussendlich möchte ich einfach so leid es mir auch tut mit dem ganzen Mist der letzten Jahre abschließen.

Hoffe auf Antwort:)

LG

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Zunächst ist festzuhalten, dass bei gemeinsamem Sorgerecht eine Namensänderung von beiden Elternteilen gemeinsam beantragt werden muss. Weigert sich ein Teil, wäre also überhaupt keine Namensänderung möglich. Andrerseits ist dein Wunsch auf Namensänderung gut nachvollziehbar; es liegt insofern bei dir ein wichtiger Grund dazu vor, weil in dem Haushalt, in dem du jetzt lebst, weitere (minderjährige?) Halbgeschwister aufwachsen, die ebenfalls den von dir gewünschten Namen tragen. Es wäre also eine einheitliche Namensführung erreicht. Dein Vater sollte in persönlichen Gesprächen beim Jugendamt und Amtsgericht versuchen, eine Lösung herbeizuführen, wonach z.B. die gemeinsame Sorge deiner Mutter für diesen Fall ausgeklammert oder die Zustimmung zu deiner Namensänderung durch Gerichtsbeschluss ersetzt wird.

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Wenn ihr beide den gleichen Nachnamen trägt, gehe ich davon aus, dass ihr bei der Heirat den Geburts- (oder früheren Ehe-) namen der Frau zum neuen Ehenamen bestimmt habt. Diesen Namen erhalten auch eure Kinder. Davon gibt es keine Ausnahme, es führt kein Weg daran vorbei. Übrigens: Aussterbende Familiennamen genießen behördlicherseits keinen besonderen Schutz, leider.

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Es ist leicht nachvollziehbar, dass ein vietnamesischer Vorname hier bezüglich Aussprache und Schreibweise im täglichen Leben Probleme bereitet. Ich empfehle di daher, sich mit der zuständige Namensbehörde persönlich in Verbindung zu setzen und deine Beweggründe für eine Vornamensänderung vorzutragen. Dann wird man dir schon vorab erklären können, ob dies als wichtiger Grund für eine Vornamensänderung akzeptiert wird. Diese erste Anfrage kostet überhaupt nichts! Danach aber weißt du Bescheid und kannst selbst entscheiden, ob du eine Namensänderung offiziell beantragst. Es ist auch völlig gleichgültig, ob du nur einen zweiten (Wunsch-)Vornamen hinzufügst oder dein bisheriger Name ganz entfällt. Das hat keinen Einfluss auf die Höhe der Verwaltungsgebühr.

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Eine Namensänderung (Vor- oder Familienname) setzt nach dem Namensänderungsgesetz und den Verwaltungsvorschriften einen "wichtigen Grund" voraus. Der darf nicht ausschließlich persönlicher Natur sondern muss objektiv sein, also auch bei neutraler Betrachtung für eine Behörde nachvollziehbar sein. Ein psychologisches Gutachten ist daher z. B. nicht erforderlich. Sollte ein solches dennoch vorgelegt werden und den Fall überbewerten, wird sich die Namensänderungsbehörde davon nicht beeindrucken lassen!

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Ja, aber der Verfahrensweg verläuft umgekehrt: Dein Stiefvater, der mit deiner Mutter verheiratet ist, kann dir -zusammen mit deiner Mutter- seinen Namen erteilen. Die Zustimmung deines leiblichen Vaters ist nur dann erforderlich, wenn er Teil eines gemeinsamen Sorgerechts ist. Diese Namenserteilung ist nur für Minderjährige möglich, was für dich zutrifft. Hinterher trägst du als Familiennamen nur den deines Stiefvaters, der ursprüngliche Name erscheint nirgends mehr (also nicht als "geb. XY")! Die Namenerteilung wird im Standesamt erklärt und kostet etwas (ca. 20 €).

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Um eine Namensänderung beantragen zu können, musst du volljährig, nach deutschem Recht also 18 Jahre alt sein. Jetzt könnten nur deine Eltern als gesetzliche Vertreter für dich die Namensänderung beantragen. Allerdings befürchte ich, dass die Gründe, welche du anführst, von der Behörde nicht als wichtig genug eingestuft werden, die eine Namensänderung rechtfertigen.

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6tes Blatt

Im Jahre eintausend acht hundert fünf und sechzig, den fünfundzwanzigstenNovember um zwei Uhr des Nachmittags vor mir Valentin Höllmann, Adjunkt, vertretend den zur Zeit abwesenden Bürgermeister, Beamter des Civilstands der Gemeinde Sondernheim, Bürgermeisterei Sondernheim, Kantons Germersheim, Bezirks Landau in der Pfalz, Königreichs Bayern, sind erschienen

Konrad Danenhauer, Hufschmied zu Germersheim sich aufhaltend, heimatberechtigt in Sondernheim, ausweislich des beiliegenden Geburtsregisterauszuges geboren zu Sondernheim den neunten November achtzehnhundertsechsunddreißig, sohin neunundzwanzig Jahre und sechzehn Tage alt, lediger Sohn von Franz Anton Danenhauer und Anna Maria Kethel, lebend Ehe und Tagnersleute (?) zu Sondernheim, beide verstorben daselbst, der Erstere den vierzehnten Dezember achtzehnhunderteinundfünfzig. die Letztere dreiundzwanzigsten Dezember achtzehnhundertsechzig, Enkel mütterlicherseits von Christoph Kethel, Maurer, und Maria Elisabetha Priefer, leben. Eheleute zu Sondernheim, beide verstorben daselbst, der Erstere den zweiundzwanzigsten November achtzehnhundertsechsunddreißig, die Letztere den fünfzehnten >Januar achtzehnhundertsechzehn. Der Vater des Bräutigams war außerehelich, daher keine väterlichen Großeltern vorhanden sind, und Maria Eva Amberger, Dienstmagd zu Germersheim sich aufhaltend, heimatberechtigt zu Rülzheim, Kantons Kandel, ausweislich des beiliegenden Geburtsregisterauszuges geboren zu Rülzheim den neunundzwanzigsten Mai achtzehnhunderteinundvierzig, sohin vierundzwanzig Jahre fünf Monate und sechsundzwanzig Tage alt, ledig, Tochter von Johann Bernhard Amberger und Margaretha Deutsch, lebende Ehe und Tagnersleute (?) zu Rülzheim, beide verstorben daselbst, der Erstere den neunten Juni achtzehnhundertvierundfünfzig, die Letztere den vierzehnten Juni achtzehnhundertvierundfünfzig, Enkelin väterlicherseits von Johann Adam Amberger dem Ersten und Marie Barbara Seelinger, lebende Ehe und Tagnersleute (?) zu Rülzheim, beide verstorben daselbst, der Erstere den dreiundzwanzigsten Februar achtzehnhundertsechsundvierzig, die Letztere den siebenundzwanzigsten August achtzehnhundertneunzehn, Enkelin mütterlicherseits Johann Jakob Deutsch und Margaretha Schwindhammer, lebend Ehe und Tagnersleute (?), beide verstorben und zwar der Erstere zu Zweibrücken den fünften August achtzehnhundertzweiundzwanzig, die Letztere zu Rülzheim den sechszehnten Februar achtzehnhundertvierundfünfzig. Das Ableben der Eltern und mütterlichen Großeltern des Bräutigams ist in den auf hiesigen Bürgermeisterei ?en Sterberegistern ? ?? . der Eltern und vier Großeltern der Braut ist durch beiliegende sechs Sterberegisterauszüge nachgewiesen. Da in dem Geburtsakte des Bräutigams der Familienname seiner Mutter unrichtig Käthel geschrieben ist, so erklärt der Bräutigam eidlich, daß sich wie aus den hier be?ten Civilstandsakten hervorgehe, der Familienname seiner Mutter richtig "Kethel" schreibe, welche Erklärung die am Schlusse des Actes genannten vier Zeugen eidlich bestätigen. Der Bräutigam hat sich durch Vorzeigen eines Militär??, ausgestellt durch das Königliche vierzehnte Infanterieregiment. Somit unter dem Datum Nürnberg den dreizehnten Mai achtzehnhundertvierundsechzig ausgewiesen, daß er den Militärpflicht Genüge gethan sowie durch beiliegende bürgermeisterliche Bescheinigung, daß er den Staatsbürgereid geleistet hat. Bei beiden Brautleute haben erklärt, daß . . . (hier endet die Kopie)

Einige Worte im Text konnte ich beim besten Willen nicht entziffern, was du mir bitte verzeihst. Mit dem Begriff "Tagnersleute" (oder so ähnlich) kann ich nichts anfangen, der ist mir noch nie vorgekommen. Auch bin ich mir nicht sicher, dass ich die Familiennamen immer richtig wiedergegeben habe.

Trotz dieser EInschränkungen gehe ich davon aus, dass du mit dieser Wiedergabe in deiner Familienforschung ein Stück weiter gekommen bist.

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Die Änderung eines Familiennamens kann in Deutschland j e d e r beantragen. Ob den die Behörde genehmigt, kommt auf den Einzelfall an! Hast du die deutsche Staatsangehörigkeit? Für Ausländer wäre keine deutsche Behörde zuständig. Bist du minderjährig? Dann kann nur dein gesetzlicher Vertreter einen derartigen Antrag stellen.

Jetzt kommt es auf den wichtigen Grund für die Namensänderung an. Nur das Argument, das dir dein Name aus familiären Gründen nicht gefällt, reicht absolut nicht aus. Wenn du eventuell als Minderjährige(r) im Haushalt deiner Mutter wohnst, hast du überhaupt keine Chance, weil dann eine Namensverschiedenheit entstünde, die wiederum einen Grund für eine erneute Namensänderung auslösen könnte, wenn sich deine Meinung im Verhältnis zu deinem Vater wieder geändert hat.

Fazit: Eine Namensänderung ist für dich zum jetzigen Zeitpunkt in Deutschland so gut wie unmöglich!

Meine Empfehlung: Da du beabsichtigst, nicht auf Dauer in Deutschland zu bleiben, beantrage die Namensänderung in deinem künftigen Zielland. Es wird dort sicher leichter möglich sein als nach der strengen deutschen Rechtslage.

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Nach deutschem Recht bist du mit der Cousine deiner Uroma im 7. Grad in der Seitenlinie verwandt. Eine andere Bezeichnung gibt es dafür nicht als die, welche du in deiner Frage schon genannt hast.

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No. 92 Johann Baptist Dilger (?), ein Buchdrucker, kathol., 30 Jahre, von München

No. 93 Kaspern Hofer, ein Müllner, kathol., 75, von Inspruck (Innsbruck), Tyrol

No. 94 Mathias Merz, ein Laternanzünder, kathol., 49, von München

No. 95 Joseph Hauser, ein Bauer, kathol., 44, von (Ort nicht zweifelsfrei leserlich)

No. 96 Jakob Mayer, ein Zimmergesell. kathol., 34, von München

No. 97 Johann Salcher (?), ein Fuhrknecht, kathol., 29, detto (w. o. = München)

No 98 Simon Teumer, ein Taglöhner, kathol., 32, detto

No. 99 Peter Gajol, ein Gärtner, kathol., 47, von Doulon in Frankreich

No. 100 Sebastian Eisenschandt, pensionirter königl. bair. ehestreiter (?), kathol., 53, von Kellbin, Landgcht Moheim (?)

No. 101 Mathäus Viesböck, ein Floßknecht, kathol. 43, von Tölz, Landgcht. alda

102 Karolus Preuß, ein Buchdrucker, evangl., 27, von Braunschweig in Preusen

Bei den Ortsnamen habe ich erhebliche Probleme, weil diese offensichtlich nicht immer korrekt in der Liste eingetragen wurden. Auch für die richtige Schreibeweise der Familiennamen kann ich nicht garantieren. Unter "ehestreiter" kann ich mir auch nichts vorstellen.

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Von Seiten des Meldeamts bzw. Standesamts gibt es keine Probleme, aus der katholischen Kirche auszutreten und danach in die evangelische Kirche aufgenommen zu werden. Aus kirchlicher Sicht ist das jedoch unmöglich, denn die katholische Kirche -im Gegensatz zur evangelischen- stuft die Taufe als ein Sakrament ein, welches unauflöslich ist. Nach deren Lehre ist ein Austritt, also ein Widerruf der Taufe, unzulässig.

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Als 17-jähriger kann die Namensänderung nur von deinen Eltern bzw. Sorgeberechtigten beantragt werden. Welche Stelle (Abteilung) dafür zuständig ist, kannst du im Rathaus deines Wohnortes erfahren. Die Kosten für eine Namensänderung liegen zwischen 2,50 € und 1.055 €.

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Der Doppelname deiner Mutter ist für dich völlig ausgeschlossen, dafür fehlt es an einem wichtigen Grund i. S. des Namensänderungsesetzes; außerdem sollen Doppelnamen vermieden werden, denn dieser würde sich auch auf deine späteren Kinder, Enkelkinder usw. übertragen.

Nur ein anderer Weg wäre machbar: Dene Mutter nimmt durch Erklärung beim Standesamt ihren früheren Ehenamen "Volkmann" wieder an, das geht ohne weiteres für eine relativ geringe Gebühr. Danach hast du Chancen, ebenfalls diesen Namen durch eine Namensänderung zu erhalten. Der wichtige Grund dabei wäre die namensmäßige Einheit innerhalb der Familie herzustellen. Sollten du und deine Halbschwester noch minderjährig sein, muss dein Wunsch so zu realisieren sein, ansonsten wäre es kritisch und es müssten weitere wichtige Gründe vorgebracht werden.

Wichtig ist dabei aber, die Erfolgschancen für dich bei der Behörde abzuklären, bevor deine Mutter ihren früheren Ehenamen wieder annimmt, denn diese Erklärung wäre bei einer Ablehnung deiner Namensänderung nicht mehr rückgängig zu machen.

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Die Frage der Ehelichkeit oder Nichtehelichkeit ergibt sich aus dem Zeitpunkt der Geburt, ob die Mutter an diesem Tag verheiratet war oder nicht. Der Zeitpunkt der Zeugung ist gleichgültig.

Übrigens heißt es seit dem Inkrafttreten des Nichtehelichengesetzes (1.7.1970) amtlich nicht mehr "unehelich", sondern "nichtehelich".

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