Muss bei der Rektorin der Schule meiner Tochter antreten, bin aber mit dem Verhalten meiner Tochter einverstanden - wie seht ihr das?

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24 Antworten

Wenn es so war wie du es geschrieben hast und die Aktionen (erst Po dann Brust) gingen von dem Jungen aus, dann hat deine Tochter ALLES richtig gemacht. 

Jeder Mensch, auch eine 12 jährige Schülerin, hat das unbedingte Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Wenn jemand in der Umwelt, dieses Recht bricht, egal aus welchem Grund (Unwissenheit, Hormonschub, Cool sein, Provokation, Lustbefriedigung, Dummheit), muss er mit SOFORTIGEN drastischen Reaktionen rechnen, die ich unter NOTWEHR sehe.

Du kannst der Schulleitung anbieten, bei einer anderen Ansicht zur Sache, und keiner Disiziplinarmaßnahme gegen den attackierenden Schüler, 

eine Anfrage an die örtliche Presse, die einschlägige Boulevard Presse oder in verschiedenen Internetforen mit vollständiger Nennung der Schuladresse zu stellen.

"Ist es richtig, dass an der NAMEN DER SCHULE die Schülerinnen sich nicht gegen sexuelle Übergriffe wehren dürfen und das auf Anordnung der Schulleitung?"

Falls das Gespräch nicht in deinem Sinne verläuft, also OK für das Verhalten deiner Tochter und Verwarnung / Tadel für den Schüler,  würde ich der Schulleitung schon im Gespräch klar und deutlich sagen, dass du eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen wirst. Das sollte auch dem einfach gestrickten und um Ruhe bemühten Beamten den Ernst der Lage verdeutlichen.

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Kommentar von habakuk63
02.03.2016, 22:49

Danke, für die Auszeichnung. Und viel Erfolg beim Training.

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Sage Deine Meinung einfach. Versuche, ruhig und sachlich mit der Rektorin zu reden.

Tipp: Die Frage sollte sein, welches Bild Deiner Tochter vermittelt wird. Geht sie zum Lehrer, wird sie in den Augen der Klassenkameraden zur Petze und der Junge macht ggf. heimlich weiter, wenn sie nicht petzen kann oder ärgert sie so, dass sie sich nicht mehr zu petzen traut. Sie hat ihm jetzt vermittelt, dass er so etwas nicht machen kann, dass es nicht "nur Ärgern" ist, sondern dass er zu weit gegangen ist.

Ja, sie hat ihn in einer Weise verletzt, die nicht akzeptabel ist und DAS sollte man ihr auch vermitteln, ABER gleichzeitig sollte man ihr sagen, dass es in Ordnung war, sich gegen diese Übergriffe zu wehren und dass der Junge sich falsch verhalten hat und sie verdient hat, dass er damit nicht einfach durchkommt.

Ggf. wäre es sinnvoll, in der Klasse ein Gespräch über das Thema - sagt man bei Kindern auch "sexuelle Belästigung? - zu führen - darüber, was man darf, wie weit man den Körper anderer berühren darf und was man tun kann, wenn andere zu weit gehen und wie man sich verhält, wenn man nicht sofort etwas tun kann (bis sie zum Lehrer gelaufen wäre, hätte er ja weitermachen können) und wie man sich verhält, wenn einem der Schutz des eigenen Körpers als Schwäche (Auslachen durch Klassenkameraden, grobe "Scherze", Beleidigungen etc.) ausgelegt wird.

DIES würde ich mit der Rektorin thematisieren!

Statt Deine Tochter zu "verteidigen" (sture Mutter, der man dann doch nicht zuhört, weil sie nur ihre Tochter sieht...) würde ich das Thema als Ganzes ansprechen: Was vermitteln wir den Jungen, was den Mädchen, welche Lösungsstrategien gibt es für BEIDE (z.B. kann der Junge auch anders "ärgern" oder sich ihr anders nähern oder den anderen Jungen anders imponieren), was den Mädchen (wie viel sollen sie sich gefallen lassen, wie können sie ihre Grenzen schützen und setzen, wie können sie das tun, ohne als übermäßig sensibel (Pussies etc.) dazustehen?

Außerdem sollte dringend thematisiert werden, dass man das Recht auf Gefühle hat und dieses insbesondere im Bereich des eigenen Körpers nicht unterdrücken oder überspielen sollte, um nicht als schwach angesehen zu werden (Deine Tochter hätte es einfach über sich ergehen lassen können - das sollte NICHT die Botschaft sein, BESONDERS nicht an den Jungen und die Zuschauer!!).


So in etwa würde ich das Gespräch führen. 

Und die Rektorin/ Klassenlehrerin noch mal bitten, dem Mädl (und ggf. den Jungen) zu bestätigen, dass seine GEFÜHLE in der Sache völlig normal und legitim waren und es sich DAFÜR  nicht schämen muss/ sollte, der Junge sich für sein Verhalten aber schon. DAS sollte auf jeden Fall BEIDEN sowie den Klassenkameraden vermittelt werden!!!!

Persönlicher Tipp: Da Worte nicht helfen und nur noch mehr Spott ernten: Nächstes Mal ins Gesicht schlagen. Dies aber nur der Tochter sagen, nicht den Lehrern! ;-)

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Ich sehe da perönlich auch keinen Fehler bei deiner Tochter. Es gibt nunmal gewisse Grenzen und die hat dieser Junge definitiv überschritten.

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Es gibt gewisse Grenzen und das unbedingte Recht auf körperliche Selbstbestimmung, die hat dieser Junge definitiv überschritten. Dann hilft auch mal nur handeln und nicht reden. Also aus meiner Sicht hat deine Tochter alles richtig gemacht. Was er gespürt hat, wird er sich hoffentlich merken und seine Grenzen nicht mehr überschreiten.

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Ich finde,Deine Tochter hat richtig reagiert! Und das solltest Du auch vertreten,bei der Rektorin. Es kann ja nicht sein,das Deine Tochter die böse ist und der Junge der ,dem weh getan wurde. ich hätte mich auch sofort gewehrt.

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Anhand der gegebenen Informationen möchte ich wie folgt meine Meinung vertreten.

Fakt ist, dass der Junge deiner Tochter zu Nahe getreten ist, aber nicht gewalttätig wurde. Sein Verhalten war falsch, solch ein Verhalten sollte unbedingt gemeldet werden und ist mit Wegschubsen, sprich Distanz wiederherstellen, eigentlich vertretbar.

Der Sachverhalt ist jedoch komplizierter geworden, weil dieser Junge sie erneut angefasst hatte. Sie hat also die Möglichkeit die Distanz erneut wiederherzustellen oder die Situation einer Lehrkraft zu melden, sodass der Junge mit den Konsequenzen rechnen muss.

Leider kam es dazu, dass deine Tochter Gewalt angewandt hat (hierbei ist es wichtig, ob sie ihn vorgewarnt hat oder nicht). Aus einem Spaß zwischen zwei Kindern, wurde es plötzlich handgreiflich. Der Fehler liegt nun bei deiner Tochter.

Es mag für dich vielleicht so klingen, als wäre deine Tochter im Recht, jedoch hat sie in diesem Fall wirklich eine Grenze überschritten, bei der es zu schlimmen Verletzungen führen könnte.

Stell dir vor der Junge hätte sich durch den Tritt einen Nerv im Hoden eingeklemmt oder ähnliches, was sich auf die Gesundheit sehr negativ auswirken könnte und seine Zukunft gefährden würde. Sein Verhalten ist dadurch nicht entschuldigt, aber die Reaktion deiner Tochter auf seine Aktion ist in diesem Fall zu heftig.

Kinder sollten lernen kontrolliert zu reagieren und einschätzen können, ob eine Situation eine handgreifliche Gegenwehr erfordert oder nicht. Sie sollten lernen mit Worten umzugehen und immer vorwarnen. Das Vorwarnen wie "Fass mich nicht an, ansonsten trete ich dich" ist in dem Fall besser als treten ohne Vorwarnung. Der Junge war mit der Vorwarnung also einverstanden gewesen und muss mit der Handlung leben. Und genau darin besteht der kleine, aber feine Unterschied, was in der heutigen Gesellschaft sehr vieles ausmacht.

Im schlimmsten Fall können die Eltern des Jungen auf "Körperverletzung" plädieren...

Ich persönlich stehe auf eurer Seite, aber Fakten, sind nun mal Fakten und über gerichtliche Entscheidungen müssen wir nicht diskutieren, denn selbst Mörder oder Sexualstraftäter werden heutzutage freigelassen..

Frauen/Mädchen sollen sich zu wehren wissen, aber nicht so, dass sich der Täter am Ende als Opfer darstellen kann. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine...


Viel Glück und Erfolg euch beiden..

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Deine Tochter scheint sich nur zu verteidigen! Und das ist völlig in Ordnung, genauso würde ich das auch der Rektorin sagen. Deine Tochter muss sich nichts von ihren Mitschülern gefallen lassen, was sie nicht möchte. Und ich würde die Rektorin drauf ansprechen, was der Junge schon alles gemacht hat.

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Der Gesetzgeber würde diesbezüglich bei einem strafmündigen Mädchen auf Notwehr urteilen, wohl sogar auf eine im Gesamten begründete Reaktion, denn es gab ja nach einer weicheren Abwehr einen erneuten härteren Angriff. Warum sollte dieses Recht nicht für ein 12 jähriges Mädchen gelten. Ich bin erst mal mit Dir einer Meinung, wäre eher stolz auf meine Tochter, dass sie sich in Situationen der sexuellen Belästigung massiv und unmissverständlich wehrt. So würde ich es in etwa der Schulleitung gegenüber vertreten, denn diese hat dafür zu sorgen, dass Mädchen auf dem Schulhof vor sexuellen übergriffen sicher sind, es mangelte also an Aufsicht, sonst wäre eine zweite Reaktion ja nicht erforderlich gewesen. Mangelnde Strafmündigkeit bedeutet nicht, dass es keine Straftat war!

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Der Rektorin einen Vortrag halten?

Ob das hin haut?

ein gegenseitiges Gespräch wäre doch angebrachter?

Anhand der dürftigen Infos, die du hast, würde ich erst mal versuchen mehr über den Vorfall zu erfahren, im Moment sieht es so aus, als ob deine Tochter richtig gehandelt hätte?

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Kommentar von MotherOfD
01.03.2016, 13:10

Das mit dem Vortrag meinte ich natürlich nicht so! Klar, ein ruhiges sachliches Gespräch, aber bestimmt! Für mich sieht das so aus. Klar, vielleicht bekomme ich noch ganz andere Infos, wo sich meine meinung ändern könnte, aber vielleicht auch nicht!

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du gehst zu diesem gespräch. lässt dir erzählen was vorgefallen ist und verteidigst dann deine tochter. nicht mehr, nicht weniger. 1. frage lautet: wo war die aufsichtsperson? sollte man deine tochter bestrafen wollen, wendest du dich an die örtliche presse oder bringst diesen fall vors schulamt.

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Kommentar von botanicus
01.03.2016, 13:28

Na, endlich kommt wieder der gf-übliche Rat, sich an Presse und Schulamt zu wenden. Fehlt noch die Staatsanwaltschaft. 

Leute, haltet doch mal den Ball flach. Ist doch noch nichts passiert. Aufregen kann man sich immer noch, wenn die Schulleitung jetzt ein großes Ding draus macht.

Die anderen Kommentatoren sehen das ja auch etwas nüchterner.

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Definitiv richtig gemacht von ihrer Tochter. Wäre das irgendwann mal meinem Kind passiert würde ich glaube ich ein schon eher lauteres Wörtchen mit Direktorin und Grabscher reden. Mit 12 sowas anzustellen ist nicht mehr normal.

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Mutig deine Tochter, wenn sie sonst schüchtern ist. Also aus meiner Sicht finde ich es richtig. Vor allem bis sie einen Lehrer gefunden hätte, das Ganze zerredet ist (vlt. Aussage gegen Aussage), hat der Junge nichts gelernt. Was er gespürt hat, wird er hoffentlich nicht vergessen und das nicht mehr machen, also seine Grenzen nicht mehr überschreiten.

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War schon richtig von deiner Tochter! Meine Tochter hatte ein ziemlich ähnliches erlebnis und hat sich auch so gewehrt! Danach gab es bei uns ärger mit den Eltern des Jungen den sie getreten hat. Aber nun hat sich alles entspannt und der Junge scheint den tritt fest in erinnerung zu haben, er hat jedenfalls meine Tochter nie wieder angefasst!

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Es kommt immer auf die Verhältnismäßigkeit drauf an! Natürlich hat deine Tochter gerechtfertigt sich gewehrt. Kann aber auch sein, dass sie zu kräftig (unverhältnismäßig) dem Jungen in die "Eier" getreten hat, so dass er ein paar Tage starke Schmerzen hat oder sogar bleibenden Schaden. Dann muss ihr das auch verständlich gemacht werden und hat eine Rüge verdient (der junge natürlich auch!).

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Deine Tochter hat vollkommen richtig reagiert und sich gewehrt. Halte zu ihr, ganz egal, was die Rektorin dir/euch einreden will.

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Mein Rat: trage es genau so vor wie Du es hier geschildert hast. Stelle deine Position und die deiner Tochter sachlich, unaufgeregt und ohne Anklage dar, allerding auch deutlich.

Wenn es so abgelaufen ist, wie Du es hier schilderst, dann kann kein vernünftiger Mensch das Verhalten deiner Tochter kritisieren. Mache deutlich, daß Du deine Tochter dazu erzogen hast sich keine sexuellen Übergriffe gefallen zu lassen und auch weiterhin dazu stehst.

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also deine Tochter hat richtig reagiert sagen sie einfach das ihrer Tochter sich in dem Moment nicht anders zu hälfen wusste .und wenn die Rektorin meint das das jetzt Konsequenzen für ihre tochter hat einfach mit der presse drohen. und ich würde den jungen wegen sexuellerbelästigung anzeigen  .ein brief wegen sexuellerbelästigung wird den jungen auch in Zukunft von ähnlichen taten abhalten

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Naja, ich würde das so einfach der Direktorin sagen.

Du musst ja nicht wie ne Furie da rein stürmen und ihr nen Vortrag halten, aber wenn du deine Meinung (die ich voll teile) ruhig darlegst, dürftest du alles richtig gemacht haben.

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Ähem. Natürlich ist ein Tritt in die Eier unangenehm. Klar. Aber man hat auch keinem Mädchen, keiner Frau an Hintern oder Brust zu fassen. Klar.

Das hat mir schon meine Mami beigebracht.


Platt gesagt, da steh ich, falls es nicht anders gewesen sein sollte als hier beschrieben, voll zu Deiner Tochter. Anpacken ist nicht, sonst wird zurückgelangt.

Ich bin alt und weise (44, w).. ich hätte das jetzt nicht gemacht. Ich hätte dem Typen eine geballert, dass er morgen noch nach seinen Ohren sucht.


Und weisst Du,w as ich regelmäßig Teenies und Co sage (hatte jobmäßig viel mit welchen zu tun, habe noch viele in Familienkreis)? "Anfassen ist nicht. Und wer´s nicht kapiert , der wird es merken".

Das haben Jungs zu kapieren,d as haben auch Mädels zu kapieren. Keine (körperlichen) Übergriffe.

Nein, d as ist kein Aufruf zum Excess in Gegenwehr..

Das heisst nur, Grenzen haben gewahrt zu werden. Respekt vor´m anderen.


Steh zu d em Mädel und erklär der Rektorin sachlich,w arum Du das so siehst. Wundert mcih,d ass sie als Frau die reaktion überzogen findet (HALLOO? Esrta n Popes langen- klare Abwehr- dann an Brust- und da soll man sagen, danke, aber bitte nicht????)




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Jedenfalls erstmal ganz in Ruhe abwarten, was die Rektorin zu sagen hat. Nicht gleich zum Angriffblasen! Überreagiert? Fakt ist: Mädels haben eigentlich eine natürliche Scheu, den Jungs in´s Tralala zu treten. Eine schallende Ohrfeige hätt´s vielleicht auch getan, aber sei´s d´rum: Das nimmt dem jedenfalls keiner mehr ab, was er eingefangen hat und er  wird sich´s künftig überlegen, ob er nochmal grabscht!

Und: Die Gegenseite hat sicherlich auch eine Vorladung bekommen, :)

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