Mündliche Prüfung schlecht abgeschnitten. Bin ich eine Versagerin?

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8 Antworten

Also erstmal ganz grundsätzlich: Eine 2,3 ist keine schlechte Note. Schon gar nicht in dem Fach. Chemie ist ein dermaßen gefragter Beruf, da wirst du dir mit Leichtigkeit die Stellen aussuchen können, praktisch egal, wie du abschneidest. Und für eine Forschungslaufbahn bist du auch noch voll im Rennen, die meisten Unis haben eine Grenze von ungefähr 2,5 für die Promotion. Da besteht also - nach dem was du geschildert hast - auch keine Gefahr.

Darüberhinaus gebe ich dir jetzt hier aber keine Tipps, weil ich das nicht kann und du solche Sachen wie "Tschakka!" oder "Kopf hoch!" wahrscheinlich auch nicht hören willst.

Wenn du mit dem Druck der Uni nicht zurecht kommst, dann überleg mal, ob du vielleicht bei der psychologischen Beratung deiner Uni (evtl. übers Studentenwerk) vorbeischaust. Das sind nette, gut ausgebildete Leute mit Schweigepflicht, die dir sicher ein paar Bewältigungsstrategien mit auf den Weg geben können.

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Wenn man deine Zuschrift liest, denkt man sich im ersten Moment: Wow, das ist aber eine sehr junge, ehrgeizige Frau. Sie hat Ziele und kämpft wahnsinnig doll dafür, diese zu erreichen. 
Doch ich lese auch etwas anderes heraus und zwar eine verdammt sensible Person, die ZU ehrgeizig ist.
Du absolvierst gerade eine Ausbildung im Krankenhaus - ein toller Job, aber mit sehr viel Verantwortung. Du möchtest alles richtig machen und deine Ausbildung am Liebsten mit Bestnoten abschließen. Dazu kommt noch der Führerschein. Auch dort erlaubst du dir keine Fehler und möchtest ALLES perfekt machen. Und dann gibt es diese Momente, wo nicht alles perfekt läuft. Und das ist die Problematik. Die Problematik liegt aber nicht darin, dass du all das nicht unter einem Hut bekommst, sie liegt darin, dass du dir selbst viel zu viel Druck aufbaust und daran kaputt gehst. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht nächste Woche, aber irgendwann wird dieser Punkt kommen, an dem du nicht mehr kannst. An dem dein Körper nicht mehr kann.
Du denkst sogar darüber nach, Substanzen zu nehmen, um den Druck standhalten zu können und deinen Lebensstil so weiterzuführen. Aber dies ist nicht die Lösung des Problems, sondern wird dich immer mehr reinreißen. Bitte versprech mir, dass du diesen Gedanken zur Seite wirst und nichts zu dir nehmen wirst, was dir schädigen könnte? Denn diese Substanzen versprechen viel, aber halten nichts. Vielleicht denkst du im ersten Moment, dass sie dir helfen, aber es ist eine Sucht, aus der man nur schwer wieder herauskommt. Einmal angefangen, ist es schwer da wieder rauszukommen. Denn ohne dieses Mittel hat man das Gefühl, all dem, was man sich vorstellt, nicht mehr gerecht zu werden. Und dann nimmt man mehr und vielleicht noch eine Dosierung höher. Man befindet sich in einer Traumwelt und funktioniert nur noch. Bis dein Körper innerlich so erschöpft ist, dass er nicht mehr kann. Aber wozu all das? Um wem glücklich zu machen bzw. wem alles perfekt zu gestalten? Man selbst mit Sicherheit nicht. Man muss nicht perfekt sein, um stark zu wirken. Dies alles übermittelt nur die heutige Gesellschaft. Man darf keine Fehler mehr machen, muss perfekt sein, um anerkannt zu werden. Doch dem ist nicht so. Wichtig ist, dass du mit deinem Leben zufrieden bist. Und, glaube mir, das bist du mit Sicherheit nicht, indem du allen anderen immer nur etwas beweisen möchtest. Und eigendlich weißst du das auch.
Das klingt jetzt vielleicht einfach daher gesagt, aber so kann es nicht weitergehen. Du musst versuchen, einen Gang herunterzuschalten und auch einmal an dich zu denken. Glaube mir, ich weiß, wie schwer das ist. Am Anfang wird es dir sicherlich sehr schwer fallen, auch mal zu sagen: Nein, ich muss jetzt nicht perfekt sein und die ersten Male wird es schwer sein, aber mit der Zeit wird es besser werden. Dies ist ein reiner Lernprozess.

Und dies kann sogar im Zusammenhang mit einem Therapeuten erfolgen. Einem, der die Problematik erkennt und mit dir zusammen an dem Problem arbeitet. Denn es ist nicht Sinn der Sache, dass du dich und deinen Körper so kaputt machst. Das möchte ich nicht! Deshalb wäre nun der nächste Schritt, sich jemanden zu suchen, der sich dir annimmt und dir hilft. Das liegt mir sehr am Herzen und wünsche ich mir! In der nächsten Therapiestunde könntest du eventuell auch mit deiner Therapeuten darüber reden, dass du das Gefühl hast, dass sie die Problematik nicht ganz ernst nimmt. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird sie es verstehen und dich dahingehend unterstützen, oder ihr werdet euch einvernehmlich trennen und du wirst dir jemanden anderes suchen müssen. Dies ist absolut keine Schande, denn manchmal passt es einfach nicht. Hilfreich wäre dann ein Anruf bei deiner Krankenkasse. Ich weiß, dass dir das nicht leicht fallen wird, weil du innerlich dieses Schamgefühl hast. Du denkst: Ja, ich habe versagt, doch das hast du nicht. Denn du bist auf dem bestem Wege zu gewinnen. Das alleine zählt! Auch, wenn es dir schwer fällt: Versuche denen zu erzählen, was du uns erzählt hast, vielleicht haben sie einen guten Tipp, welcher Therapeut hinsichtlich dessen am Geeignetesten wäre. Wichtig ist nur, dass du nicht aufgibst. Versprichst du mir das, liebe susanne?

Du darfst dich nicht kaputt machen lassen, glaube mir, das Leben ist es wert! Du bist es wert!

Quelle:
Die Hilfe-Community f�r alle deine Fragen und Probleme: http://mein-kummerkasten.de/

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Hallo Du Liebe

Ich bin ganz erschüttert u auch traurig über das, was Du schreibst! Du studierst ein schwieriges Fach u schlägst Dich wacker, denn Deine Noten sind prima!!!! Es wäre für Dich das Beste, wenn es Dir gelingen würde, Deine Leistungen mit dem dazu gehörenden Stress u Aufwand richtig einzuordnen! Belaste Dich nicht mit den Ergebnissen von anderen, hör auf Dich permanent zu vergleichen, vertrau Dir selbst u klopf Dir auf die Schulter! Du hast schon soviel geschafft u bist super unterwegs!! Lass Dich nicht unterkriegen u besinn Dich auf Dich u vergiss trotz Studium u beruflichen Zielen nicht: das Leben hat auch noch so viel mehr zu bieten u DAS findest Du möglicherweise NICHT im Studium u in der beruflichen Tretmühle ....glaub mir: mit etwas mehr Gelassenheit erreichst Du Deine Ziele um ein Vielfaches einfacher u manchmal verschieben sich im Lauf der Zeit die Ziele, obwohl man das nicht für möglich gehalten hätte ...
Dies schreibt Dir eine die es weiß !!

Rappeldikatz ( im wahren Leben Lehrerin :-) )

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Prüfungen sind auch nur Übungssache.

Mir hat mal ein Prof gesagt: "Die mündliche Prüfung ist Ihre Gelegenheit, uns zu zeigen, was Sie können. Glänzen Sie!"

Das habe ich gemacht und die Prüfung bei ihm mit 1 bestanden.

Es war meine Magisterprüfung, ich war tierisch nervös, aber ich war so damit beschäftigt zu glänzen, dass es in der ganzen Prüfung nicht eine peinliche Schweigepause gab. Ich habe geredet, aber nicht geplappert. Ich konnte jede noch so bl.de Fußnote abrufen, die ich gelesen (nicht mal richtig gelernt) hatte, dass ich zu jeder Frage nicht nur die Antwort kannte, sondern auch noch mehr erzählen konnte. Meine ganze Begeisterung habe ich in meine Worte gelegt, ich atmete Runeninschriften aus allen Poren.

Eine mündliche Prüfung ist nicht das Abfragen von Wissen. Die Fragen sind eigentlich nur Stichpunkte für dich, anhand derer du dein Wissen (und deine Hingabe) zeigen kannst.

Es ist weniger das WAS, sondern mehr das WIE du es sagst.

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Du bist offensichtlich nicht dumm. Wenn Mitschüler, die Du unterrichtet hast, besser abgeschnitten gaben als Du, bist Du offensichtlich eine gute Nachhilfelehrerin.
Du hast Nerven gezeigt, das ist alles.
Versuche, herauszufinden, wie Du Dir mehr Coolness beibringen kannst, mehr Sicherheit.
Ich weiß, dass ist leichter gesagt als getan und lässt sich vor allem aus der Distanz gut reden, aber ich habe vergleichbare Erfahrungen gemacht.

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Als erstes mal: Ein Schnitt von 1,x bis 2,x ist NICHT schlecht, im Gegenteil.
Deswegen macht dein Leben nicht gleich keinen Sinn mehr. Auf dem Zeugnis steht dann meinetwegen 1,8 oder 2,6 oder was weiß ich, das ist die Bewertung für den Beweis deines Wissens an diesem Tag, wenn du unter großem Druck stehst. Mach dir nicht so viele negative Gedanken :)

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Allen passiert Mal so ein Aussetzer. Ich kann deine Sorgen verstehen, wer macht sich schon keine Sorgen um seine Zukunft. Einfach positiv denken, das ist die Lösung. Du wirst schon nicht als Obdachloser auf der Straße enden, mach dir keine Sorgen. :)

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es hört sich so an dass du dich selbst fertig gemacht hast und jetzt dies auch tust? statt einfach genüben schlaf zu sorgen und viel frische luft zu gehen und statt den perfketionnismust zu pflegen einfach zu sagen mut zur lücke?

man kann auch aus den fehler lernen?

lampenfieber ist normal hat aber auf der bühne nichts viel zu tun? :)

lernen ist nie umsonst?

also wünsche dir mehr gelassenheit:

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