Motive und Symbole der DDR-Literatur?

2 Antworten

Wenn man sich heute Filme anschaut, die in der ehemaligen DDR (übrigens auch in den ehemaligen sozialistischen UDSSR-Trabanten) gedreht wurden, bemerkt man immer wieder folgende Stereotypen.

1. Die Idealisierung des einfachen auch ärmlichen Lebens.

2. Die Entgegensetzung von Geld und Arbeit. Das Bedürfnis, Geld zu bekommen, wird irgendwie mit kapitalistischer Einstellung gleichgesetzt, Arbeit jedoch mit guten Charakter.

3. Die Abwertung von hierarchischen Strukturen. Könige, Grafen usw. werden oft als potentiell charakterlich schlecht dargestellt, der fleißige Handwerker dagegen als grundsätzlich besser.

Insgesamt bemerkt man eine sehr große Übereinstimmung zwischen den in der DDR-Literatur dargebotenen Idealen und der moralischen Struktur der Grimms-Märchen. Reichtum und gehobene Position sind nur gut, wenn sie durch Arbeit oder Verzicht erworben wurden. Sie entsprechen also den idealisierten Sozialträumen, mit denen zu allen Zeiten die Armen und Entrechteten von den Besitzenden ruhiggestellt wurden.

Ich meine es gibt keine typische DDR Literatur. Gibt es BRD Literatur?

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