Mit zerstrittener Schwiegermutter (SM) Weihnachten feiern. Benötige Eure Einschätzung dazu, danke.

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Nachgeben! 25%

13 Antworten

An deiner Stelle würde ich die Dienste dieser Freundin in Anspruch nehmen. Jedenfalls, wenn du meinst, dass sie helfen könnte. Sie könnte euch beide an einen neutralen Ort bitten und eure Aussprache moderieren. Wenn ihr das Problem nicht vor Weihnachenten aus der WElt schaffen könnt, würde ich mit (und allen anderen) nicht das Weihnachtsfest versauen lassen. Wenn dein Partner und deine Tochter unter eurem Streit zu leiden hätten, wäre das ja wirklich kein unbedingtes "Fest der Liebe".

Diese Freundin ist der pure Graus, kotz. Das einmal vorweg.

Was mich an der Einmischung am meisten stört ist einfach die Tatsache, dass sie die Seite meiner SM sicher zu genüge kennt. Und bei mir poltert sie gleich los, ich solle einlenken und ich hätte genauso Schuld. Meine Schwiegermutter kommt zu mir, erklärt mir endlich was sie von mir hält, nämlich nix. Das war ihre eigene Entscheidung, ich kann da nichts erkennen, das ich darum gebeten habe. Also, ich fühle mich da nicht im Geringsten schuldig.

Ihrem Sohn hat sie ja bereits erklärt: Würde sie den ersten Schritt machen, wäre es für sie ein Eingeständnis schuld zu haben. Im Umkehrschluss bedeutet das: Mache ich den ersten Schritt, bin ich die Schuldige in Ihren Augen.

Eigentlich bin ich Ihr dankbar, keine vorgespielte Höflichkeiten mehr, klare Ansage von ihr, dann eben nicht mehr. Ich bin noch soooo sauer, deswegen, und weil sie meine Eltern da mit reingezogen hat. Boh!

vor Wut kochende M.

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Oh, sprichst Du von meiner Schwiegermutter? Da ist kein Wort Unterschied zu meiner. DAS ist ein Problem. Und zwar ist das kein Problem mit der Schwiegermutter, sondern ein Problem zwischen Dir und Deinem Partner.

Die Schwiegermutter gehört zur Ursprungsfamilie. Wenn man einen Partner hat, dann ist das die neue Familie. Und beides gehört getrennt. Wenn man mit der Ursprungsfamilie einen guten Kontakt hat, dann ist das o.k., aber das ist ein Bonus und den hat weiß Gott nicht jeder bekommen.

Schwiegermütter kämpfen einen Kampf um den scheinbar verlorenen Sohn und für manche ist keine Frau gut genug. Sie hätte gern eine Frau nach ihrem Geschmack oder gar keine. Ich kenne das gut. Dann wird die "Mutter-Karte" ausgespielt und man kann nichts dagegen tun. Meine Schwiegermutter sagte mir einmal: "Du willst wohl die Tatsachen nicht akzeptieren: Ich bin die Mutter Deines Mannes und die Oma Deiner Kinder......" Daraufhin hab ich ihr geantwortet: "Und ich bin die Frau Deines Sohnes und die Mutter Deiner Enkel... und nun, können wir uns nun was dafür kaufen?

Die ist ein Problem, in welchem Dein Partner ganz klare Fronten ziehen muss, sonst hast Du ewig und immer Ärger und das kann bis zu einer Trennung führen. Dein Partner muss sich darüber im Klaren sein, mit wem er leben will, mit seiner jetzigen Familie oder der Ursprungsfamilie? Beides geht nicht, wenn seine Mutter seine Wahl nicht akzeptieren möchte. Er sollte sich darüber im klaren sein, dass das ein Frauen-Machtkampf ist und auch darüber im Klaren sein, dass seine Mutter SEINE WAHL nicht gutheißt und daraus muss er Konsequenzen ziehen oder er wird ewig im Unfrieden zwischen zwei Frauen stehen. Sie will nicht das Beste für ihn sondern für sich selbst. Er denkt, das ist Liebe, aber er hängt hier an der Leine seiner Mutter, die diese einholt oder lockerlässt, jenachdem.

Es ist seine Mutter und Du bist seine Wahl. Dies ist nicht Dein Kampf, das ist der Kampf Deines Partners. Klärt er das nicht, werdet Ihr ewig Streit haben und das wird immer schlimmer. Jeden Schritt, die die SM vortritt, musst Du zurücktreten. Und das ist seine Entscheidung.

Du musst niemanden zum Geburtstag anrufen, Du musst niemanden einladen und Du musst zu keiner Einladung gehen. Es ist auch nicht gut, wenn Dein Partner allein zur SM zu Weihnachten geht, denn dann steckt der Keil schon fest. Das ganze kann nur gelöst werden, indem Ihr als Einheit, als eigenständige Familie, auftretet. Ich will jetzt keine Beziehungskrise zwischen Euch auslösen, aber Ihr müsst dringend darüber reden und Eure Prioritäten klären. Dein Mann muss wissen, auf welcher Seite er steht. Es kann nicht in seinem Sinne sein, dass Du leidest unter seiner Mutter. Ihr müsst Euch beide Regeln ausarbeiten, an die sie sich zu halten hat. In ihrem Haus gelten selbstverständlich ihre Regeln, aber in Eurer Familie gelten Eure Regeln.

Auch die Freundin hat sich da überhaupt nicht einzumischen. Das geht sie nichts an. Wenn eine Mutter ein gutes Verhältnis zu ihren Kindern haben will, dann muss sie deren Wahl akzeptieren, ob die Wahl ihr gefällt oder nicht. Denn die Kinder müssen mit dieser Wahl leben, nicht sie. Wenn sie diese Wahl nicht akzeptiert, dann wird sie keine gute Beziehung zu ihren Kindern ernten, weil sie sie nicht gesät hat. Es sei denn, das "Kind" hält zur Mutter und stellt sich gegen seine eigene Familie. Hier müssen Grenzen her und zwar ganz klare. Du musst überhaupt nichts machen, was Du nicht möchtest. Höflichkeit ist oft nur eine andere Form der Lüge. Rede mit Deinem Partner, aber mache ihm keine Vorwürfe, er steckt da genauso fest. Erzähle ihm, wie Du Dich fühlst dabei und dass es Dir schlecht geht und erkläre ihm die zwei Ebenen Ursprungs- und Gegenwartsfamilie.

Liebe Grüße

Ich wollt noch was anfügen. Weißt Du, die Männer wissen in der Regel überhaupt nicht was da abläuft. Mutter ist ja zu ihnen immer nett. Und viele halten das alles für Zickenkrieg und geben Mutter einen Bonuspunkt, eben weil sie Mutter ist. Und dann ist sie doch auch allein an Weihnachten.... Aber ob sie allein ist oder nicht, das ist die Ernte die sie für ihre Handlungen einfährt. Mutter ist nur noch ein Titel, wenn der Sohn selbständig und aus dem Haus ist. Ich kenne eine Frau, die hat 2 eigene und 3 adoptierte Kinder, die stürmen an solchen Feiertagen freiwillig zur Mutter. Weil die sich nicht einmischt, jeden ihr Leben lässt und ein eigenes Leben hat. Es ist schlimm, wenn die Kinder das eigene Leben sind.

Deine SM scheint ja auch allein zu sein (?) und da richtet sie ihre ganze Aufmerksamekit auf den Sohn. Sie glaubt fest, dass sie weiß was das Beste für ihn ist. Denn sie ist schließlich die Mutter. Sie hat einfach Angst den Sohn, den Bezugspunkt zu verlieren. Das ist auch eine Art von Liebe. Viele Mütter sehen nicht, dass sie eigentlich etwas gewinnen könnten. Man ist auch nicht gefeit, dass man nicht selber ähnlich reagiert, wenn man dann so alt ist und keinen Partner hat und das Kind aus dem Haus geht mit jemanden, den man irgendwie nicht leiden kann. Man muss sich über seine Gedanken und Handlungen und Angelegenheiten schon sehr bewusst sein. Man kann keinen Weizen säen und Roggen ernten wollen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Wenn Ihr ihr Grenzen setzt und den Kontakt vielleicht auch mal abbrecht, wird sie diese Grenzen früher oder später akzeptieren, wenn sie einen Kontakt zum Sohn haben will. Es wird wahrscheinlich nie Liebe sein zwischen Euch, aber zumindest kann man sich arrangieren ab und an.

Liebe Grüße, wie Du siehst, bin ich keine Frau der kurzen Worte

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@2012infrage

Hallo 2012infrage,

deine Antwort war mir die hilfreichste, danke erstmal dafür.

Schade, dass es das leider viel öfter gibt als „Frau“ denkt, ich möchte die Dunkelziffer nicht wissen. ^^

So habe ich das nie gesehen mit der Ursprungsfamilie und der neuen Familie, aber es stimmt Du hast Recht. Wie ich so darüber nachdenke gibt es diese klare Trennung zu meinen Eltern. Da klappt es super, sie wohnen weiter weg, da hilft die Entfernung sicher auch und jeder freut sich wenn wir sie besuchen fahren.

Warum machen Mütter so was eigentlich? Gewinnen sie nicht eine Tochter dazu? Ich hoffe nur ich werde nicht so, aber sie zeigt mir ja deutlich wie „Schwiegermutter“ es nicht macht. Also werde ich daraus lernen und loslassen.

Mein Partner hat bisher wenig dazu gesagt, ich schrieb schon mal weiter unten, er fände es schade das wir Weihnachten ohne sie feiern. Er hat mir in der Sache keine Vorwürfe oder ähnliches gemacht, aber klare Stellung aber auch nicht bezogen…ich sollte das nachholen und klare Grenzen/Regeln abstecken. Aber es wird nie so werden wie sie es gerne hätte, und ich weiß es wird immer etwas geben, das zwischen uns steht. Sie lebt in der Tat für ihren Sohn, er ist übrigens ein Einzelkind, ihr erstes Kind starb mit einem Jahr leider plötzlich den Kindstod. Die Tatsache das sie geschieden ist und ihr Ex eine neue Familie hat mit der er glücklich ist tut dann das übrige zur ihrer Gemütslage.

Ich sehe das ähnlich mit der Freundin, das ist wieder etwas aus der Rubrik “Ich wollte doch nur helfen, und meine es gut!“ Sie ist da auch überhaupt nicht neutral, als Beste Freundin würde ich doch auch zu meiner Freundin halten. Außerdem sagt sie, meine SM weiß nicht, dass sie bei mir war, aber sicher bin ich mir nicht ob sie das wirklich im Alleingang gemacht hat.

Einen Schuh muss ich mir wahrscheinlich anziehen: Sie will die Aussprache, ich nicht, tja, da bleibt nur ich übrig der sperrt und nun die Böse ist.

Ich danke nochmals, herzlichst M.

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@Anemonenfisch

Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Es freut mich, dass ich Dir helfen konnte.

Warum tun Frauen das? Naja, das ist der Frauenmachtkampf. Es geht um das "ich bin besser als du" und das Alter ist da oft völlig egal. Freundinnen kämpfen um einen Mann, Mütter kämpfen gegen die Schwiegertöchter (Schwiegermütter haben da ja traditionell einen schlechten Ruf, der sich halt auch immer wieder bestätigt, gelle?). Nur geben wir Frauen diese Kämpfe nicht so gern zu, wir reden eher von Liebe. Wir "lieben" dann den Freund der besten Freundin oder sogar deren Mann und Mütter tun alles aus "Liebe" zu ihrem Sohn. Es ist schon irgendwie auch eine Form der Liebe, die aus Angst geboren ist.

Was die Aussprache angeht, oh, das kenne ich auch gut. Meine SM ist da Expertin, sie sagt immer: Es gibt ja eine Streitkultur, man kann sich sehr wohl vernünftig streiten. Und wir haben es ja auch öfters versucht, und ich habe immer nachgegeben, bis ich herausgefunden habe: Ihre Streitkultur sieht so aus: sie gibt genau 2 Optionen: 1. Ich habe Recht und teile meine Meinung (und wir können gern so lange darüber diskutieren, bis Du es tust) und 2. oder es gibt Krieg! Ich habe jahrelang versucht, Frieden zu halten bis ich gemerkt habe, dass der gar nicht zur Debatte stand, wenn ich 1. nicht erfülle. Das war sehr erhellend, denn damit war einen Grossteil der Verantwortung los, die ich glaubte zu haben, nämlich: ich muss mit meiner SM gut auskommen.

Nein, muss ich überhaupt nicht. Ich muss sie akzeptieren wie sie ist, doch ich kann mir aussuchen, ob ich mit ihr zusammen sein will. Und so gibt es keinen Streit, ich blocke ab, sobald sie wieder mit blabla anfängt. Zugegebenermaßen ist das jetzt viel leichter für mich, weil wir sehr weit weg wohnen von ihr und mein Mann meine Meinung teilt.

Aber ich bin ihr auch sehr dankbar, das habe ich ihr mal geschrieben, denn durch sie habe ich sehr viel über Schwiegermütter und -töchter gelernt. Und als mein Sohn seine erste Freundin mitbrachte, die naja..... hüstel, hüstel, da hab ich mich dran erinnert. Ich akzeptierte sie also, weil er sie liebt, weil er mit ihr leben will und weil es mich überhaupt nichts angeht. So komme ich gut mit ihr hin und wir können gut miteinander! Und das habe ich definitiv meiner SM zu verdanken.

Liebe Grüße

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@ 2012 infrage ..... DH , du sprichst mir so aus der Seele , einfach klasse .

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Also, eigentlich hast du deine Frage schon selber beantwortet. Versaue dir bitte nicht das Weinachtsfest damit. Was sagt dein Partner dazu? Hält er sich raus? Oder steht er zwischen 2 Stühlen wie das halt immer so ist. Warum kommt die Freundin und will vermitteln?? Ich würde mich auf jeden Fall nicht entschuldigen. Vielleicht wenn Weinachten vorbei ist, trefft euch doch mal irgendwo zum Essen. Ganz zwanglos, und da kannst du ja immer noch gehen...;-) Feiere nur mit deiner Familie und ich wünsche euch ein harmonisches Fest, das ihr mit Sicherheit mit SM nicht haben werdet.

Hallo meer40,

meinen Partner würde ich mal neutraler als die Schweiz bezeichnen, er hält sich völlig raus. Er findet es schade ohne seine Mutter zu feiern, aber mehr Reaktion war da tatsächlich nicht. Und sicher steht er zwischen den Stühlen, seine Mutter ist halt seine Mutter, hat also schon einen Bonus. Und die Frage mit der Freundin, sie sieht wie SM darunter leidet und war nun ohne es ihr zu sagen bei mir, damit wir das doch klären sollen. Ich schrieb unten bei einer anderen Antwort folgendes zur Freundin:

*Was mich an der Einmischung am meisten stört ist einfach die Tatsache, dass sie die Seite meiner SM sicher zu genüge kennt. Und bei mir poltert sie gleich los, ich solle einlenken und ich hätte genauso Schuld. Meine Schwiegermutter kommt zu mir, erklärt mir endlich was sie von mir hält, nämlich nix. Das war ihre eigene Entscheidung, ich kann da nichts erkennen, das ich darum gebeten habe. Also, ich fühle mich da nicht im Geringsten schuldig.

Ihrem Sohn hat sie ja bereits erklärt: Würde sie den ersten Schritt machen, wäre es für sie ein Eingeständnis schuld zu haben. Im Umkehrschluss bedeutet das: Mache ich den ersten Schritt, bin ich die Schuldige in Ihren Augen.

Eigentlich bin ich Ihr dankbar, keine vorgespielte Höflichkeiten mehr, klare Ansage von ihr, dann eben nicht mehr. Ich bin noch soooo sauer, deswegen, und weil sie meine Eltern da mit reingezogen hat. Boh!*

Vielen Dank für die Weihnachtswünsche :-)

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