Mit Kind nach Scheidung zum neuen Partner ziehen

3 Antworten

  • Du kannst doch über Dein Leben frei entscheiden. Deine Tochter hat da kein Mitspracherecht. Wenn der Vater zustimmt, dann kannst Du mit der Tochter problemlos umziehen. Du bist die Mutter, Du darfst zusammen mit dem Vater darüber entscheiden, wo sie wohnt. Man kann auch wirklich zu viel diskutieren. Wie du schon sagst, früher seid Ihr auch umgezogen. So ist das Leben halt. Man kann es nicht immer jedem Kind recht machen.
  • Gleichwohl ist es natürlich so, dass du egoistisch handelst, nämlich Dein Wohl in den Vordergrund stellst. Kinder sind bei Scheidungen immer die Hauptleidtragenden. Das ist Fakt und auch bekannt. Die Frage ist eher, ob du ein Recht darauf hast, in einem gewissen Rahmen egoistisch zu handeln und ob Du einen guten Kompromiss aus Mutterliebe und mütterlicher Verantwortung und eigenem Lebensglück finden kannst. Meistens ist das leider nicht so, denn fast immer muss eine Mutter sich in Deiner Lage zwischen sich selbst und dem Kind entscheiden. Beide haben es nie gleichzeitig gut. So hart das klingt, so wahr ist das leider.
  • Deine Tochter hat doch letztlich nur zwei Alternativen: Sie kann mit Dir zu dem neuen Partner ziehen oder aber zu ihrem Vater ziehen. Ich könnte persönlich sehr gut nachvollziehen, wenn die Tochter sich für das gewohnte Umfeld und für ihren Vater entscheidet. Dafür sprechen sehr viele Argumente, denn mit Dir im neuen Haus, einem Stiefvater und späteren Stiefgeschwistern wird ihr Leben dazu noch in neuer Umgebung doch auch nicht glücklich werden. das ist doch realistisch absehbar, dass das für ein jetzt 10-jähriges Mädchen schrecklich wird. Würde hier Deine Tochter gefragt haben, so würde ich ihr ganz klar empfehlen, dieser schrecklich Stief-Situation aus dem Wege zu gehen und bei ihrem Vater zu bleiben.
  • Ganz ehrlich, denk mal drüber nach, wie du Dich als Tochter gefühlt hättest. ich rate auch Dir dazu, die Konsequenzen zu ziehen und mit Deinem Exmann und der Tochter zu besprechen, dass sie am besten bei dem Vater bleibt. Du willst offensichtlich ein neues Leben, in dem Deine Tochter nicht wirklich einen Platz hat, auf dem sie glücklich werden kann. Wenn Du Dich für dich und Deine neue Beziehung entscheidest, dann ist das eben auch bei Lichte betrachtet eine Entscheidung gegen Deine Tochter. Dieser Tatsache solltest Du ins Auge schauen und damit dann auch leben können.

Nein, Du bist nicht egoistisch.

Deine Tochter übt den Druck auf Dich aus, den sie zur Verfügung hat, das kann ich nachvollziehen und verstehen. Nur nachgeben würde ich dem nicht.

Es ist doch toll von Deinem Freund, das Kind mit einbeziehen zu wollen, sogar in Dinge, die eigentlich nicht von Kinderkopf entschieden werden. Hut ab!

Wenn Du Dich jetzt danach richtest, was das Kind gerne will, stehst Du irgendwann alleine da. Das Kind wird gehen - Du bleibst zurück.

Es gibt sicherlich "Theater", wenn Du Deinen Wunsch und Willen durchsetzt, aber das vergeht. Du entscheidest, was für Dich UND Dein Kind richtig und wichtig ist.

Viel Glück und ein dickes Fell.

Das Einzige was mir da einfällt, ist, dass du deine Tochter so viel wie irgendmöglich mit einbeziehen musst.

Auch versuchen eine bessere Bindung mit ihr zu bekommen, sie obwohl wirklich noch zu jung , als Freundin behandeln, sie fragen was du anziehen sollst wie du dieses und jenes Problem bewältigen sollst , wie sie das handhaben würde und sie soll dir sagen wie sie sich eine Zukunft vorstellen könnte mit deinem neuen Partner.

Und ihr immer wieder klar machen, dass dein Freund niemals den Vater von ihr ersetzen kann und wird und möchte, aber für dich eben wichtig ist für dein Selbstwertgefühl, für deine Seelische Gesundheit , dein Gefühl wieder eine Frau die Begehrenswert ist zu sein und sie dir dabei helfen muss.

Ein Kind ist niemals ein Kumpel oder ein Freund. Ein Kind ist die Person, die es gilt zu erziehen, für die man die Obhuts- und Erziehungspflicht hat.

Wieso sollte man ein Kind damit belasten, daß es einem sagt, wie es sich die Zukkunft mit neuem Partner vorstellt?

Auch bei allerbester Mutter-Kind-Bindung werden Kinder irgendwann immer mal "aufmüpfig" und wollen partout nicht das, was man von ihnen erwartet oder auch verlangt. Da ist die "ich bin doch deine Freundin-Schiene" eine denkbar falsche.

"Wir ziehen um! Wir werden ein Haus bauen, Du bekommst ein eigenes Zimmer, wo Du auch mitbestimmen kannst, wie groß es wird, wo es liegt und wieviele Fenster es haben kann. Mein Freund wird nie Dein Papa sein, er wird Dir aber auch ein Freund und ein Ratgeber sein. Und er wird sich auch in Deine Erziehung mit einbringen!"

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@turalo

Ja, das ist eine gefährliche Schiene, die Kinder auf eine Ebene zu stellen. Das macht mein Ex-Mann und das gefällt meiner Tochter natürlich sehr. Er bespricht alles mit ihr und lässt sie überall mitentscheiden. Dadurch ist sie ein kleiner Tyrann gewonnen. Ich habe zu ihr immer noch die klassische Mutter-Tochter Beziehung. Ich involviere sie zwar, gebe ihr aber immer wieder zu verstehen, dass ich diejenige bin, die entscheidet, wenn wir uns nicht einig werden. Und eigentlich wollen Kinder doch auch stärke Eltern. Aber über ihren Kopf hinweg entscheiden will ich auch nicht. Habe lange überlegt, sie vor vollendete Tatsachen zu stellen, wenn das Haus fertig ist, um vor allem meinem Ex keinen Zündstoff zu liefern. Aber das würde sie mir noch übler nehmen. Vielleicht hilft ja ein Haustür und die Zimmerfarbe aussuchen etwas drüber hinweg. (Wenn es nur so einfach wäre).

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@julisonne18

Natürlich ist das eine kleine Gradwanderung, aber jeder der Kinder hat weiß ,wo die Grenzen sein sollten und wie weit jeder gehen möchte.

Die soll ja auch nur eine kleine Hilfe sein um das Kind etwas milder zu bekommen um nicht nur der Elternteil zu sein der bestimmt und das Kind gar nichts mitbestimmen lassen will.

Es wird schwer werden, aber mit Reden , vielem Reden wird es sicher einfacher werden .

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@RaBau

Alles Reden in Ehren - aber ich diskutiere nicht mein Leben mit meinem Kind Schon gar nicht schildere ich, daß ich mit einem neuen Partner wieder glücklich sein werde, mich begehrt fühle usw.

Ich habe drei Kinder - und habe auch schon so manches nicht getan, um ihnen nicht zu schaden oder in der Art. Aber weder mein Mann noch ich machen für uns (als Eltern) wichtige Entscheidungen abhängig vom Wohl und Wehe der Kinder.

Klar finden es Kinder gut, wenn man sie schon in sehr jungen Jahren als gleichberechtigt behandelt. Aber kann das gutgehen? Niemals!

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@turalo

Ja klar wenn du keine selbstständig denken Kinder die stark für das Leben werdden haben willst, dann lass es sein !

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@RaBau

Ich habe drei Kinder. Zwei davon schon erwachsen, im Beruf und Partnerschaft stehend und durchaus selbstständig denkend und sogar handelnd. ;-)

Mein kleinster Sohn lebt noch hier und muß sich den familiären Regeln "beugen". Auch er ist nicht unser Kumpel, auch er ist stimmlich nicht gleichberechtigt. Wir entscheiden, manches entscheiden wir MIT ihm, manches entscheiden wir ganz alleine.

Du mußt mir nicht erklären, wir Erziehung funktioniert.

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@turalo

Ja ich will hier auch niemandem Vorschriften machen. habe selbst 4 Kinder , alle erwachsen, zwei im Beruf nach ihrem Studium und zwei noch im Studium. Aber wie soll es gehen wenn ich bis sie 18 sind alles bestimme und ab 18 sollen sie dann selbst bestimmen ?

Wir haben da schein bar unterschiedliche Auffassungen. Und scheinbar funktionieren beide Möglichkeiten.

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@RaBau

Sie dürfen ja bestimmen. Aber bereits mit 10 über weitreichende Dinge entscheiden lassen?

Ein Kind wäre damit ohnehin schon überfordert. Da darf es entscheiden, ob die neuen Schuhe schwarz oder grün sein sollen, oder ob das Zimmer so oder so eingerichtet wird. Meinetwegen kann man sie in die Urlaubsplanung mit einbeziehen, aber nicht in der Mitbestimmung über mein Leben. DAS meinte ich.

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