Methylenblau und Leukomethylenblau warum ist letzteres farblos?

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Die intensive blaue Farbe des Methylenblaus ist in dem ausgedehnten π-Elektronensystem begründet.

Wenn man Methylenblau reduziert, dann wird das konjugierte π-Elektronensystem zerstört. Die Folge ist, dass der intensive blaue Farbeindruck verschwindet.

Schau dir mal an, wo bei den beiden Verbindungen die Doppelbindungen liegen.

Insbesondere, wie lang die Doppelbindungskette entlang des Moleküls ist, bzw. wo sie unterbrochen ist. (Doppelbindungen, die nicht in allen Mesomerie-Grenzformeln vorhanden sind, zählen auch.)

Siehe auch https://www.gutefrage.net/frage/woher-kommt-die-farbe-von--naphtholorange

Bin jetzt etwas verwirrt: Du gehst recht selbstverständlich mit Begriffen wie Reduktion, Struktur sowie Umlagerung um und entschuldigst Dich noch für die schlampige Erklärung - alles DInge, die Dich nicht gerade als Chemie-Newbie kennzeichnen...: und dann kannst Du Dir unter einem konjugierten pi-System nichts vorstellen oder Dir Infos zu Auxochromen ziehen?!?

naja sagen wirs mal so. Ich kann mir unter pi-system schon etwas vorstellen aber ein Chemie-Newbie bin ich auf alle Fälle. Hab in der 10ten Klasse Chemie abgewählt und jetzt hab ichs halt wieder im Studium, da ich Biotech. studiere. Ich bin grad im zweiten Semster und bin eigentlich hauptsächlich damit beschäftigt alles Wissen wieder reinzuholen.

 Das Problem ist eben im Studium werfen sie dir Begriffe um die Ohren und die lehrt man dann, versucht alles zu begreifen und dann fehlen einem halt doch noch einige Dinge. Das heißt es kann schonmal passieren, dass man einige Dinge begreift und dann eben einige Begriffe als selbstverständlich verwendet obwohl man von den anderen Dingen noch nicht viel Ahnung hat. 

Für mich ist das gerade ne Menge an Stoff die Ich durchbringen muss und in der Uni hauen die halt die Ganzen Sachen durch wie nix und gehen davon aus dass jeder schon die Basics kennt und die muss ich mir halt immer selber beibringen um den eigentlichen Stoff zu verstehen. 

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Grenzformeln von BrF5 und Redoxreaktionen allgemein

Ahoi Leute,

ich schreibe nächste Woche meine erste AC-Klausur (ist schon die Nachklausur, d.h. die muss ich gut und gern bestehen) und habe noch ein paar Lücken.

Bin nun in mehreren Vor- und Probeklausuren auf eine immer ähnliche Aufgabe gestoßen: "Die Ergebnisse neuerer quantenmechanischer Berechnungen zeigen, dass entgegen der klassischen VB-Theorie die Beteiligung von d-Orbitalen an der Ausbildung von Bindungen sehr gering ist." - okay, akzeptiert - "Zeichnen Sie Grenzformeln von BrF5, die diesen Sachverhalt berücksichtigen!"

Wie stelle ich das nun an bzw wie wirkt sich die Kenntnis nun auf das Aussehen des Moleküls aus? Ich weiß, dass das BrF5-Molekül nach VSEPR pyramidal gebaut ist, bzw bipyramidal, wenn man die freien Valenzelektronen des Brom-Atoms mit betrachtet. Was genau mache ich nun anders als sonst?

Frage 2: In der Schule hatte ich insgesamt kaum Chemie, da sich sonst niemand für den Unterricht interessierte und die Lehrer deshalb viel ausgelassen haben und jetzt im Studium merke ich langsam die Unsicherheiten.... In der organischen Chemie kenne ich mich bezüglich der Reaktionsmechanismen aus und kann die Schemata erfolgreich anwenden. In der Anorganischen Chemie wirkt alles so unstrukturiert auf mich. Woher weiß ich, wie die Produkte aussehen, wenn ich nur Edukte kenne und von Beobachtungen oder Stabilität der möglichen entstehenden Stoffe keine Ahnung habe?

Wenn ein Ligandenaustausch stattfindet, sehe ich das meist und wie die Atome von den Valenzelektronen her zusammenpassen ist auch keine Frage. Trotzdem finde ich bei den meisten Aufgaben mit Redoxreaktionen mit mehreren Reaktionspartnern oft ganz andere Produkte als die gesuchten und es passt trotzdem. Gibt es hier irgendwelche Schemata, an die ich mich halten kann?

Eine der Aufgaben, die ich beispielsweise falsch gemacht habe, ist die Reaktion von Iodionen und Nitritionen in saurer Lösung. Hätten NO2^- und I^- nicht auch einfach protoniert werden können anstatt zu Elementarem Iod und Stickstoff zu reagieren (hier wäre wahrscheinlich das Problem, dass die Säure nicht konzentriert ist, oder)? Und woher weiß ich, was wirklich entsteht, wenn es mehrere Möglichkeiten gibt?

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Chemisches Praktikum im Krankenhaus Ablauf?

Hey liebes Forum! Ich muss zwangs meines Biochemiestudiums ein Pflichtpraktikum von 2 Monaten abschließen irgendwo in einem chemischen Bereich und möchte es daher gerne in einem Krankenhaus absolvieren. Hat jemand ein Chemiepraktikum im Krankenhaus gemacht? Könnte mir jemand sagen was so die typischen Aufgabenbereiche wären im Krankenhaus? Also was ich zutun hätte usw? Sehe das ja auch als Vorbereitung für meinen späteren Beruf, möchte nicht einfach irgendwas wählen um es abgehakt zu haben. Wäre lieb wenn sich jemand meldet. Danke schön!

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Sollte NH2(CH3)2 in einer Reaktion nicht eher als Radikal reagieren als ein schwaches Nucleophil einer SN1-Reaktion?

Ich verstehe nicht ganz, wieso das Amin plötzlich zwei H-Atome trägt. Stickstoff besitzt 5 Valenzelektronen, durch die Bindung mit einem H-Atom und einer CH3-Gruppe sollte es doch die Edelgaskonfiguration erreicht haben, mit den 10 Elektronen. Müsste dann nicht NH2(CH3)2 ein Radikal sein? Damit wäre es ja keine SN1-Reaktion mehr sondern eher eine radikalische Substitution. Oder hat es irgendwas mit Hyperkonjugation zu tun? Wo liegt mein Denkfehler?

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Welche Ionen könnte diese Substanz enthalten?

Ich habe diese unbekannte Substanz bekommen und soll nun mittels Kationentrennungsgang maximal 4 Ionen darin nachweisen, allerdings sollen davon mindestens 2 aus der Ammoniumcarbonat- und/oder aus der Löslichen-Gruppe kommen.

Der Stoff riecht chrakteristisch nach etwas, was eventuell Holzschutzmittel ähneln könnte (süßlich, chemisch). Das Pulver ist grobkörnig und hygroskopisch.

In Wasser bzw. in konzentrierter Salzsäure entsteht keine klare Lösung, d.h. nach dem zentrifugieren setzt sich die rote Substanz wieder ab.

In der Flamme kommt es zu Funken, was auf ein Metall hindeutet. Die Boraxperle hat leider kein Ergebnis gebracht (sah verkohlt aus).

Danke für eure Antworten!

Vermutungen bzw. Tipps, was ich machen könnte wären sehr hilfreich.

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Polarität eines Stoffes durch Elektronegativität berechnen

Hallo,

ich schreibe morgen eine Chemieklausur und muss dafür nochmal die Grundlagen wiederholen. Ich habe jetzt eine relativ enfache Frage über Elektronegativität, bei der mir Google aber aus irgendeinem Grund nicht helfen kann. Also: Zum Berechnen der Polarität eines Stoffes muss man ja eigendlich nur die Differenz der Elektronegativität der Stoffe berechnen (zB. MgCl: EN(Mg)=1.2, EN(Cl)=3.0 -> EN=1.8 => Ionenbindung). Wie war das nochmal, wenn von einem Element mehrere Atome in einer Bindung vorhanden sind. Wasser hat ja ein Sauerstoffatom und zwei Wasserstoffatome. Wie berechne ich die Elektronegativität da?

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Bindungssituation/Elektronenverteilung in Molekülen mit Radikalcharakter (u.a. Bsp. O2)

Hallo Leute,

nachdem ich in Fachtexten nun gleich MEHRERE, alle in sich stimmige, Betrachtungsweisen gesehen habe, frage ich mich nun langsam, ok und welche soll ich jetzt glauben?!

Beispielsweise das O2-Molekül ...

...ist es nun so, dass jedes der beiden O-Atome: ZWEI freie e-Paare, ein Orbital mit einem einzelnen Radikal-Elektron, und das vierte übrigbleibende halbbesetzte Orbital zur Ausbildung einer gemeinsamen Bindung heranziehen?
Als Valenzstrukturformel: -||O--O||-
(kanns mit den Standard-ASCII-Zeichen nicht besser malen) ... so hätte das Molekül an beiden Enden ein Radikal.

... oder ist es so, dass hier diese "2-Zentren-3-Elektronenbindung" (nicht zu verwechseln mit der "3-Zentren-2-Elektronenbindung" von Bor usw.) vorliegt - was heißt dass zwei Orbitale mit insgesamt 3 Elektronen eine Bindung ausbilden, bei der 2 e- im bindenden, und das dritte im antibindenden Orbital angesiedelt sind, wodurch die Bindungsordnung hier nur 1/2 wäre. Demnach habe Sauerstoff eine normale Einfachbindung und ZWEI 3e-Bindungen (also insgesamt DREI Bindungsorbitale und jeweils nur EIN freies e-Paar pro Atom.
Als Valenzstrukturformel: |O-♡-O|
(die beiden Punkte "-" sollten eigtl. jeweils über und unter dem ♡ sein, ging grad net anders zu schreiben)

So, und nu Meinungen, Anregungen, ..LÖSUNGEN!? ^^

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