Meine Freundin will sich den Magen verkleinern lassen, was tun?

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Aaalso langer Text :D Was mir aufgefallen ist am anfang, da schreibst du ja, dass du sie nicht zu dick empfindest. Aber sie tut es an sich und sie fühlt sich nicht wohl in ihrerer Haut und darum muss auch was getan werden. Sie muss sich ja schlussendlich wohl fühlen. Eine Operation hat natürlich risiken, so wie jede OP. Da hat sie sich offensichtlich sehr fest gefahren, da scheinbar alles davor nicht funktioniert hat. Die Verkleinerung des Magens ist sehr effektiv, da das Hungergefühl viel früher gestillt ist. Sie muss sich aber auch bewusst sein, dass es kein alleiniges Mittel ist. Sie muss danach trotzdem auf ihre Ernährung achten und möglichst auch Sport machen. Auch dir würde ich empfehlen dich nochmal damit zu beschäftigen (der OP) und auch nicht zu starr darauf zu beharren, dass die nicht sein darf. Ich an deiner Stelle würde mir genug Infomaterial besorgen, mich selber Informieren und dann das gleiche mit der Partnerin machen. Also gemeinsam alles durchgehen und dabei eben auch auf die Risiken schauen. Wenn sie es danach dennoch will...naja du kannst sie nicht zwingen es nicht zu machen.

Gerade gelesen wieviel sie wiegt. Das ist ja wirklich nicht sonderlich viel. Da soll sie lieber auf die Ernährung achten und Sport machen.

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Kein gewissenhafter Arzt wird bei solch einem moderaten Übergewicht so einen Eingriff vornehmen, schon gar nicht, wenn nicht vorher konsequent Ernährungsumstellung und Bewegung versucht wurden.

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@Stellwerk

@Stellwerk

Danke dir, das beruhigt mein Gewissen etwas.

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@Stellwerk

Stimmt. Als ich das aber geschrieben habe, dachte ich an ein etwas höheres Gewicht als 85kg.

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Ebend das meine ich ja. Das ist ein Gewicht welches sich reduzieren lässt ohne Operation...

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@Sturmi99

Was mir noch einfallen würde wäre, wenn du das essen laut Plan machst für euch und zu hause dann noch trainierst. Muss ja nicht ein power workout sein oder sowas. Geht ein wenig laufen zusammen. Bitte sie darum, das alles gemeinsam zu machen für ein paar Monate. Wenns dann endlich Wirkung zeigt, dann wird sie hoffentlich von der OP Idee weg kommen.

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@Regnars

Wir leben leider nicht gemeinsam, deswegen sind gemeinsame Mahlzeiten leider sehr schwierig einzunehmen. Und da sie ihre Ausbildung macht und ich gerade in den letzten Zügen meines Abiturs bin, ist da momentan auch nicht mehr so viel Zeit, zudem ihre Eltern halt sehr streng sind also bezogen auf ihren Vater. „Andere Kultutr, andere Sitten“ wie man so schön sagt.

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@Sturmi99

Ja dann...fällt mir jetzt auch nichts ein. Wenn sie die OP nicht selber bezahlen kann (nehm ich an) dann wird sich die Idee wohl hoffentlich von selber erledigen.

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@Regnars

Sie kann die OP bezahlen. Da ist ja einer der anderen gefühlt 10.000 Haken an der Sache.

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@Sturmi99

Hatte sie denn schon einen Termin bei einem Arzt? Ich glaub nämlich nicht, dass es einer machen würde, eben auch wegen dem Risiko, dass es sie schädigen kann durch ihr nicht hohes Gewicht.

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@Regnars

Nein bis jetzt nicht. Nur wenn sie das in der Türkei machen lässt dann lässt sie sich ja hier nicht untersuchen dafür. Ihr Vater ist leider auch einer von der Variante der dafür bezahlt, dass es trotzdem durchgeführt wird.

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Also, jetzt mal langsam:

bei dem Übergewicht deiner Freundin 85 kg bei 1,65 m wird sie kein verantwortungsvoller Arzt operieren. Auch nicht in der Türkei. Außerdem kostet die Op. mit Hotel und allem drum und dran mindestens 6000 Euro ( weiß ich von meiner türkischen Frisörin).

Mit dem Gewicht kann sie locker mit einer Ernährungsumstellung und Sport ( den sie nach einer Magenverkleinerung auch beibehalten muß!) 20-30 kg abnehmen. Dazu kommt noch das Alter. Mit 19 sollte man diese Op. nicht machen lassen. Alles ist offen, um durch normale Reduktion Gewicht zu verlieren.

Erst, wenn jahrelange Versuche nichts gebracht haben abzunehmen, kann man noch einmal über eine Magenverkleinerung nachdenken. Dazu gehört auch ein bestimmter BMI. Wenn man Adipositas III. Grades hat, ist eine Op. kein Problem mehr. Nicht aber bei 20 kg Übergewicht. Das sollte deiner Freundin klar sein.

Ich denke, sie ist einfach, entschuldige meine Worte, ein wenig faul und bequem. Denn 20 kg oder etwas mehr gehen runter mit einer angepaßten Ernährung und Sport. Schau dir mal den Gewichtheber Matthias Steiner an. Durch Sport hat er sehr viel abgenommen und Ernährungsumstellung.

Dann möchte ich noch folgendes bemerken:

sollte deine Freundin wirklich einen Arzt finden, der sie operiert, dann muß sie sich im klaren darüber sein, daß sie nur noch kleine Portionen zu sich nehmen kann......200 bis 350 ml oder Gramm, je nach Op, ob Schlauchmagen oder Magenbypass. Und das das ganze Leben lang. Weißt du, wie groß eine Portion Kartoffelbrei dann aussieht? Wiege es ab zu Hause. Das sind etwa 4 Teelöffel voll. Und diese Ernährung muß sie , mal abgesehen von etlichen Vitaminen und zusätzlich Protein essen, ihr ganzes restliches Leben lang. Keinen Burger mehr, keine Pommes mehr, keine Torte mehr, keine Pizza mehr ( mit einer Pizza käme sie eine Woche aus) usw. Und Alkohol ist auch tabu.

Mache dich mal schlau im Internet unter Magenbypass und Schlauchmagen. Da steht oft auch die Ernährung danach.

Ob sie das dann möchte mit 19 Jahren? Das kann ich mir nicht vorstellen. Laß sie mal lesen, was ich hier geschrieben habe. Vielleicht denkt sie mal darüber nach. Und wenn sie solche Probleme hat, sich so anzunehmen wie sie im Moment ist, dann sollte sie vielleicht mal einen Psychologen zu rate ziehen.

Danke dir! Ich werde mich mal ein wenig schlauer darüber machen. Habe schon etliches angeguckt und gelesen aber bin dabei nicht so am durchblicken. Und ich danke dir aufrichtig, dass du mir so einen Text schreibst mit dem man etwas anfangen kann. Ich werde mit ihr reden und ihr deinen Text mal geben.

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Keinen Burger mehr, keine Pommes mehr, keine Torte mehr, keine Pizza mehr ( mit einer Pizza käme sie eine Woche aus) usw. Und Alkohol ist auch tabu.

Essen können tut man es schon aber eben nur kleine Mengen. Manche mit Bypass können nach ein paar Monaten wieder ne halbe Pizza essen. Wobei es auch Operierte gibt die sich den Magen bzw. Restmagen wieder ausdehnen, die das Risiko von Dumpings eingehen nur um Lebensmittel zu essen die sie nicht vertragen und in etwa 50% der Operierten nehmen wieder zu und zwar so, dass sie in einen adipösen Bereich kommen und teilweise sogar wieder Ausgangsgewicht erreichen. Das trifft vorallem diejenigen die keine Dumpings haben und weiterhin Zucker und Fett essen können.

Ich kenne eine junge Dame die sich auch unbedingt operieren lassen wollte, die Voraussetzungen erfüllte und jetzt zum Mittagessen ein halbes Kilo Hackfleisch mit Tomaten und Paprika wegputzt und ne Stunde später eine halbe Tafel Schokolade, 5 Monate nach der Bypass OP. Dementsprechend hat sie auch kaum eine Abnahme.

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@WelleErdball
nach ein paar Monaten wieder ne halbe Pizza essen. Wobei es auch Operierte gibt die sich den Magen bzw. Restmagen wieder ausdehnen, die das Risiko von Dumpings eingehen nur um Lebensmittel zu essen die sie nicht vertragen 

Das meinte ich ja mit meiner Antwort wegen keine Pizza usw. essen. Wer braucht denn sowas, wenn der Magen nur noch 250-300 ml aufnehmen kann?

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@studiogirl
Wer braucht denn sowas, wenn der Magen nur noch 250-300 ml aufnehmen kann?

Keiner... möchte man meinen.

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@WelleErdball

Ich meinte damit, wer dann mit dem Inhalt des Magens noch unbedingt Pizza & Co essen muß. Bei dem wenigen aufzunehmenden Inhalt sollte man sich lieber vernünftig ernähren.

Bei manchen Menschen mit extremen Übergewicht ist solch eine Op. der letzte Ausweg, um auch ein gesundes Gewicht zu kommen. Wie ich oben in meiner Antwort auch geschrieben habe.

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Ich hab auch mal 80 kg bei 1,57 cm gewogen, in etwa also die Relation Deiner Freundin. Und klar ist man da mollig, aber nicht adipös und fettsüchtig, sodass ein derartiger Eingriff nötig wäre.

Warum sie sich unwohl fühlt, liegt wahrscheinlich weniger am Gewicht. Sie sagt, Du unterstützt sie nicht. Unabhängig davon, ob es stimmt oder nicht, empfindet sie so. Ich weiß nichts über Eure Beziehung, wie Ihr Euch Arbeit, Haushalt, Geld aufteilt, wer hat welchen Job, wie ausgeprägt sind Eure jeweiligen sozialen Kontakte, die Beziehung zur Familie etc. Wenn es da zu Unterschieden kommt, kann das schon ausreichen, dass sich ein Partner irgendwie vernachlässigt und nicht wertgeschätzt fühlt. Dass sie jetzt sozusagen gegen Deinen Willen um jeden Preis diese OP durchziehen will, scheint mir eher wie der verzweifelte Versuch einer Selbstbehauptung, um irgendwie die Kontrolle über das eigene Leben oder Verhalten wiederzubekommen.

Ich würde an Deiner Stelle den Widerstand aufgeben, um das Machtspiel nicht eskalieren zu lassen. Und dann darauf hoffen, dass auch in der Türkei Ärzte nicht nur mit dem Geldbeutel denken (wie will sie das Ganze eigentlich bezahlen?).

Und wenn sie zurückkommt, sucht mal eine Paartherapie auf und arbeitet den eigentlich zugrundeliegenden Konflikt auf.

Alles Gute!

Naja ich tue wirklich alles für alles für sie. Unsere Beziehung ist perfekt wenn man es beschreiben müsste. Wirklich es gibt nichts was ich nicht für sie mache. Ich hab kein Fitnessstudio nötig, dennoch hab ich mich mit ihr angemeldet um da zu sein. Leider bekommt sie nicht den nötigen Rückhalt aus ihrer Familie, weshalb ich auch denke, dass es davon kommt. Jedoch versuche ich alles um sie glücklich zu sehen, wir reden auch über alles und eigentlich war bisher nichts was sie so aus der Bahn geworfen hat. Ich denke auch, dass der Tod Ihres Opas vor knapp 2 Wochen da eine eindeutige Rolle spielt, aber selbst wenn ich ihr sage, dass er das niemals gewollt hätte, blockt sie. Wir sind auch noch sehr jung (beide 19) und das ist meiner Meinung nach alles einfach zu unüberlegt. Ich will einfach nicht andere Möglichkeiten aufgeben, das wäre so die allerletzte Option die ich in Erwägung ziehen würde. Ich akzeptiere und respektiere jede ihrer Entscheidungen und Worte, aber damit kann ich nicht leben. Sie ist halt echt nicht dick, auch wenn sie es so sieht und meint es wäre nötig das zu machen. Ich finde das zu unüberlegt.

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Ach eigentlich haben wir ja keinen richtig krassen Konflikt. Es gibt halt nur diese Meinungsverschiedenheiten zwischen ihr und mir. Zudem ich ja mein Ziel, dass sie die Op nicht macht dadurch aufgeben müsste. Dazu bin ich aber noch nicht bereit.

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@Sturmi99

Ich wollte Dich nicht zu einer Rechtfertigung zwingen, nur sensibilisieren :). Mir klingt die Beschreibung Deiner Freundin einfach zu sehr nach einer grundlegenden Unzufriedenheit, die sie dann auf ihren Körper schiebt oder auf Dich, aber wie gesagt, dieser OP-Streit ist in meinen Augen nur ein Symptom für andere Unklarheiten. Wenn sie jetzt auch noch einen Todesfall zu verarbeiten hat, kann es gut sein, dass die Nerven erst recht blank liegen.

Wie gesagt, sie hat lediglich moderates Übergewicht und ist auch erst 19. Da wird keiner so einen Eingriff machen.

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@Stellwerk

Danke für deine schnelle Antwort. Vielleicht hast du recht. Ich nehme deine Tipps und Ratschläge gerne an und versuche das beste aus der Situation zu machen. Danke recht herzlich für deine Hilfe! Du hast mir echt weiter geholfen und mich beruhigt.

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