Mein Sohn möchte eine Frau sein. Wie gehe ich damit um und bleibt das sicher so?

14 Antworten

Er weiß wahrscheinlich selbst noch nicht, wohin die Reise geht. Vielleicht will er wirklich eine Frau werden? Vielleicht ist er auch intersexuell veranlagt und steht gefühlsmäßig zwischen den Geschlechtern? Vielleicht ist es auch nur Spaß am Crossdressing? Da ist noch viel offen.

Wenn er kein direktes Gespräch mit Dir über diese Dinge will, dann wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als das zu respektieren. Mit 17 ist er alt genug, um selbst zu entscheiden, mit wem er über welche Dinge reden will.

Was Du machen kannst: ihm Rückendeckung anbieten. Zum Beispiel mal anbieten, dass er, wenn er in einer größeren Stadt mal Gleichgesinnte treffen will, ihm durchaus mal ein Bahnticket und 'ne Hotelübernachtung finanzieren würdest. Er wird - so oder so - auf jeden Fall irgendwie Anschluss suchen wollen. Und das ist gerade abseits von Großstädten bei diesem Thema nicht ganz einfach.

Wow! Du bist sehr tolerant und versuchst, Deinen Sohn zu unterstützen! Finde ich super, das ist sehr selten!

Versuche ihm einfach klarzumachen, daß - egal was ihm auf dem Herzen liegt - Du für ihn da bist und ihn unterstützt und Du kein Problem mit irgendwelchen sexuellen "Sidekicks" hast. Daß Du ihn liebst, weil er Dein Kind ist.

Mit seinen 17 will er versuchen "erwachsen" zu sein und mit seinen Dingen selbst klarzukommen. Das ist auch gut so. Noch besser ist natürlich, wenn er weiß, daß er Unterstützung bekommt, wenn er sie braucht. So lange er alleine erforschen will, was für ihn das Richtige ist, lass' ihn auch machen.

Ich glaube, Du unterstützt ihn schon genug, weil Du akzeptierst, was er macht.

Er ist noch mitten drin in der Pubertät und da gehen alle Jugendlichen auf irgend eine Weise auf Abstand zu ihren Eltern, egal ob cis oder trans. Und da ist es auch sehr vielen Jugendlichen peinlich, wenn sie auf ihre Vorlieben angesprochen werden, (für sie ist das Schnüffeln, Kontrollieren und Nachbohren) weil sie sich noch als "Kinder" im Gegensatz zu den "Erwachsenen" wahrnehmen. In die neue Rolle des Erwachsenen reinzugehen erzeugt bei jedem Menschen ganz viele Unsicherheits- und Schamgefühle, man könnte ja zurückgestoßen werden als "ja gar nicht richtiger Erwachsener" und ist dann auch im Voraus genervt von elterlichem Mitgefühl (das ist dann nur "Kontrolle, behindern, dreinreden").

Auch wenn er mit den Augen rollt, sag ihm ruhig, dass Du ihn okay findest und dass Du ihn so magst, wie er ist.

Ich hab meinen Eltern seit der Pubertät auch lange Jahre nicht mehr geglaubt, wenn sie behaupteten, mich zu lieben. Dass sie mich unterstützten und mir dne Rücken freihielten hab ich auch lange Jahre nicht wahrgenommen - ich musste erst zu mir selber finden, bevor ich das wieder sehen konnte. 

Euch viel Glück und Respekt und Daumendrück!

Geh doch einfach mal zu ihm hin, sag ihm offen und ehrlich, dass dich die Situation manchmal überfordert und du Hilfe brauchst um für ihn da zu sein. Und dann betone, dass du ihn liebst, egal wie er ist.

Verabschiede ich von "männlich" und "Feminin". Diese Schubladen passen auf die wenigsten Menschen zu. Das ist dein Kind, nur das zählt.

Wow, Respekt vor dir! Ich finde es richtig gut von dir, dass du deinen Sohn da so unterstützen willst! Ich glaube auch, dass er noch nicht ganz weiß, wie er damit umgehen soll und was genau er denn will. Ich würde an deiner Stelle vlt allgemein mal sagen, dass du immer für ihn da bist und ihn bei allem unterstützt und immer hinter ihm stehen wirst, egal was andere Menschen denken.