Mein Hund stürmt auf Fremde zu

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8 Antworten

Schnall Dir eine Gürteltasche mit massig richtig rollen Leckerlis um und nimm' 'nen Clicker (geht auch ohne Clicker, aber mit Clicker ist's einfacher).

Zuerst fängst Du damit an, dass Dein Hund lernt, dass auf einen "click" ein Leckerli folgt. Sprich: Ruf Deinen Hund zu Dir und lässt ihn vor Dir absitzen. Du clickerst, dann gibst Du dem Hund direkt ein Leckerli. Nach fünf, sechs Malen hat er den Zusammenhang begriffen: vor Dir sitzen plus Dich anschauen plus "click" = Leckerli. Das machst Du über den Tag verteilt mehrmals und führst dabei ein Kommando ein. Bei mir heißt das "watch me", aber Du kannst es natürlich nennen, wie Du willst. "Schau her" beispielsweise. Das Ziel ist, dass der Hund Dich auf Kommando anschaut, egal, was um ihn herum passiert. Bei meinem Hund ist es so, dass er sich dabei immer hinsetzt. Ich sage "watche me", der Hund setzt sich schräg vor mir hin und schaut mir ins Gesicht.

Der nächste Schritt, sobald das zuverlässig sitzt, findet dann draußen statt (Hund an der Leine): Und nun machst Du das Folgende: Wannimmer Du einen Hund oder Spaziergänger siehst, sagst Du sofort "Schau her!" oder "watch me!" oder was auch immer, und wenn der Hund dann Dich anschaut (und nicht den Spaziergänger oder Hund), sofort clickern und das Leckerli geben. Je dichter der Spaziergänger oder Hund an Euch dran ist, desto leckerer oder größer das Leckerchen (ich gebe auch mehrere Leckerchen in so einem Fall. Falls der andere Hund womöglich kläfft und selber provozierend auf meinen Hund wirkt, kriegt er auch schon mal fünf oder zehn Leckerchen in Folge - er soll wissen, dass er den absoluten Leckerchen-Hauptpreis gewonnen hat, weil er nicht den Kläffer anschaut oder gar hinrennt, sondern brav zu Dir schaut).

Wenn Ihr das eine zeitlang übt, dann wird es irgendwann zum Automatismus, dass Dein Hund Dich ohne vorheriges Kommando von alleine anschaut, sobald er einen Spaziergänger oder Hund erblickt. Und wenn das das erste Mal passiert (dass er also ohne vorheriges Kommando zu Dir schaut), dann kriegt er den Leckerchen-Jackpot! Was auch immer das Top-Leckerchen ist - Rindfleischwürfel, getrocknete Leber, Bananenscheiben - was auch immer. Feiere ihn, als hätte er soeben die Hundeweltmeisterschaften gewonnen.

Wenn das einmal zuverlässig sitzt, dann kann zunächst ohne Leine üben und dann scließlich die Clicker- und Leckerchenfrequenz runterschrauben, wenn er auch ohne Leine zuverlässig zu Dir schaut, sobald andere Leute/Hunde ankommen. Mein Hund kriegt allerdings hier und da noch immer Leckerchen - ich arbeite schließlich auch nicht für umme und freue mich über Bonuszahlungen. :-)

Wow die Beschreibung und Idee ansich super, bin begeistert!! ;-)

Würde aber den Aufbau ein wenig anders gestalten, ich mag mehr die operante Konditionierung, weil sie mit der Zeit so eine Art Verselbständigung mit sich bringt, auch den Verstärker würde ich ändern, denn hier wäre ja gerade etwas sehr auffälliges als Verstärker nutzbar und das wäre ja auch super zu stellen.

Ergo man bestellt sich nen Hundehalter den man kennt oder nen Menschen den man kennt und nutzt solch ein Signal wie von berlinflorida beschrieben, dann wird geclickt, sobald anfangs nur ein Öhrchen in Deine Richtung geht, als Superbelohnung für das was Du erzielen möchtest nämlich das abwenden vom Auslöser gibbet den primären Verstärker d.h. das was der Hund gerade möchte nämlich den Menschen oder Hund begrüssen.

Danach würde ich das stürmische Verhalten bearbeiten, d.h. umtrainieren.

Jede ruhige Annäherung und langsames laufen hin zum Auslöser wird verstärkt mit Click und Lecker.

Wenn Du eine Clickerabneigung hast, so würde ich Dir ein Markerwort empfehlen, der Aufbau ist genauso wie von berlinflorida beschrieben, sollte aber ein kurzes und prägnantes Wort sein, sowas wie Top, Tip, Flip oder ähnliches...

Allerdings finde ich den Clicker auch immer besser! ;-)

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Man sollte die Milch vom Herd nehmen bevor sie überkocht. Als Hundehalter muss man immer vorausschauend sein. Du solltest Dich darauf einstellen, dass nicht alle Spaziergänger und Hunde das Heranpreschen Deines Hundes lustig finden und es ernsthafte Konsequenzen geben kann. Den Hund rechtzeitig anzuleinen ist eine Form der Höflichkeit und Rücksichtnahme.

An Deiner Stelle würde ich an der Abrufbarkeit arbeiten. Das geht gut wenn Du Clickertraining machst und mit Schleppleine arbeitest. Fang damit in der Wohnung an und erweitere dann in gesichertem Gelände. Der Hund muss verstehen lernen auf Dein Zeichen zurückzukommen. Wo auch immer Du mit Deinem Hund übst, vergiss ihn nie bei (auch dem kleinsten Erfolg) zu loben und ihm die Motivation zu geben, dass es sich für ihn lohnt auf Deinen Rückruf zu reagieren. Biete ihm eine Alternative zum Wegrennen an. Bei Spaziergängern ist das einfacher als bei anderen Hunden weil er Artgenossenkontakt braucht und sucht. Das wäre dann ein anderes Programm.

Ich würde es so tun: Wenn ein anderer Hund in Sicht ist, leine ich ihn an, wie wotan0000 schon geschrieben hat. Dann lasse ich ihn Sitz machen und wenn er unbedingt hin möchte, beruhige ich ihn oder lenke ihn mit einem Leckerlie ab. Oder lerne ihm das Kommando Fuß, dass er immer bei dir bleibt, auch wenn ein anderer Hund kommt. Er muss lernen das er nicht einfach losstürmen darf. Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Ja schon aber das Problem ist dass mein Hof ungezäunt ist und wenn ich draußen bin um z.B. zu gärtnern wäre es ja doof ihn anzuleinen. Ausserdem bemerkt er vorbeikomende oft Personen schneller als ich und selbst wenn ich es zuerst bemerke ist er schneller weg als ich bei ihm bin.

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@troggidog

Dann leine ihn mal für eine Zeit an wenn du draußen bist. Vielleicht versteht er dann schön langsam das er nicht einfach weggehen darf. Dann hast du ihn immer im Auge und wenn ein anderer Hund vorbei kommt und er aufgebracht ist kannst du ihn dann beruhigen und das langsam abgewöhnen.

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@ troggidog,

Du solltest Deinen Hund von einem Fachmenschen sozialisieren lassen und Du selbst solltest Dich ausbilden und trainieren lassen.

du solltest den immer an der leine halten, wenn du andere menschen siehst oder andere tiere. und wenn er zieht solltest du nein sagen und wenn er mal ruhig ist und auf jemanden nicht losstürzt ihn natürlich immer direkt loben.

Warum wird er nicht angeleint, wenn andere Hunde in Sicht sind?

Ich liebe diese Hunde, die ja ach so gut hören, aber nicht, wenn es drauf ankommt.

  • nein, Berichtigung! Ich liebe diese rücksichtslosen Halter.

ich wuerde in eine hundeschule gehen, kann verstehen dass die leute angst kriegen

sorry wegen meiner rechtschreibung

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