Mein Chef hat mir gedroht mir zu kündigen, was nun?

10 Antworten

Dein "Chef" scheint mir gänzlichst ungeeignet als "Chef" zu sein, aber daran ist im Moment auch nichts ändern. Ich weiß nicht, in welchem Möbelhaus du arbeitest und wie groß der Laden ist, aber das mit den beschädigt bzw. fehlerhaft angelieferten Möbeln für Kundenkommissionen oder für Ausstellungsstücke scheint mir bei vielen Möbelhäusern ein echtes Problem zu sein und nicht alle haben das im Griff. Fakt ist, dass zwar der Hersteller/Lieferant um Austausch/Neulieferung des fehlerhaften Artikels gebeten wird, oftmals fehlt aber bei der Neulieferung der entsprechende Abhol-/oder Rückholschein. Nachfragen ergeben auch nicht wirklich eine Rücknahme und so sammeln sich mit den Jahren in manchen Lägern viele Retouren an. Zu viele. Denn diese Retouren nehmen Platz weg und es bedarf eines erheblichen personellen Aufwands, diese Teile zu verwalten bzw. für eine Abholung zu sorgen. Also vereinbart der Möbelhändler (ggf. auch der für den Händler zuständige Einkaufsverband) vertraglich mit seinen Lieferanten, dass, sofern der reklamierte Artikel nicht innerhalb einer gewissen Zeit abholt wurde, vernichtet werden kann. Hört sich im ersten Moment schlimm an (ist es wohl auch), aber für den Händler ist dies die beste Lösung, da die kostengünstigste. Auch für den Hersteller lohnt es sich häufig nicht, das reklamiere Teil zurückzunehmen, da man es ja nicht immer wieder verwenden kann bzw. eine Reparatur viel zu aufwändig ist. Gut, fehlt eine Schraube/ein Scharnier oder eine Kleinigkeit, dann kann man darüber streiten, ob es sinnvoll ist. Aber in der Regel werden bei Kleinigkeiten die fehlenden Teile auch nachgeliefert. Ich an deiner Stelle würde meinen "Chef" mal in einem ruhigen Augenblick auf die Situation ansprechen, ihm vermitteln, dass du ihn nicht vor dem "Vorgesetzen", ich denke, dein "Chef" ist der Abteilungsleiter und der "Vorgesetzte" der Geschäftsführer, bloßstellen wolltest, entschuldige dich dafür, aber man könnte doch, durch entsprechende Anforderungen der fehlenden Ersatzteile, diese Möbelstücke wieder in den Verkauf, vielleicht in eine Fundgrube oder ähnlichem, integrieren und so die Gewinnspanne des Möbelhauses/der Abteilung verbessern. Die Möbelstücke, die weggeworfen werden, sind ja in der Regel vom Hersteller per Gutschrift quasi geschenkt worden. Ich habe vor Jahren einmal erlebt, dass ein (großes) Möbelhaus einen Schreiner über ein Jahr damit beauftragt hat, die über Jahre angesammelten Retouren zu sichten und ggf. in Stand zu setzen. Es kam damals ein Wert von ca. 180.000 Euro in den Verkauf. Geld, was leicht verdient war. Biete dich doch als "Retourenbetreuer" an und kümmere dich mal täglich 1 Stunde um die Teile, könnte zum Vorteil aller sein. Und das mit der Kündigung solltest du erst einmal nicht ernst nehmen. Allerdings suche das Gespräch, denn man findet als Vorgesetzter auch ggf. andere Gründe um einen Mitarbeiter zu entlassen und wenn mal wieder eine Kündigungswelle ansteht, dann ist man vielleicht der Erste der vorgeschlagen wird. Also, bring das mit deinem "Chef" in Ordnung. Er ist zwar ein A...., aber du musst mit ihm auskommen.

  1. Ruhe bewahren
  2. Reflektieren und überlegen, warum dein Vorgesetzter (nicht Chef!) so sauer war
  3. falls dein Ergebnis ist: er fühlte sich durch mich vor dem Chef bloßgestellt, nochmal mit ihm alleine das Gespräch suchen und ggf. erklären, dass das nicht deine Absicht war....
  4. falls dein Vorgesetzter immer cholerisch ist und nicht mit sich reden lässt: einfach ignorieren, denn kündigen kann er dir deshalb nicht.
  5. motiviert weiterarbeiten.....irgendwann wächst Gras drüber.

Erstmal Ruhe bewahren und abwarten,wie sich das Verhältnis zwischen Deinem Chef und Dir weiterentwickelt.

Notfalls würde ich mich an den Vorgesetzten Deines Chefs wenden und ihm sagen, wie unerwünscht Deine Verbesserungsvorschläge seitens Deines Chefs aufgenommen wurden und fragen, wie ER die Angelegenheit sieht und bewertet und was er FÜR die Firma gut fände.

Was soll denn im Kündigungsschreiben stehen? "Wegen gesundem, kaufmännischem Menschenverstand"?

Nein, lass dich nicht von einem Koleriker verunsichern. Eine Kündigung müsste dein Chef wohl auch vor seinem Chef verantworten und einen triftigen Grund haben.

Woher ich das weiß:Beruf – Planung/Gestaltung Büros Schulen Sitzmöbel Stauraum

Hallo HungerGron,
dein Chef kann dir nicht wegen Kritik kündigen...

Ich würde jedoch erstmal das Gespräch suchen.

Bei so einem Verhalten, würde ich mich jedoch nach einem anderen Arbeitgeber umschauen.

Hoffe ich konnte dir helfen!

Viele Grüße,
Tomiza

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