Mathe-Formeln VERSTEHEN?

8 Antworten

Nun, wenn du versuchst, die Formeln auch tatsächlich zu verstehen, hast du sicherlich den Vorteil, diese auch auf andere Sachverhalte abzuleiten. Kannst du die Variablen deuten, kannst du eventuell auch besser abschätzen, ob dein Ergebnis letztendlich sinnvoll ist; vielleicht sogar wie du welche Variable verändern müsstest, um ein bestimmtes Ergebnis zu erhalten.

Stures auswendig lernen, da gebe ich dir Recht, ist leider nicht gerade wirkungsvoll...

Danke für die Bestätigung meines "Verdachts" :-)

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Die Formeln in der Schule sollte man wirklich verstehen. Du wirst sie in den nächsten Jahren noch oft brauchen, und wenn du sie einmal verstanden hast vergisst du es nie wieder. Und du wirst dann alles was neu dazukommt viel schneller lernen als die anderen, wenn du das davor verstanden hast. Gerade in Mathe kostet stumpfes Auswendiglernen viel zu viel Zeit, weil du es wieder vergisst und immer wieder neu lernen musst.

In der Uni kommt man dann leider bei gewissen Studienrichtungen irgendwann an den Punkt wo man nicht mehr alles verstehen kann, weil die Mathematik sehr komplex wird...aber in der Schule kann das jeder verstehen der sich anstrengt und es will, auch du ;-)

Genau, das meine ich :-) nur werden halt die Formeln bei uns nie erklärt - in der 7. Klasse habe ich meine Lehrerin einst darum gebeten, sie meinte aber, das wäre zu kompliziert.... O.o

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@LloydBMoney

Das ist es allerdings häufig: Um eine Formel zu "verstehen", mußt Du beweisen können, daß sie gültig ist. Und das ist dann plötzlich eine ganz andere Liga und vermutlich noch nicht der Stoff für die Siebte.

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@Zyogen

Kannst Du mir ein Beispiel geben oder mich auf eine Seite verlinken, wo das behandelt wird? Nur mal, damit ich sehe, mit welcher "Liga" ich es zu tun habe ;-)

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@Zyogen

Die Eigenschaften von Zahlen oder die Gpltigkeit von Formeln zu beweisen ist wirklich oft nicht gerade Schulniveau, aber ich glaube darum ging es mir eher weniger.

Ich meinte eigentlich mit "verstehen" eher, dass dir bewusst ist wieso du einen Rechenschritt genau so machst und wieso du das darfst. Und vor allem dass du in einer ähnlichen Situation von selbst erkennst, dass du da ja so etwas ähnliches machen kannst. Ich meinte also eher dass du die korrekte Anwendung kennst und durchführst als dass du jedes Vorgehen mathematisch beweisen kannst - das ist nämlich wirklich Universitäts-Niveau.

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Natürlich ist es sinnvoll, die Formeln zu verstehen. Vielleicht kannst du ohne großem Verständnis noch ein paar Aufgaben nach Schema F lösen, wenn ihr Aufgaben des gleichen Typs hundert mal im Unterricht bearbeitet habt, aber du hast keine Chance bei Transferaufgaben, wo du erstmal die Formel und deren Bedeutung im Kopf haben musst und diese dann durch dein Verständnis der Materie so umformen musst, sodass sie in deiner leicht veränderten Aufgabe wieder anwendbar ist.

In vielen Schulfächern ist der Stoff - meiner Erfassung nach - um eine "Ebene" verschoben. In Geschichte werden leider oft Fakten beigebracht, aber das Verständnis wie und weshalb es dazu kam, wird weggelassen. In Mathematik ist das genauso, allerdings ist hier die Schulebene nicht nur das stupide Anwenden der immer wieder gleichen Formel, sondern beinhaltet auch schon das Verständnis der Formeln. Die höhere Ebene, die komplett weggelassen wird, sind die Beweise, die man dann erst im Studium behandelt und von der die Mathematik eigentlich lebt.

Da sind wir absolut gleicher Meinung!

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Diese Frage demonstriert eigentlich das ganze Elend des Matheunterrichts. Der ursprüngliche Sinn war dass man durch Mathematik denken lernen soll.

Formeln auswending zu lernen ohne diese zu verstehen ist ein Unding. Und deine schlechte Erfahrung mit der Lehrerin in der 7. Klasse sollte dich nicht davon abhalten, die Lehrer immer wieder damit zu löchern die Formeln zu erklären und herzuleiten oder zu beweisen oder zumindest zu veranschaulichen.

Gruß, Max.

Danke für die kleine Ermutigung!

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Prüf das selber, indem Du Dich bei einer Formel fragst, was ohne sie nicht zu erreichen wäre. Wenn du die Formel nämlich nicht verstanden hast, kannst Du sie auch nicht sinnvoll anwenden.

In diesem Sinne solltest Du auch Deine Lehrkraft bitten, jede Formel an einem Beispiel vorzuführen. Das bedeutet, alle darin vorkommenden Variablen genau zu definieren, sie dann real auf das Beispiel zu beziehen und die eventuell einschränkenden Voraussetzungen zu nennen, unter denen die Formel angewendet werden kann.

Das kann zu interessanten Diskussionen führen.

Danke für den Tipp!

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