Mäuse im Garten - einfach so als Haustier verwenden?

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Hallo, davon solltest du aus mehreren Gründen definitiv die Finger lassen:

1.) Wildmäuse können Parasiten und Krankheiten übertragen. Rötelmäuse z.B. sind die Überträger des gefährlichen Hanta-Virus, an dem schon viele Menschen gestorben sind (kannst du auch gern googlen)!

2.) Was meinst du, wie sich die Maus fühlen würde? Leider haben Menschen zunehmend weniger Respekt vor Tieren, je kleiner und wehrloser diese sind. Auf die Idee, einen Wolf oder Adler zu fangen und als Haustier zu halten, kämst du ja wahrscheinlich auch nicht, oder? Der Unterschied: diese Tiere können mit Schnabel und Zähnen zeigen, was sie davon halten, eingesperrt zu werden. Eine kleine Wildmaus kann das leider nicht. Aber auch für sie ist es die HÖLLE, gefangen und in einem "Knast" eingesperrt zu werden!!! Sie ist ein echtes Wildtier, das die Freiheit und die Natur gewöhnt ist- und dort sollte sie auch bleiben dürfen! Bitte quäle eine Maus also nicht auf diese Art so sehr!!!

3.) Mäuse brauchen Artgenossen- wolltest du dann gleich mehrere Wildmäuse fangen oder wie? Eine Maus allein zu halten, ist für so ein soziales Tier, das in Gruppen lebt, reine Quälerei. Mehr Wildmäuse machen die Sache aber nicht besser- sie sind dann zwar nicht allein, aber alle leiden total am Eingesperrtsein!

4.) Wildmäuse werden -außer als Baby von der Hand aufgezogen- immer scheu und bissig bleiben. Was hättest du davon, irgendwo einen Käfig stehen zu haben, dessen Bewohner du ohnehin nicht siehst, weil sie vor Menschengeruch und Geräuschen panische Angst haben?

Bitte verzichte also in deinem Interesse und in dem der Tiere auf derartige Experimente!!!

Das alles stimmt für Wildmäuse und ist zu unterschreiben. Wenn es sich aber um eine zum Beispiel im Gartenhaus oder Schuppen oder einer Scheune einquartierte Hausmaus

http://de.wikipedia.org/wiki/Hausmaus

handelt, ist es überhaupt kein Problem. Meinem "Willi" konnte ich damals nach ein paar Monaten den Käfig offen lassen, der streifte durchs ganze Haus und kam immer wieder zurück, hat teilweise sogar neben mir auf dem Kopfkissen gesessen wenn ich schlief.

hygiene ist allerdings ein Problem, Mäuse sidn quasi dauerurinierend.

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@IvanErtlov

Auch eine Hausmaus ist eine Wildmaus! Leider wird das von vielen verwechselt, legt das Wort "Haus" doch nahe, dass sie domestiziert wäre- ist sie aber nicht. Genauso wie Feld-, Wald- oder Rötelmaus ist die Hausmaus ein Wildtier. Die tatsächlich Heimtiere nennt man "Farbmaus". Und die trifft man draußen nicht an, sondern nur in Zooläden, bei Züchtern oder in Laboren.

Willi war also auch ein eingesperrtes Wildtier, das zudem eine völlige Verhaltensstörung annahm, indem er so zutraulich wurde. Dies lässt sich durch die Einzel-Haft erklären, die für hochsoziale Gruppentiere einfach nur schrecklich ist.

Schön war dieses Leben für die Maus sicher nicht, etwas anderes zu glauben, ist leider eine Illusion.

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Okay, stimmt, danke. Als Tierrechtler muss ich es dann (war nur noch nicht richtig informiert, thx).

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@Gooperz

Danke für den Stern!UNd falls dir der Gedanke, Farbmäuse als Haustiere zu halten, gefällt, hier mal die umfangreichste und beste Infoseite über diese Tiere: http://wiki.mausebande.com/ Dort findest du alles Wissenswerte zur Haltung und eine Vermittlungskarte von ganz Deutschland, wo gerade "abgeschobene" Tiere auf ein neues Zuhause warten. Das wäre sicherlich ein Start in die Mäusehaltung, mit der Mensch und Tier glücklich werden!;-)

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Ich würde aus hygenischen Gründen die Finger von solchen Mäusen lassen, da sie eventuell Krankheiten übertragen könnten. Außerdem sind sie nicht zahm, weshalb sie dir gegenüber vermutlich zunächst aggressiv sein werden.

Wilde Mäuse können einige Krankheiten und Parasiten übertragen. Manche Arten sind streng geschützt und dürfen nicht eingefangen werden. Zwar gewöhnen sich manche wild geborene Mäuse an die Gefangenschaft, jedoch solltest du eher Tiere bevorzugen, die als Heimtier gezüchtet wurden. Farbmauszüchter findest du z.B. hier: www.dmrm.deDie Tiere sind seit Generationen in Gefangenschaft und eignen sich viel besser als Heimtiere.

Normale "Hausmäuse" als Kulturfolger kansnt du bedenklos als Haustier halten, ich hatte selbst eine aus einer Scheune gerettete maus 2 Jahre lang als Haustier, die wurde sogar sehr zahm (und frech!).

Spitzmäuse kannst du aber NICHT artgerecht halten, da sie Bodenwühler sind - das wäre Tierquälerei.

Spitzmäuse sind keine "Bodenwühler" (interessantes Wort), sondern biologisch gesehen gar keine Mäuse, da sie zu den reinen Insektenfressern gehören.

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@Hallostim

Ahja. Interessante Interpretation. Vielleicht wird in Deutschland oder wo immer du auch zu Hause bist ja alternatives Wissen gelehrt, dass mir fremd ist.

In einem Punkt hast du teilrecht: Spitzmäuse sind keine Mäuse (hab ich auch nirgends behauptet), sondern ZOOLOGISCH (damit weitestgehend biologisch, da ist dein Terminus halt unscharf) Eulipotyphla - nur werden sie meistens vom unbedarften Laien mit Mäusen verwechselt.

UND sie SIND Bodenwühler - das hat nämlich rein gar nichts mit der zoologischen Einordnung einer Spezies, sondern mit der Lebensweise zu tun.

http://www.geodz.com/deu/d/Bodenw%C3%BChler

Zugegeben, das tangiert primär geologische Betrachtungsweisen und geht auch ein bisschen in Richtung Verhaltensforschung.

Ist nicht mehr so exakt zu umreissen wie die zoologische Ordnung, manche ordnen sogar Wildschweine als sekundäre Bodenwühler ein (was nicht korrekt ist, denn sie wühlen zwar im Boden, schaffen sich dabei aber keinen Lebensraum). Trotzdem gehört die Spitzmaus definitiv dazu.

Lektion für Dich:

Wenn schon Klugschei*en, dann bitte richtig. Halbwissen reicht dafür nicht ;)

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er hat recht spitzmäuse sind keine wircklichen mäuse du neumalkluger

Spitzmäuse werden von Laien oft für Mäuse, also Nagetiere gehalten. Sie sind jedoch Insektenfresser und daher ebensowenig Mäuse, wie Fledermäuse dies sind. Charakteristisch für das Erscheinungsbild der in unseren Breiten nur 4,5–9,5 cm langen Spitzmäuse ist ihre namengebende lange spitze Schnauze, die sich für das Aufstöbern und Fressen lebender Beute sicherlich besser eignet als eine kurze breite. Der entscheidende anatomische Unterschied zu Mäusen ist aber das Gebiß: Während Mäuse Nagetier-typische Nagezähne haben, die sich abnutzen und ständig nachwachsen, verfügen Sitzmäuse über lange Reihen spitzer Raubtierzähne.

das ist der beweiß wiki macht es möglich

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@Jesseone666

LOL, genau das gleiche hab ich eh geschrieben - "Eulipotyphla" bedeutet Insektenfresser ;)

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Nein, die können Überträger von gefährlichen Krankheiten sein!

Fang dir lieber eine Katze, die löst das Mäuseproblem!

Nein, können sie nicht. Bzw. ist es in unseren breiten derart unwahrscheinlich, dass ein griechischer Bauernsalat derzeit eine 10 mal tödlichere Gefahr darstellt :D

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