Macht es noch Sinn Pilot zu werden?

11 Antworten

Nein, im Augenblick macht es wenig Sinn, aber das kann sich ja auch im Laufe der Zeit wieder ändern. 

Selbst jetzt gibt es Airlines, die ausbilden. Wie es dann mit einer Übernahme aussieht, musst Du mal bei den einzelnen Unternehmen recherchieren. 

Wovon auf jeden Fall abzuraten ist, ist die Ausbildung an einer "freien" Flugschule. Du würdest nach der teuren Ausbildung zwar eine CPL haben, aber bestimmt mit einem Typerating, mit dem Du nicht allzuviel anfangen könntest, auch, weil Du es jährlich erneuern müsstest. 

Das Problem ist, dass die Airlines Strecken optimieren, also kürzere Flugzeiten anbieten können, die u. U. den Einsatz eines PIC/R (eines dritten Piloten, auch bekannt als SFO) nicht nötig machen, denn jede Flugstunde zählt da.  

Dann hat die EU die Altersgrenze für das fliegende Personal auf 65 Jahre angehoben. Die Kapitäne können also länger fliegen, die Copiloten nicht nachrücken und das setzt sich nach unten fort. 

Hier ein paar Airlines, die aktuell ausbilden:  

edelweissair, helvetic airways, KLM, NIKI. 

Geh einfach auf deren Karriereseiten und informiere Dich. Du kannst ja in jedem EASA-Mitgliedsstaat Deine Ausbildung machen. 

Bist Du der Sache nicht ganz abgeneigt, kannst Du Dich natürlich auch bei der Bundeswehr bewerben. Auch dort stehen zwar Umstrukturierungen bei den Geschwadern an, aber vielleicht wäre Transportpilotin etwas für Dich. 

Da könntest Du die Lockheed P-3 Orion der Marine fliegen oder bei der Luftwaffe die Transall, den A400M oder, wenn Du wirklich gut bist, bei der Flugbereitschaft den Airbus A310-304 in verschiedenen Versionen, Merkels "Regierungsflieger", den A340-300 oder den A319CJ, oder einen der Bombardier Global 5000. 

OK, Du wärest in erster Linie Soldat, dann Offizier, erst danach Pilotin. Aber die Ausbildung würde der Steuerzahler (also auch ich ;-) übernehmen und es gäbe vom ersten Tag an ein Gehalt. Denk mal drüber nach.  

Der Pilotenmarkt ist überschwemmt und neue Piloten bekommen, wenn überhaupt wesentlich weniger Gehalt als die alten Hasen.

Beispiel Lufthansa:




Aktuelle Situation & Ausblick 2016


Auf Grund des ausbleibenden Flottenwachstums und etwa 800 Flugschülern, die sich in unterschiedlichen Phasen der Schulung befinden, konnten wir für das gesamte Jahr 2015 keine neuen Lehrgänge an der Flugschule beginnen lassen. Ob 2016 neue Lehrgänge starten werden, ist derzeit noch ungewiss.



Seit 20.08.2015 finden sich Informationen über ein Projekt zum Aufbau
einer neuen Konzerntrainingsgesellschaft zum 01.01.2016 in
unterschiedlichen Foren. Swiss Aviation Training (SAT) und die Lufthansa
Flight Training GmbH (LFT) sollen danach in eine neu zu gründende
Konzerntrainingsgesellschaft überführt werden. In den nächsten Monaten
sollen die Gesellschaftsform, der Firmensitz und die Standorte
festgelegt werden. Die neue Gesellschaft wird standardisierte,
marktfähige Lösungen für Simulatortraining, Pilotenausbildung und
-training sowie Safety & Service Training für den Drittmarkt und den
Lufthansa-Konzern anbieten.



Ein Teilprojekt befasst sich mit der Ab-Initio-Schulung von Piloten.
Hieraus wurde bekannt, dass man das bestehende Lufthansa
Finanzierungsmodell (vollständig vorfinanzierte Schulung) nicht
beibehalten wird. Die Lufthansa Group Flugbetriebe entscheiden zudem
künftig eigenständig über die Übernahme der Piloten nach Bedarf, Eignung
und Leistung.





http://www.lufthansa-pilot.de/

Die Wahrscheinlichkeit, bei einer der gutbezahten Fluglinien zu arbeiten, ist wirklich gering. Lufthansa etc. sind enorm am Geldsparen und stellen lieber bei ihren Billigfluglinien ein. Die bezahlen deutlich weniger - aber immer noch sehr gut. "Verarmen" wird kein Pilot.

Was allerdings stimmt, ist, dass man in fast allen Fällen mit einem riesen Schuldenberg startet. Meist deutlich über 100.000 Euro. Das ist ein erschreckender Batzen Geld in so jungen Jahren. Man muss damit leben können, viele Jahre für die Bank arbeiten zu gehen.

Unabhängig davon sollte man seinen Traumberuf ergreifen. Wobei man immer die Nachteile bedenken sollte. Pilot bedeutet ein großes Stück Langeweile, da man im Idealfall (wenn also alles nach Plan verläuft) sehr wenig zu tun hat. Außerdem siehst du nicht viel von den Ländern, in die du reist, aufgrund des Jetlags und des dauernden Hin und Hers.

Zudem solltest du bedenken, dass Familienplanung sehr schwer ist. Egal ob als Mann oder als Frau, du kommst nunmal häufig abends nach Feierabend nicht heim zu deiner Familie. Das sind alles Punkte, die man bedenken sollte.

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