Lohnt ein Automatik Auto?

13 Antworten

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Hallo Manu :)

Bin 2013 von Schalt- auf Automatikgetriebe umgestiegen und habe es bislang keine einzige Sekunde bereut. 

Vorteile sind ganz klar der Komfortgewinn gerade in der Stadt sowie der Umstand, dass man sich mehr aufs Fahren an sich konzentrieren kann anstelle auf Schalten und Kuppeln & dass immer zur richtigen Drehzahl weiter geschaltet wird. Der Automat "denkt mit", was der Mensch nicht immer tut^^

Nachteile sehe ich für mich (es ist ein Mercedes C180 Classic) keine. Der Verbrauch ist etwa einen Liter höher als beim handgeschalteten C180, aber das ist es mir wert. Es ist allerdings ein Auto von 1997 mit Fünfgangautomat & heute ist man da schon weiter: Moderne Automatikgetriebe verbrauchen nicht wirklich mehr als Schaltwagen. Als langsamer denn einen identisch motorisierten C180 mit Fünfgangschaltung empfinde ich meinen Wagen nicht, ich kenne beide Versionen sehr gut. 

Der schlechte Ruf von Automatik hängt m.E. mit einem Thema zusammen -------> viele Leute, die jahrzehntelang Schaltwagen fahren und immernoch Handschalter wählen, haben keinerlei Erfahrung mit Automatik & sehen im Geiste immer noch z.B. einen langsamen beige-braunen Golf 1 oder Jetta mit kraftraubender Dreigangautomatik und 50 PS vor sich, in dem in den frühen 80ern entweder klapprige Rentner, Körperbehinderte oder irgendwelche Ordensschwestern rumgefahren bzw. mehr "rumgehoppelt" sind bzw. den Verkehr aufhielten.

Deswegen halten sie Automatikautos für 'ne uncoole Alternative bestenfalls für obengenannte Fahrerkreise & nehmen sie auch nicht für voll: Weil sie einfach keine Ahnung haben bzw. an ihnen die Realität der letzten Jahre vorbeiging.

Aus dem Grund wurde auch der 300er von Volvo (cooles Teil^^) nachdem er einige Jahre nur mit der DAF Variomatik angeboten wurde, einer stufenlosen Automatik, ab Mitte der 80er auch mit Handschaltung angeboten obwohl Volvo das garnicht plante^^ Grund war dass der 300er sich nur sehr zäh verkaufte -----> das Auto war klasse aber die Deutschen wollten es nicht weil's den nicht als Handschalter gab^^ erst mit Handschaltung verkaufte er sich einigermaßen. Das war echt so, könnt mal googeln ;)

Es hat nie einen Golf 1 oder Jetta mit 50 PS und Automatik gegeben. Die Fahrzeuge hatten immer mind. 70PS bzw. 75 PS.

Ich selbst besitze einen 1983er Golf 1 Automatic mit 70 PS und kraftraubenden Nachrüst-Kat. Dank seiner nur 850 Kg ist der Wagen ein absolut flottes Auto, welches moderneren Autos in Sachen Flexibilität in keinem Punkt nachsteht.

Der schlechte Ruf von Automatikfahrzeugen rührt wie oben beschrieben wirklich eher von den Rentnern in ihren Mercedes-Diesel Automatikisten der 1970er Jahre. Auch waren die Autos der Johaniter z.B. immer Automatikfahrzeuge. Mit der Automatik vernünftig umzugehen hat so manchen Zivi gänzlich überfordert weswegen hier auch gerne geschimpft wurde.

Ich fahre als Hauptfahrzeug auch ein modernes Automatikfahrzeug und sehen keinen Grund mehr, warum ich mit einem Kochlöffel in einem Eimer Steine herumrühren sollte.

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@Colopia

Das mit dem Golf war jetzt auch nur ein Beispiel.. man hätte auch "Fiesta 1.1i CVT" schreiben können oder sowas^^ ich glaube den Diesel gab es mit 50 PS & Automatik, oder war das dann erst im Golf 2 mit 54 PS? Den gab es dann sicher mit Automatik, hatte ein Bekannter von meinem Opa in den 90ern^^ in "Gambiarot", erinnere mich gut. Er hatte den bis 2004 oder 2005 ehe er auf einen Golf 3 umstieg.

Automatikgetriebe litten oft unter Fehlbedienung, wie du es auch bei den Zivis erkannt hast. In unserem Ort gab's bis vor einigen Jahren einen Opel-Omega A 2.6i mit 150 PS (!) und Automatik, den zwei weit über 80 Jahre alte Schwestern fuhren, und wo die auch waren, wurde der weiße Omega aufgrund seiner enormen Langsamkeit gefürchtet. Die waren teilweise mit 30 km/h innerorts unterwegs und mit 50 außerorts. Ich erinnere mich gut.

Beim letzten Satz stimme ich dir bedenkenlos zu. Auch ich kaufe nur noch Automatiker.

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@rotesand

Stimmt, den Golf 1 gab es als Diesel mit Automatik. Hier war es aber der 75PS starke Turbodiesel (heute ein sehr begehrtes Auto)

Beim Golf II wie beim Golf III hat man bei den frühen Modellen wirklich daran gearbeitet, dem Wort "Untermotorisierung" eine neue Bedeutung zu geben ;-)

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@Colopia

Beim Golf 3 kenne ich mich weniger aus :) Da waren die Automatikmodelle doch meist die 90 PS 1,8-Liter, oder? Die habe ich eigentlich als "brauchbar" in Erinnerung bzw. nicht als Wanderdüne^^

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@rotesand

Ich meinte mit untermotorisiert jetzt den Golf 3 mit 1,3 Liter und 60PS. Den gab es nur als Schalter. Man wundert sich aber trotzdem über Konstruktuere, die in ein 1000 Kilo Auto einen 60 PS Motor setzen. Mit dem 1,8er und den 90PS haste recht. Der war recht kräftig.

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@Colopia

Ja, das stimmt -----> der war einfach zu schwach. Glaube, der wurde auch nur selten verkauft.

Im Gegenzug empfand ich den Opel Astra-F 1,4i mit 60 PS sowie die E-Kadetten mit dieser Maschine als ziemlich flink, gerade verglichen mit dem Golf oder dem 60 PS Escort. Hatte eine Mitschülerin von mir, der war spurtstärker als von 60 PS anzunehmen!

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Vorteil : - du musst nicht schalten

Nachteil: - Automatikgetriebe sind in der Wartung/Reparatur meist teuerer und wenn man lange damit fährt kriegt man Probleme wenn man wieder Schalter fährt. 
Ist aber letztendlich Geschmackssache, ich fahre liebend gerne Schalter, meine Mutter schwört auf Automatik.

Kommt darauf an. Automatikautos verbrauchen in der Regel knapp einen halben Liter mehr als die selben Modelle nur im Schaltbetrieb. Allerdings ist es mit einem Automatikfahrzeug deutlich entspannter die Stop and Goes in der Stadt mitzumachen.

Automatik ist gut wenn du viel in der Stadt fährst. Schaltet früh hoch, kein Verschleiß von Kupplung etc. Denke das liegt aber an jedem selbst was er lieber fährt, ob Schaltung oder Kupplung.

Sry aber "früh hoch" stimmt nicht.

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Damit meine ich optimal.

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Vorteile:

  • Komfort
  • mehr Nm (im Normalfall)

Nachteile:

  • Höherer Verbrauch (ca. 1l)
  • weniger Spaß

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