Löst Zitronensäure Kupfer auf?

7 Antworten

Kommt Kupfer mit Zitronensäure in Verbindung, entsteht Kupferzitrat.

Allerdings handelt es sich um eine schwache Säure, die im normalen Zitronensaft auch noch sehr niedrig konzentriert ist. Dadurch kann man lange warten, bis sich da was tut.

Lange im Sinne von - vergebliche Mühe.

Willst Du Kupfer mit Säure auflösen mussen sogenannte Oxosäuren her, z. B. Schwefelsäure oder Salpetersäure. Mit Citronensäure erreichst Du nicht viel, außer daß sich evtl. vorhandenes Kupferoxid auf dem Kupfer löst und das blanke Kupfer-Metall wieder zum Vorscheinen kommt. Gleiches gilt auch für Salzsäure. Kupfer gehört halt schon zu den Edelmetallen.

Kupfer lösen mit Schwefelsäure: Cu + 2 H2SO4 -> CuSO4 + SO2 + 2 H2O

Kupfer lösen mit Salpetersäure: Cu + 4 HNO3 -> Cu(NO3)2 + 2 NO2­ + 2 H2O

Willst Du jedoch richtige Leiterplatinen herstellen, solltest Du Eisen(III)-chlorid-Lösung verwenden. Leiterbahnen mit wasserfestem Stift auf die sauberpolierte Platine malen und die Farbe trocknen lassen. Jetzt in die Eisen(III)-chlorid-Lösung tauchen. Nicht übermaltes Kupfer löst sich auf.

Cu + 2 FeCl3 -> CuCl2 + 2 FeCl2

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Das würde nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führen. Bei Platinen ist ein präzises Ätzen wichtig. Es hilft nichts, wenn auch die Leiterbahnen angefressen sind oder noch Kupfer stehen bleibt, wo keines sein soll...

Ja, geht, Zitronensäure ätzt Kupfer aber auch viele andere Metalle. Nur dauert es ewig. nimm doch stattdessen lieber eine Stärkere Säure wie Essigsäure (Essigsäurereiniger). Vorsicht dabei, Säuren ätzen auch Organische Stoffe oder wirken wenigstens reizend (Haut!). Also nur mit Handschuhen an so häftige Säuren!

Ja, das ist die Idee einer "Zitronenbatterie". Tatsächlich funktionieren Äpfel aber besser, als zweitbestes kommen Kartoffeln.

Da die Zitronensäure den Lack des Prints schneller lösen dürfte qals das Kupfer, wirfd man gar kein brauchbares Ergebnis bekommen!

Nur löst sich bei einer "Zitronenbatterie" die Zink-Anode (oder ein anderes unedles Metall) auf und nicht die Kupfer-Katode.

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Das ist chemisch Quatsch. Zitronensäure löst weder den Lack noch das Kupfer; bestenfalls würde sie damit reagieren, aber auch dazu reicht es nicht im Entferntesten. Cu hat ein derartig edles Redoxpotential, dass man dafür oxidierende Säuren braucht.

In der berühmten Zitronenbatterie werden am Cu lediglich Oxoniumionen entladen.

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