Lehrer zwingt uns an Demo teil zu nehmen?

8 Antworten

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In NRW ist das schon geschehen; das dürfte aber mit den Schulgesetzen aber auch mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sein - die Schule hat politisch und weltanschaulich neutral zu bleiben - sie soll Schüler auf jeden Fall über ihre Rechte auf Demonstrationsfreiheit hinweisen und aufklären, aber sie kann nicht bestimmen für welche Anliegen ein Schüler demonstrieren möchte.

Auch schon vom Grundgedanken der DemonstrationsFREIHEIT verbietet es sich, Bürger zu Demonstrationen zu zwingen.

Das kann auch nicht unter dem Deckmantel einer "Schulveranstaltung" gerechtfertigt werden.

Freiheit und Zwang = nicht kompatibel

ist es rechtlich erlaubt, wenn unserer Lehrer uns dazu zwingt an einer demo teilzunehmen?

Definitiv ...Nein - generell kann niemand gezwungen werden an einer Demo teilzunehmen - noch viel weniger während der Berufsschulzeit dazu aufgefordert werden, wo ja bekanntermaßen der / die Auszubildende vom Ausbildungsbetrieb bezahlt wird.

Wenn wir das nicht machen, müssen wir uns beim Betrieb krank melden, da wir eine berufsschule sind.

Absolut falsch - stattdessen müsst ihr im Ausbildungsbetrieb zur Arbeit erscheinen.

Nein den Demo ist keine schul zeit und damit ist es Arbeitszeit.

Er kann das Nichtmal fordern da das keine Schulveranstaltung ist und dazu müsste er erstmal eine Erlaubnis der schule und der firmen bekommen.

Schulen selber haben den Schülern die Teilname an Demos untersagt da sie in der Schulzeit lagen.

. ist es rechtlich erlaubt, wenn unserer Lehrer uns dazu zwingt an einer demo teilzunehmen

Nein. Wenn es während der Unterrichtszeit ist, habt ihr sogar einen Anspruch darauf, dass dieser Unterricht stattfindet! Ist es außerhalb der Schulzeiten, ist das Freizeit und geht euren Lehrer einen Dreck an, was ihr da macht.

darf er uns dazu zwingen an einer demo teilzunehmen,

Mal sowas von nicht, denn der Lehrer hat eine NEUTRALITÄTSVERPFLICHTUNG - wobei ich nicht weiß, in wie weit das nichtstaatliche Berufsschulen auch betrifft.

So klar wie es hier von einigen Usern beschrieben wird, ist es nicht.
Zudem muss erst mal klar sein, ob es wirklich um die aktive Teilnahme an einer Demonstration geht, oder nur um den Besuch einer Demonstration. Dieses könnte zB im Rahmen des Sozialkunde-Unterrichts durchaus Sinn machen und Teil des Unterrichts sein.
Ob das allerdings bei Berufsschülern noch Sinn macht bezweifle ich, hängt aber vom Thema der Demonstration und der Art der Demonstration ab.

Moin! danke erstmal für deine Teilnahme. der Lehrer meinte, wir sollen mitlaufen/teilnehmen

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@Eti2000144

Um was gehts denn? Welches Fach unterrichtet der Lehrer?
Also zu einer aktiven Teilnahme kann er euch nicht bewegen, das steht im nicht zu. Das kann er privat versuchen, aber nicht in seiner Funktion als Lehrkraft.

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@Lemo1991

Politiklehrer. und er äußert jedes mal, so war ich mich erinnern kann, immer seine persönliche Meinung und Sicht im Bezug zur Politik.

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@Eti2000144

Da muss man differenzieren, denn ein Lehrer darf und soll sich grundsätzlich gegen demokratiefeindliche oder menschenrechtsverachtende Praktiken aussprechen. Innerhalb unserer demokratisch-grundrechtlichen Ordnung darf er sehr wohl auch eigene Meinung vermitteln, wenn er zeitgleich auch andere Meinungen bespricht.

Also angenommen der Unterricht würde immer nur gegen die SPD gehen, dann wäre das so nicht in Ordnung. Wenn er sich aber gezielt zu Themen äußert ist das durchaus in Ordnung, solange auch andere Haltungen besprochen werden.

In dem Zusammenhang könnte die Demo in der Tat stoffrelevant oder im Sinne der Bildung sein, aber eine Teilnahme kann er trotzdem nicht erzwingen. Als Zuschauer kann er euch aber durchaus mitnehmen.

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